Bahnhofsbegrünung in Plagwitz: Mibrag gibt den baulichen Startschuss

Im Herbst diesen Jahres soll der erste Bauabschnitt des "Gleis-Grün-Zuges" am Plagwitzer Bahnhof beginnen. So sehen es die städtischen Planungen vor. Die "Steinniederlegung vor der offiziellen Grundsteinlegung", so Thorsten Mehnert von der Initiative Bürgerbahnhof Plagwitz, besorgten Ende Juli Mitarbeiter des Braunkohleunternehmens Mibrag.
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Der regionale Braunkohleförderer Mibrag war unlängst in Plagwitz mit Vorarbeiten beschäftigt. Keine Angst: Die DDR-Pläne von der Abbaggerung der Messestadt sollen nicht realisiert werden.

Von einem „baulichen Startschuss“ und einer „Steinniederlegung vor der offiziellen Grundsteinlegung“ spricht Thorsten Mehnert von der Initiative Bürgerbahnhof Plagwitz (IBBP) in diesem Zusammenhang. Denn die Mibrag packte mit an, um gut 190 Bahnsteigkanten aus Granit und etwa 50 historische Säulen des ehemaligen Personenbahnhofs umzulagern. Diese waren nach der Bergung aus dem Bahnhof Plagwitz ortsnah zwischengelagert worden.
Nunmehr befinden sich die historischen Baumaterialien an dem geplanten Ort ihrer Nutzung auf dem Gelände des künftigen Bürgerbahnhofes. Dort sollen sie künftig als Treppenstufen und Sitzgelegenheiten Verwendung finden.

Dabei rückte die Mibrag nicht mit Tagebautechnik an, wie Mehnert erzählt. „Eine Mibrag-Tochter ist im Garten- und Landschaftsbau aktiv und konnte dankenswerterweise auch für ?kleine‘ Lasten Unterstützung bieten“, so der Bahnhofsaktivist. Als Dankeschön erhielten die Kohlekumpel übrigens „Sächsische Stadttomaten“. Die zieht die „Initiative für zeitgenössische Stadtentwicklung“ (ifzs), einem Mitglied der IBBP, in ihrem Garten „Annalinde“ in der Zschocheschen Straße 12.
„Eine solche Zusammenarbeit macht Lust auf mehr“, dankt Thorsten Mehnert namens der IBBP der Mibrag für die schnelle Hilfe und der Stadt Leipzig für die unbürokratische Unterstützung.

Zugleich hofft Mehnert auf die Unterstützung durch weitere Firmen. „Für die vielen Aufgaben wie die Sanierung eines Kontorhäuschens, die Wiederherstellung von Mauern, den Umzug des Bauspielplatzes, den Aufbau eines Boulderfelsens und die Erstellung von Zäunen sind sämtliche Gewerke willkommen“, so Mehnert. Auch kompetente IT-Unterstützung für die technische Neuausrichtung der Webseiten ist erbeten.
Laut Mehnert sind bereits weitere Aktionen mit Unternehmen in Planung. Dabei soll der Fokus auf Teambuilding, Beschäftigungsförderung und Bildung liegen. „Unternehmen, die Interesse haben, mit uns aktiv zu werden, sind immer herzlich willkommen“, betont Mehnert.

Für den 15. September 2012 ist ein Gleisfrühstück geplant. Darüber hinaus hofft Thorsten Mehnert auf einen Fortgang der Gespräche mit dem Eigentümer. Denn die IBBP möchte in diesem Jahr gern mit der Sanierung des Kontorhäuschens beginnen.

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Den Fortgang der Dinge am Plagwitzer Bahnhofsgelände sieht Thorsten Mehnert insgesamt im Plan. „Es wird zwar alles extrem knapp, aber was den Nordkopf angeht, scheinen Stadt und Bahn auf der Zielgeraden zu sein“, sagt der Bahnhofsenthusiast.

Noch in diesem Jahr soll die Umgestaltung der ungenutzten Flächen des ehemaligen Güterbahnhofs Plagwitz zum „Gleis-Grün-Zug“ beginnen. Einen entsprechenden Bau- und Finanzierungsbeschluss fasste Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) Ende Juli auf der letzten Dienstberatung vor der Sommerpause. „Die Kosten des Vorhabens belaufen sich auf insgesamt 600.000 Euro“, teilte die Stadtverwaltung mit, „davon kommen 428.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), den Rest steuert die Stadt bei.“

www.stiftung-ecken-wecken.de
www.buergerbahnhof-plagwitz.de


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