Die berühmte Löffelfamilie muss wieder repariert werden und sucht liebevolle Spender

Für alle LeserEs ist nicht nur die bekannteste, sondern auch die beliebteste Leipziger Familie: Die Löffelfamilie, wohnhaft an der Karl-Liebknecht-Straße/Ecke Braustraße seit 1973. Und sie tut nichts anderes, als emsig Suppe zu löffeln. Hell erleuchtet in der Nacht. Außer, es wurde mal wieder etwas kaputt gemacht an Leipzigs meistgeliebter Reklame. Dann bekommt der Verein, der sich um sie kümmert, gewaltige Probleme und braucht jede Menge Unterstützung.

So ist es auch diesmal wieder. Die legendäre Löffelfamilie muss mal wieder Spenden sammeln. Doch diesmal geht es nicht um Verschönerung der Kult-Leuchtreklame in der Karl-Liebknecht-Straße, sondern um deren Heilung. Im Zusammenhang mit einer Protestaktion gegen die Räumung des sogenannten Black Triangle amputierten die Verursacher beim Aufhängen ihres Protestplakats Vater, Sohn und Tochter der Löffelfamilie. Die Kosten der Reparatur werden für das Vereinsbudget beträchtlich sein, teilt der Trägerverein nun mit. Denn jede einzelne Röhre im Gesamtbild ist ja Handanfertigung

„Besonders absurd ist diese Zerstörungswut“, so Peter Dorsch, Vorsitzender des Löffelfamilie e.V. „im Falle der Feinkost-Genossenschaft, an deren Fassade sich die Löffelfamilie befindet. Die Losungen der Protestierenden ‚Häuser denen, die drin wohnen‘ und linke Freiräume sind auf diesem Grundstück längst verwirklicht.“

Die Plakataktion auf der Leuchtreklame. Foto: Mathias Matzek / Peter Dorsch

Die Plakataktion auf der Leuchtreklame. Foto: Mathias Matzek / Peter Dorsch

1973 wurde die Leuchtreklame für den damals hier ansässigen VEB Feinkost Leipzig an der Fassade angebracht. Als nach der Wiedervereinigung 1990 viele der alten Leipziger Leuchtreklamen zu verschwinden drohten, fanden sich schnell Engagierte, die um die Bewahrung dieses besonderen Stücks Reklame-Kunst kämpften. Seit 1993 ist die Leuchtreklame anerkanntes Kulturdenkmal, musste aber inzwischen schon zwei Mal aufwendig repariert werden. Sie hängt ja nicht im Museum, sondern im öffentlichen Raum. Und sie ist voll funktionsfähig und kann auch mit einer kleinen Spende via Handy (siehe unten) zum Leuchten gebracht werden.

Nur fällt natürlich derzeit auf, dass einige Arme nicht mehr emsig zu Munde geführt werden, weil die sensiblen Leuchtstoffröhren beschädigt wurden.

Um das baldmöglichst wieder in Ordnung zu bringen, sucht der Verein jetzt Spender, die die Reparatur helfen mitzufinanzieren. Auch ganz besondere Spender: „Ganz besonders würde sich die Löffelfamilie über Spenden aus dem Kreis der Black Triangle Unterstützer freuen!“

Wer sich an den Behandlungskosten gegen eine Spendenbestätigung beteiligen möchte:

Löffelfamilie e. V.

DE56 8605 5592 1100 9140 87

Sparkasse Leipzig

Und für Liebhaber der leuchtenden Löffelei: Die Neonreklame „Löffelfamilie“ kann per Anruf 0900LOEFFEL (oder 0900 5633335) gebührenpflichtig eingeschaltet werden. Nach ca. 1 min. Kurz-Hörspiel leuchtet das Licht mit seinen Schaltbewegungen für 3 Minuten.

Es ist aber auch möglich, eine Spenden-SMS zu senden mit dem Wort „Löffelfamilie“ an die Nummer 81190, wonach die Neonreklame für 3 Minuten eingeschaltet wird.

Beide Möglichkeiten kosten 3,00 Euro, werden über die Telefonrechnung belastet und dem Verein für die Stromkosten gutgeschrieben.

Weltweit kann die „Löffelfamilie“ über die Webcam auf der Löffelfamilien-APP verfolgt werden. Diese kann mit dem Link https://www.dropbox.com/s/2ndybj8hsn00hq7/loeffelapp.apk?dl=0 auf ein Androidhandy installiert werden.

Demonstration für das „Black Triangle“ nach Flaschenwürfen und Polizeimaßnahmen vorzeitig beendet + Video

Löffelfamilie
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Foto: Luise Schöpflin

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