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Black Triangle: Leipzig sieht keine Chance für die Übernahme des Bahngeländes in Marienbrunn

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    Am 15. Januar kochten die Gemüter noch einmal hoch rund ums sogenannte „Black Triangle“ in Marienbrunn, eigentlich recht ruhig gelegen auf einer kleinen Landspitze zwischen den Gleisen der S-Bahn, in den letzten Jahren von emsigen Kulturmachern besetzt, illegal. Nun durchsuchte die Polizei das Gelände, traf aber niemanden an. Und die Stadt bekam die Frage auf den Tisch: Kann Leipzig das Grundstück nicht einfach kaufen? Lieber nicht, meldet die Stadtverwaltung zurück.

    Das würde erst richtig teuer werden. Denn die Idylle trügt.

    Die Stadt Leipzig sieht kaum Chancen für eine Übernahme des Bahn-Grundstücks im südlichen Gleisdreieck im Stadtteil Marienbrunn, teilte die Verwaltung nun am Montag, 21. Januar, mit. Eine erste Überprüfung habe eine bereits dokumentierte Schadstoffbelastung sowie hohe Anforderungen an den Denkmalschutz gezeigt.

    Wobei der Denkmalschutz des alten Bahngebäudes wohl eher nicht das Problem wäre. Aber die hohe Schadstoffbelastung würde eine Sanierung sehr teuer machen.

    Auf dem Grundstück befinden sich ein ehemaliges Kraftwerk samt Turbinenhalle, Kesselhaus und Kohlebunker sowie vier kleinere Wohnbauten. Die Gebäude wurden 1905 errichtet und stehen seit 1993 unter Denkmalschutz. Ebenso ist das Grundstück, das bis 1994 in Benutzung war, als ehemaliges Bahn-Betriebsgelände im sächsischen Altlastenkataster erfasst. Unter anderem befanden sich auf dem Gelände ein Ölkeller, Kohlelager und Werkstätten.

    Erste Untersuchungen ergaben erhöhte Schadstoffgehalte im Boden, so die Verwaltung. Für eine eventuelle Nachnutzung sei ein Gutachten zur Gefährdungsabschätzung erforderlich. „Ein Grundstückskauf beinhaltet aus Sicht der Stadt hohe Risiken für den Steuerzahler und ist daher nicht realistisch. Zunächst ist die Deutsche Bahn in der Pflicht; dies ist auch Grundlage für mögliche Gespräche“, so Leipzigs Stadtverwaltung.

    Das Gelände im Eigentum der Deutschen Bahn war in der Vergangenheit über Jahre illegal besetzt gewesen. In der vergangenen Woche hatte die Polizei das Gelände durchsucht und es an die Eigentümerin zurückgegeben. Die Deutsche Bahn erwägt einen Verkauf des Grundstücks. Was freilich eine Bodensanierung und eine denkmalschutzgerechte Restaurierung der Gebäude kosten würde, wurde noch nicht beziffert.

    Demonstration für das „Black Triangle“ nach Flaschenwürfen und Polizeimaßnahmen vorzeitig beendet + Video

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