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Der erste Abschnitt der Georg-Schwarz-Straße wird ab Mai gebaut

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    Es wird Radwege geben in der westlichen Georg-Schwarz-Straße. Der kurze Versuch im Jahre 2015, die Straße als schnellen Durchfahrparcours zu sichern, hat wenig Zuspruch gefunden. Dazu wohnen mittlerweile auch wieder zu viele Leute in Leutzsch und wünschen sich etwas anderes als eine Straße zum Durchrasen. Im Gegenteil: Hier geht es um Fußgänger, Radfahrer, bessere Querungen, bessere Haltestellen. Ab April wird in der Georg-Schwarz-Straße gebaut.

    2015 war die große Diskussion zur Neugestaltung der Georg-Schwarz-Straße zwischen Hans-Driesch-Straße und Philipp-Reis-Straße. Immerhin 750 Meter Straße, fast überall ein Buckelpflaster und heruntergefahrener Asphalt, gerade vor den 2006 eröffneten Leutzsch-Arkaden für Fußgänger hochgradig gefährlich, wenn hier der Verkehr um die Ecke braust. Aufenthaltsqualität auf der kompletten Strecke praktisch Null. Deswegen war die Gestaltung dreier Plätze auch einer der Schwerpunkte in der Bürgerbeteiligung. Eigentlich ist es nur ein einziger Platz – jene sehr unübersichtliche Kreuzung vor den Leutzsch-Arkaden. Nicht nur der Platz direkt vor diesem Einkaufscenter soll endlich anspruchsvoll gestaltet werden, auch die praktisch gegenüberliegende Einmündung der William-Zipperer-Straße soll eine eigene Gestaltung bekommen. Und dasselbe gilt für die Einmündung der Junghanßstraße, die westlich der Leutzsch-Arkaden verläuft. Auch hier eher unübersichtlicher Einkaufsverkehr und blanke Not gerade für ältere Menschen, wenn sie über die Straße kommen wollen.

    Der Platz vor den Leutzsch-Arkaden. Foto: Ralf Julke
    Der Platz vor den Leutzsch-Arkaden. Foto: Ralf Julke

    Eine wichtige Erleichterung wird eine völlig neue Ampelanlage in Höhe der Einmündung der William-Zipperer-Straße.

    Im Grunde ein überfälliges Projekt, das hier im Westen von Leutzsch für rund 11 Millionen Euro endlich angepackt wird. Bei dem die Kompletterneuerung der Straße im Zentrum steht, denn weder Bürgersteige noch Straßenpflaster genügen dem Stand der Zeit.

    Die LVB bauen die Doppelgleise der Straßenbahn auf den kompletten 750 Metern neu, die Wasserwerke erneuern im Untergrund schon ab April 1,4 Kilometer Leitungen fürs Trinkwasser. Hinterher, wenn’s fertig ist, verspricht Ulrich Meyer, Geschäftsführer der Wasserwerke, sind hier alle Trinkwasseranschlüsse auf modernstem Stand. Dasselbe gilt für über 1 Kilometer Abwassersammler. Allein die Aufwendungen der Wasserwerke summieren sich in dieser Baustelle auf 2,97 Millionen Euro.

    Die Leipziger Verkehrsbetriebe setzen 5,1 Millionen Euro ein, um den ganzen Gleisabschnitt zu erneuern. Die gute Nachricht für alle, die hier wohnen: die beiden Haltestellen Pfingstweide und Philipp-Reis-Straße werden bei der Gelegenheit barrierefrei umgebaut. „Was uns beim barrierefreien Ausbau im Netz ein ganzes Stück nach vorne bringt“, sagt LVB-Geschäftsführer Ronald Juhrs. Aktuell seien 65 Prozent aller Haltestellen im Straßenbahn-Netz barrierefrei. „Das ist selbst im Großstädtevergleich ein guter Wert.“ Jetzt arbeite man sich mit fünf neuen barrierefreien Haltestellen im Jahr 2017 so langsam auf die 70-Prozent-Marke zu. (Die anderen entstehen in der Karl-Heine-Straße und in Stötteritz.)

    Da die Georg-Schwarz-Straße „von Hauswand zu Hauswand“ komplett erneuert wird, wie Planungsbürgermeisterin Dorothee Dubrau betont, hat auch die Stadt selbst einen gehörigen Posten zu investieren: rund 3 Millionen Euro, davon 1,8 Millionen Euro Fördermittel. Und die gibt es auch nur, weil die separaten Radstreifen auf der ganzen Länge mit eingeplant sind und eben nicht nur alles fürs Parken umgebaut wird. Die Parkflächen werden wieder – wie bei anderen Hauptstraßen erprobt – zwischen Baumscheiben eingeordnet, so dass es auch die Pflanzung von 27 neuen Bäumen in diesem Straßenabschnitt geben wird.

    Da die Abstimmungen mit den Bürgern und dem Stadtrat alle schon erfolgt sind, kann losgebaut werden. Richtig sichtbar wird das ab Ende Mai. Dann beginnt ganz offiziell die Arbeit am ersten Bauabschnitt von der Hans-Driesch-Straße bis zur William-Zipperer-Straße. In einem Abwasch lässt sich diese lange Straße nicht bauen. Bis zum 14. Oktober soll dieser erste Bauabschnitt bis zu den Leutzsch-Arkaden fertig sein. Dann ist Winterpause und im Frühjahr 2018 geht es dann weiter mit dem Abschnitt von der William-Zipperer-Straße bis zur Philipp-Reis-Straße. Also im Grunde zwei Jahre, in denen es in Leutzsch zu mehrfachen zeitlichen Umleitungsregimen kommen wird und die LVB sich mit der Straßenbahnlinie 7 etwas einfallen lassen müssen, um den Verkehr nach Böhlitz-Ehrenberg aufrechtzuerhalten.

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