Nach Markteröffnung: SPD-Fraktion unzufrieden mit Radweg am Rewe-Markt vorm Connewitzer Kreuz

Konfliktpotenzial Hochbetrieb am Connewitzer Kreuz zur Neueröffnung des Rewe-Marktes am Freitag, 29. November. Lange Schlangen bildeten sich an den Kassen. Man hätte meinen können, für die Dauer des Umbaus von zwei Jahren sei niemand aus dem Viertel mehr zum Einkaufen gekommen. Doch nicht nur an den Kassen gab es Gedränge. Auch draußen vor dem Mark geht es verdammt eng zu.

Ein nicht gerade großzügig bemessener Radweg sorgt immer wieder dafür, dass die von Radlern ohnehin rege benutzte Streckenführung zum echten Nadelöhr für Fußgänger und Drahteselfahrer wird. Ein Umstand, den jetzt auch die SPD-Fraktion ins Visier genommen hat. Sie ist unzufrieden mit der Umsetzung der Radverkehrsführung am neuen Verbrauchermarkt. Christoph Zenker für die Fraktion: „Die SPD-Fraktion ist grundsätzlich zufrieden, dass mit der Neueröffnung des Supermarktes am Connewitzer Kreuz letztendlich ein Kompromiss umgesetzt wurde, der auf eine Aufwertung und den Ausbau des bestehenden Supermarktes gesetzt hat. Damit wurden gleichzeitig die Pläne eines großen Einkaufszentrums auf dem Areal zwischen Koch- und Scheffelstraße zu den Akten gelegt.“

Denn ursprünglich gab es Pläne, in Connewitz ein großes Einkaufszentrum mit bis zu 4.000 Quadratmeter Verkaufsfläche zu errichten. Die Stadt entschied sich allerdings im Herbst 2012 gegen das Großprojekt. Statt dessen hat die Rewe-Group an selber Stelle einen Markt auf rund 1.400 Quadratmetern errichtet. Unzufrieden ist man laut SPD-Fraktion jedoch damit, dass ein Ergänzungsantrag vom Januar 2012 zum „Vorhabenbezogenen Bebauungsplan Verbrauchermarkt Connewitzer Kreuz“ in keinster Weise umgesetzt wurde. Die SPD hatte gefordert, dass parallel zum Bebauungsplanverfahren die Stadtverwaltung einen Vorschlag zur Führung des Radverkehrs entlang der Karl-Liebknecht-Straße (zwischen Arno-Nitzsche-Straße und Scheffelstraße) macht und diesen im Zuge der Realisierung der Investition umsetzt. Zudem sollten die Anzahl der Abstellmöglichkeiten für Fahrräder erhöht werden.

Christopher Zenker, Stadtrat aus dem Leipzig Süden: „Bereits vor dem Umbau des Supermarktes gab es aufgrund der begrenzten Breite des kombinierten Geh- und Radweges Konflikte in der Nutzung zwischen Radfahrern und Fußgängern. Mit der neuen Ladenzeile steigt das Konfliktpotenzial deutlich, da Ein- und Ausgänge Richtung Gehweg erfolgen. Es ist für uns daher nicht hinnehmbar, dass die Radverkehrsführung in den letzten zwei Jahren nicht überarbeitet, geschweige denn ein Vorschlag dazu unterbreitet wurde. Wir fordern die Stadtverwaltung auf, zügig eine neue Radverkehrsführung entlang des kurzen Teilstücks zu realisieren. In der Bauphase wurde der Radverkehr bereits, wie auf dem Rest der Karl-Liebknecht-Straße auch, auf der Straße geführt. Das hat problemlos funktioniert und kann daher zur dauerhaften Lösung werden. Darüber hinaus sollten die Anzahl der Abstellmöglichkeiten für Fahrräder entlang der neuen Ladenzeile erhöht werden. Auch diese Hausaufgabe wurde nicht erledigt. Wir fordern daher eine zeitnahe Aufstockung der Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.“

Der neue Supermarkt wurde nach Entwürfen der Architekten Daab Nordheimer Reutler gebaut, wie die Rewe-Group mitteilte. Zu dem Thema liegt dem Stadtrat ein Ergänzungsantrag der SPD-Fraktion „Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 307 Verbrauchermarkt am Connewitzer Kreuz; Stadtbezirk Leipzig-Süd, OT Connewitz; Aufstellungs-, Billigungs- und Auslegungsbeschluss“ vor.
Der SPD-Antrag als PDF zum download.


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