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SPD-Fraktion beantragt Verbesserung der Leipziger Patenschaftsmodelle

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    Die Leipziger sind gern Paten. Wo sie Verbesserungen im öffentlichen Raum unterstützen können, engagieren sie sich auch nach ihren Möglichkeiten. Sie sponsern Bäume, finanzieren Bänke, helfen bei der Inbetriebnahme von Brunnen. Nur ein bisschen kompliziert ist das Ganze, findet die SPD-Fraktion im Stadtrat. Das müsste einfacher gehen.

    „Viele Leipzigerinnen und Leipziger möchten sich für Ihre Stadt engagieren. Viele tun es bereits über ehrenamtliche Arbeit, aber auch finanzielle Zuwendungen werden gern gegeben. Oft scheitert diese generelle Bereitschaft jedoch an unklaren Informationen oder fehlenden Ansprechpersonen“, benennt die SPD-Fraktion das Problem in einem Antrag für die nächste Ratsversammlung. Es mangelt – wie so oft – an leicht zu findenden und übersichtlichen Informationen: „Eine koordinierte Information, Beratung und Begleitung interessierter Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen kann die tatsächlichen Potenziale bestehender Patenschaftsmodelle stärken. Das Vorhalten von Möglichkeiten, die nicht genutzt werden, trägt nicht zu einem professionellen Erscheinungsbild bei. Gleichzeitig konterkariert es die Patenschaftsmodelle, die in der Regel erst über den Stadtrat geschaffen wurden. Dass der Handlungsbedarf groß ist, belegt etwa die Tatsache, dass bestehende Patenschaftsprogramme wie das für Springbrunnen nicht genutzt werden, wie eine Anfrage meiner Fraktion ergab.“

    Es geht also um eine sinnvolle Bündelung und einen erreichbaren Ansprechpartner.

    „Ein solidarisches Miteinander in einer lebenswerten Stadt wird nicht nur von der Stadtverwaltung, sondern gerade von den ansässigen Unternehmen und den Leipzigerinnen und Leipzigern selbst gestaltet“, betont die SPD-Fraktion. „Auf städtischer Seite bedarf es klarer Ansprechpersonen, um zwischen der Bürokratie der Stadtverwaltung, Spendenbedarfen, Möglichkeiten und Interessenbekundungen von verschiedenen Seiten zu vermitteln. Mittels einer Evaluation kann rückblickend entschieden werden, welche Patenschaftsmodelle tatsächlich zielführend sind.“

    Für Bänke haben wir auf der Homepage der Stadt noch kein Angebot gefunden, aber zumindest für Baumpatenschaften („Baumstarke Stadt“), Springbrunnen und Fontänen und Grabmäler sind die Angebote alle auf einer Seite des Amtes für Stadtgrün und Gewässer gebündelt. Ansprechpartner sind freilich jedes Mal andere Personen.

    Was sich aus Sicht der SPD-Fraktion freilich besser bündeln ließe. Die Öffentlichkeitsarbeit könnte verbessert werden, ein Faltblatt könnte bis Ende 3. Quartal 2017 entwickelt werden. Und die bisher bestehenden Patenschaftsmodelle im Zeitraum 2011 bis 2016 könnten „hinsichtlich der Nachfrage und Abschluss einer Patenschaft bis Ende 4. Quartal 2017“ evaluiert werden. „Mit Blick auf die Ergebnisse der Evaluation entwickelt die Stadt Leipzig ein Konzept, wie die bestehenden Patenschaftsmodelle verbessert werden können und legt dies dem Stadtrat bis zum Ende des 1. Quartal 2018 vor“, beantragt die SPD-Fraktion auch noch.

    In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

    https://www.l-iz.de/bildung/medien/2017/01/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

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