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Eine Karte, die zeigt, welche Vögel wo in Deutschland (noch) beobachtet werden

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    Immer mehr Menschen haben gemerkt, wie still es draußen geworden ist, dass immer mehr Stimmen aus der Tier- und Insektenwelt fehlen. Man freut sich ja mittlerweile, wenn man die flatternden Tierchen noch unterwegs sieht. Und immer mehr Menschen machen mittlerweile mit bei den vom NABU initiierten Vogelzählungen oder beim Insektenzählen. Das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) hat sich mit Hobby-Ornithologen zusammengetan, um eine interaktive Webkarte zur Vogelbeobachtung aufzulegen. Und bekam auch gleich eine Würdigung dafür.

    Denn natürlich braucht man Daten über das, was noch da ist an heimischer Vogelwelt. Damit man wenigstens weiß, wo die Gefiederten noch vorkommen und in welcher Zahl.

    „Artenvielfalt erleben. Wie Naturforschung vor der eigenen Haustür von interaktiven Webkarten profitiert“ nennt sich das Projekt des Leibniz-Instituts für Länderkunde, des Leibniz-Instituts für Wissensmedien und des Dachverbands Deutscher Avifaunisten. Es wurde am Montag, 26. Oktober, als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

    Die Würdigung nahm Dr. Jan Ole Kriegs, Direktor des Naturkundemuseums Münster, vor. Die Auszeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen.

    Im Projekt „Artenvielfalt erleben“ haben Wissenschaftler gemeinsam mit Hobbyforschern ein Webportal zur Analyse ornithologischer Beobachtungsdaten entwickelt. Die Community von ornitho.de hat in den vergangenen Jahren bereits über 50 Millionen Vogelbeobachtungen gesammelt und dokumentiert. Mit dem am 19. Oktober 2020 veröffentlichten Ornitho-Regioportal können diese Beobachtungen nun von der Öffentlichkeit genutzt und ausgewertet werden.

    „Das Projekt setzt ein deutliches Zeichen für das Engagement zur Erhaltung biologischer Vielfalt in Deutschland. Die Idee, Umsetzung und Ergebnisse des Verbundprojekts aus Wissenschaft und naturbegeisterten Bürgern haben uns nachhaltig beeindruckt“, so die UN-Dekade-Fachjury in ihrer Begründung. Die Entwicklung folgte dem Citizen Science-Ansatz zur Beteiligung von Bürgern an wissenschaftlichen Fragestellungen und wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

    Man findet die Vorstellung des Projekts auch auf der Webseite der UN-Dekade in Deutschland unter www.undekade-biologischevielfalt.de.

    Die Entwicklung des Ornitho-Regioportals erfolgte in enger Abstimmung zwischen den Projektpartnern. Das Leibniz-Institut für Länderkunde realisierte die praktische Umsetzung des Auswertungsportals und bildete die Schnittstelle von Bürgerbeteiligung, Programmierung und Begleitforschung.

    Der Dachverband Deutscher Avifaunisten lieferte die Datengrundlage für die interaktiven Karten und vermittelte über seine Mitglieder wichtige Anregungen zum Funktionsumfang des Webportals. Der Fokus des Leibniz-Instituts für Wissensmedien lag auf einer möglichst intuitiven Handhabung als wichtige Voraussetzung für eine hohe User-Akzeptanz und damit die intensive Nutzung des Portals.

    Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte den Blick auf den Wert der Naturvielfalt und die Chancen, die sie uns bietet.

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