Ab Juni geht das Leipziger Theaterprojekt "Kunst-Macht-Arbeit" in eine weitere Runde. Das Jobcenter Leipzig hat zwei neue Maßnahmen mit insgesamt 40 Teilnehmerplätzen dazu bewilligt. Seit 2007 fördert das Jobcenter Leipzig Theaterprojekte. Etwa ein Drittel der Arbeitslosen, die am Projekt teilnehmen, schafft innerhalb von drei Monaten den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt oder in eine Berufsausbildung. Das soll auch so weitergehen.
„Unser Ziel ist es nicht, Schauspieler hervorzubringen, sondern die Menschen über kreatives Arbeiten zu bestärken, um wieder den Anschluss an die Berufswelt zu schaffen“, erklärt Dr. Simone Simon. Thomas Edom, Leiter des Theaterprojekts, ergänzt: „Wir werden durch die neuen Fördermaßnahmen auch weiterhin langzeitarbeitslosen Bürgern der Stadt die Chance geben, sich quasi spielerisch auf eine neue berufliche Etappe vorzubereiten“.
Nach der jüngsten Premiere des Leipziger Theaterprojekts für
langzeitarbeitslose Leipziger am Freitag, 11. Mai, hatte Thomas
Edom, Projektleiter beim Träger Jugend, Kultur und Medienwerkstatt
e.V., gleich doppelt Grund zur Freude. Denn nicht nur die Premiere
des Stücks „Der letzte Macht das Licht aus!“ verlief pannenfrei,
sondern die neuen Bewilligungsbescheide vom Jobcenter Leipzig sind
ebenfalls eingetroffen. Ab Juni wird der Träger unter dem bekannten
Projektnamen „Kunst-Macht-Arbeit“ zwei weitere Theaterprojekte für
Langzeitarbeitslose durchführen.
„Am Anfang der Maßnahmen stehen die Teilnehmer unserer Arbeit oft
skeptisch gegenüber. Aber im Laufe der Zeit und erst recht nach
einer erfolgreichen Aufführung, erleben wir selbstbewusstere
Menschen, die wieder den Mut und den Willen haben, sich aus der
beruflichen Sackgasse heraus zu manövrieren. Genau darin besteht
unser Ziel“, so der Projektleiter.
Auch Dr. Simone Simon, Geschäftsführerin des Jobcenters Leipzig,
begrüßt die Fortsetzung des Projekts. „Die Theaterarbeit mit allem,
was auf, vor und hinter der Bühne dazugehört, ist eine gute
Möglichkeit, Menschen wieder beruflich voran zu bringen. Neben dem
Einstudieren eines Theaterstücks, werden so auch Teamfähigkeit,
Durchhaltevermögen und Verlässlichkeit vermittelt – Eigenschaften,
die im Berufsleben sehr wichtig sind“, so die
Jobcenter-Chefin.
Die Besucher der Theaterpremiere am vergangenen Freitag konnten
sich selbst ein Bild zum Ergebnis des Kreativprojektes machen. Die
insgesamt zwanzig jungen Menschen, die seit Anfang des Jahres unter
professioneller Anleitung als Darsteller oder Bühnengestalter das
Stück „Der Letzte macht das Licht aus!“ auf die Beine gestellt
haben, wurden von den Besuchern begeistert gefeiert. Das
Theaterstück beschäftigt sich mit dem Thema Mobbing an der Schule.
In den nächsten Wochen stehen weitere Aufführungen vor Schulklassen
an. Die Jugendlichen kommen mit ihrem Theaterprojekt nach Absprache
auch gern in interessierte Einrichtungen oder Unternehmen.
Ab Juni beginnen dann zwei weitere Theaterprojekte für insgesamt 40 Teilnehmer. Im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten, sogenannte „Ein-Euro-Jobs“, eine davon ausschließlich für unter 25-Jährige, werden langzeitarbeitslose Leipziger Bürger mit den Mitteln und Methoden der Theaterarbeit wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt. Neu an den ab Juni laufenden Maßnahmen ist, dass diese ohne sozialpädagogische Begleitung stattfinden. Denn durch die Instrumentenreform ab 1. April ist dies nicht mehr möglich.
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