1.5 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Leipziger Agenda-Preise 2012: Sieben Mal Anerkennung für Engagement für die Stadt

Mehr zum Thema

Mehr

    Am Dienstag, 22. Mai, wurden im Festsaal des Neuen Rathauses die Leipziger Agenda-Preise 2012 verliehen. In fünf Kategorien wurden Preisgelder in einem Gesamtumfang von 14.000 Euro sowie Sachpreise im Wert von rund 10.000 Euro vergeben.

    Mit diesem Preis würdigen die Auslober besonders Engagement von Einzelpersonen, Initiativen und Unternehmen für eine zukunftsfähige Entwicklung der Stadt Leipzig und geben ausgewählten Projekte eine Anschubunterstützung. Erstmals wird in diesem Jahr dabei ein Preis in der Kategorie „Jugendprojekte vergeben. Der Preis wird ausgelobt durch die Stadtwerke Leipzig GmbH, die Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft (VNG), die Sparkasse Leipzig und die Stiftung „Bürger für Leipzig“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig. Die Kategorie „klimabewusst mobil in Leipzig“ wird speziell ausgelobt durch die Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH, die Mobility Center GmbH und die nextbike GmbH.

    In der Kategorie Ehrenamtliches Engagement wurden drei Preise verliehen.

    Der erste ging an Marisa Sanchéz. Sie engagiert sich als Vorsitzende des Vereins Deutsch-Spanische Freundschaft e.V. für die interkulturelle Verständigung in Bezug auf den spanischen und lateinamerikanischen Kulturraum. Dabei führt sie vielfältige kulturelle Veranstaltungen durch, organisiert die individuelle Beratung von Migranten und unterstützt andere Migranteninitiativen z.B. beim Aufbau eigener Vereine. Mit ihr wird erstmals eine Leipzigerin mit Migrationshintergrund mit dem Agenda-Preis ausgezeichnet.

    Der zweite Engagement-Preis ging an Christoph Bernhard. Er wirkt seit fast 20 Jahren als Vorsitzender des Fördervereins Gohliser Schlösschen e.V. Unter seiner Leitung hat der Verein im Jahr 2003 die Verantwortung als Träger des Hauses übernommen und dafür gesorgt, dass es nach der Schließung durch die Stadt Leipzig wieder öffentlich genutzt werden kann. Christoph Bernhard hat den Trägerverein in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich weiter aufgebaut, steuert den laufenden Betrieb und wirkt mit bei der Organisation kultureller Veranstaltungen mit.

    Einen Preis bekam auch Roman Grabolle. Er engagiert sich im Rahmen des Vereins HausHalten e.V. insbesondere für die Nutzung leerstehender Gebäude in der Georg-Schwarz-Straße. Er nimmt Kontakt mit Haueigentümern auf und wirkt als unermüdlicher Vermittler zwischen Initiativen und Eigentümern. Dabei ermöglicht er auch den Zugang zum Erwerb oder zur Pacht von Häusern durch Initiativgruppen. Er setzt mit seinem Engagement ein Zeichen dafür, dass auch in schwierigen städtebaulichen Lagen eine positive Entwicklung möglich ist.

    Mit der Kategorie „Initiativen und Unternehmen“ wird das langjährige Engagement von Vereinen, Initiativen und Unternehmen für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Leipzig gewürdigt.
    Den Preis in dieser Kategorie erhält das Mütterzentrum e.V. Leipzig. Der Verein ist Träger von sozialen Treffpunkten für Familien in vier Leipziger Stadtteilen sowie von zwei Kindergärten. Besonders hervorgehoben wurde bei der Preisvergabe das Engagement des Vereins bei Neubau eines Gebäudes zur Erweiterung des Kindergartens „Treffpunkt Linde“ in Plagwitz. Das Gebäude wurde unter besonderer Berücksichtigung von Umweltaspekten und mit umfangreicher praktischer Mitwirkung der Eltern realisiert.

    In den Kategorien „Jugendprojekte“ und „Ideen“ werden vorbildhafte neue Projekte gewürdigt, die mit dem Preisgeld auch eine Unterstützung für die Startphase der Projektarbeit erhalten.

    In der Kategorie Jugendprojekte erhält den Preis die Initiative Querbeet. Die Gruppe hat eine ca. 2.000 m² große Brachflächen an der Hermann-Liebmann-Straße gepachtet und organisiert dort eine temporäre Nutzung als Gemeinschaftsgarten. Gesellige Veranstaltungen und Events ergänzen die Aktivitäten auf dieser Fläche. Eine außergewöhnliche Resonanz erfuhr die Initiative bereits zu Ihrer Eröffnungsveranstaltung am 12. März, die von über 400 Gästen besucht wurde. Träger der Initiativgruppe ist der Verein Mühlstraße 14 e.V..

    Den Preis in der Kategorie „Ideen“ erhält die Genossenschaft Neue Eigentlichkeit eG. Das Team der Genossenschaft hat sich das Ziel gesetzt, ein alternatives Kino mit Galerie und Bar in der Leipziger Innenstadt zu etablieren. Projekte dieser Art fehlen im Zentrum der Stadt bisher völlig, daher würde das Projekt eine Bereicherung der kulturellen Szene der Stadt bedeuten. Die Genossenschaft hat inzwischen über 90 Mitglieder, die das Vorhaben unterstützen.

    Wettbewerb „Klimabewusst mobil in Leipzig“.

    Im Wettbewerb „klimabewusst mobil in Leipzig“, der erstmals eine Kategorie im Rahmen des Agenda-Preises ist, wird das Engagement von Unternehmen und Einrichtungen für eine umweltfreundliche Mobilität ihrer Mitarbeiter gewürdigt. Dabei wird sowohl der Weg zur und von der Arbeit als auch die betriebliche Mobilität betrachtet.

    Den Hauptpreis erhält in diesem Jahr das Ingenieurbüro seecon Ingenieure GmbH. Die Mitarbeiter nutzen in großem Umfang CarSharing für ihre betriebliche Mobilität und haben für die restlichen Autofahrten zwei mit Autogas betriebene Dienstfahrzeuge zur Verfügung. Dienstfahrten mit dem privaten Fahrrad werden mit Kilometergeld erstattet. Für die privaten Fahrten zur Arbeit stellt das Unternehmen den Mitarbeitern ein Job-Ticket für die Nutzung des ÖPNV zur Verfügung.

    Der Preis in der Kategorie „klimabewusst mobil in Leipzig“ ist mit der Übergabe eines künstlerisch gestalteten Pokals verbunden, der jedes Jahr vom Preisträger des vergangenen Jahres an den neuen Wettbewerbssieger weitergegeben wird. Daneben haben sich an diesem Wettbewerb die Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH, die nextbike GmbH und die Mobility Center GmbH mit der Vergabe hochwertiger Sachpreise beteiligt.

    www.LeipzigerAgenda21.de

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ