Wirtschaftswoche probiert sich an einem neuen Ranking: Wie bewertet man die Nachhaltigkeit einer Stadt?

Sie lernen es einfach nicht. Auch nicht bei der "Wirtschaftswoche", die pünktlich zum Wochenende ein neues Ranking ausgegeben hat. "Sustainable City Indikator 2012" heißt das Ding. Es geht um Nachhaltigkeit. Irgendwie. Dass Leipzig in diesem Ranking unter 56 großen Städten auf Platz 32 (zwischen Köln und Ludwigshafen) landet, hat nichts, aber auch gar nichts mit Nachhaltigkeit zu tun.
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Zumindest ahnt man im Hause „Wirtschaftswoche“, was eine nachhaltig strukturierte Stadt sein könnte: „Saubere Luft, viele Erholungs- und Grünflächen, wenig Verkehr, gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, eine hohe Lebenserwartung …“

„Bei der erstmals durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchung wurden die 50 größten deutschen Städte anhand von 56 ökologischen und sozial-ökonomischen Einzelkriterien in den Kategorien Energie & Verkehr, Umwelt, Sozialkapital, Humankapital, Wirtschaftskraft und Transparenz untersucht“, erklärt man weiter, was man gemacht hat. Die wirklichen Kriterien will man erst am Montag, 18. Juni, online zugänglich machen.

Aber schon die einzelnen Rubriken erinnern daran, dass die WiWo in der Vergangenheit eher mit Rankings zu Wirtschafts- und Sozialplatzierungen glänzte. Und dass man auch hier noch immer in den neoliberalen Rastern denkt und entsprechend die Daten zusammengesucht hat, zeigt schon die Verwendung des Wortes „Humankapital“. Dahinter sollen Zahlen zur Beschäftigungslage, zur Bildung und zur Kinderbetreuung stecken. Leipzig bekommt hier einen Platz 42 verpasst.

Bei Soziales, wo es um „demografische Komponenten, Sicherheit, Gesundheit und Erholung“ gehen soll, wird es ein Platz 38, bei „Wirtschaftskraft“ ein Rang 36. Das sind die üblichen Kriterien einer neoliberalen Betrachtung der „Wettbewerbsfähigkeit“ einer Stadt. Sie fragen nicht nach der Art der Wirtschaft vor Ort, nicht nach der Nachhaltigkeit von Wirtschafts- und Beschäftigungsstrukturen. Aber sie bringen eine Stadt wie Stuttgart, die dieses Gesamtrankings gewinnt, natürlich nach vorn. Die WiWo dazu: „Die baden-württembergische Landeshauptstadt erzielt über alle untersuchten Kategorien hinweg überdurchschnittlich gute oder sehr gute Werte. Vor allem in den Bereichen Soziales, Bildung und Wirtschaftsleistung kann die Schwaben-Metropole punkten und somit leichte Schwächen in den Kategorien Umwelt (Platz 16) sowie Verkehr & Umwelt (Platz 13) kompensieren.“

Schwächen bei Umwelt und Verkehr?
An der Stelle hätten selbst die Wirtschaftsredakteure der WiWo stutzen sollen. Wie können Kriterien aus dem traditionellen Standort-Wettbewerbs-Denken dazu führen, dass eine Stadt deshalb in einem Nachhaltigkeitswettbewerb gewinnt? Nur zum Vergleich: Leipzig kommt beim Aspekt Umwelt auf Platz 20, bei Energie & Verkehr auf 17, läge bei den eigentlichen Nachhaltigkeitsaspekten also relativ dicht hinter Stuttgart.

Bei Transparenz gestehen die Tester Leipzig einen 24. Platz zu, Stuttgart freilich einen 7. Dresden zum Vergleich bekommt für seine Bürgerinformationspolitik einen 50. Platz.

Auch für Münster, das im „WirtschaftsWoche Sustainable City“ Indikator Rang 2 belegte, gilt: Die Stadt in Westfalen „schneidet in allen untersuchten Nachhaltigkeitskategorien überdurchschnittlich gut ab. Neben Spitzenwerten bei Gesundheit, Gemeinwesen und Erholung, bietet sie ihren Bürgern eine besonders hohe nachhaltige Lebensqualität in den Bereichen Beschäftigung, Bildung und Kinderbetreuung (Kategorie Humankapital, Platz 3). Ähnlich stark schneidet auch das drittplatzierte Freiburg ab. Die südlichste Großstadt Deutschlands erzielt Spitzenwerte in den Kategorien Energie & Verkehr, Umwelt und Humankapital. Weniger gut schnitten die Freiburger jedoch in den Kategorien Transparenz (Platz 22) und Wirtschaftskraft (Platz 30) ab, was sie letztlich den Sieg im Gesamtranking kostete.“

Was dann logischerweise den bekannten Effekt hat: Alle Städte in der Spitzengruppe liegen im Westen. Die erste ostdeutsche Stadt ist auf Rang 11 Rostock, das – siehe oben – allein durch seine Wirtschaftsdaten gehandicapt wird. Mit den Rängen 4 für Umwelt, 3 bei Energieressourcen und 11 bei Transparenz hätte die Stadt in Mecklenburg-Vorpommern sonst ganz vorn mitgemischt. Und zwar deutlich vor Stuttgart und Münster.

Als nächste ostdeutsche Städte kommen dann Erfurt, Dresden und Chemnitz auf den Rängen 21, 22 und 23. Alle benachteiligt durch die Daten aus dem Wirtschafts-Ranking.

Wer aus diesem Zahlensalat nur die wirklich mit Nachhaltigkeit korrelierenden Werte Umwelt, Energie, Verkehr und Transparenz herauszieht, bekommt eine völlig andere Reihenfolge – mit Freiburg und Rostock an der Spitze.

Fakt ist: Mit einer wirklich nachhaltigen Bewertung von Wirtschaft beschäftigt sich in Deutschland noch kein einziges all der Institute und Medien, die solche Rankings produzieren. Dazu muss man den Blick tatsächlich lösen von dem mittlerweile nur noch als katastrophal zu wertenden Wettbewerbs- und Standortdenken, bei dem Länder, Regionen und Städte gegeneinander ausgespielt werden. Da müsste man anfangen darüber nachzudenken, was tatsächlich Kriterien für ein nachhaltiges Wirtschaften vor Ort wären.
Vorschläge wären: Man ermittelt den Anteil von Unternehmen, die regional, zukunftsfähig, energiesparend und nachhaltig produzieren.

Man ermittelt den Anteil der Arbeitskräfte, die am Ort Arbeit finden. Bislang glauben ja alle Auguren immer noch, ein hohes Pendleraufkommen sei nachhaltig.

Man ermittelt den Anteil barrierefreier Arbeitsplätze, die auch Behinderten, Älteren, Migranten, Müttern und Vätern eine Chance auf Gelderwerb geben.

Man ermittelt das Verhältnis des durchschnittlichen Erwerbseinkommens zu den durchschnittlichen Lebenserhaltungskosten. Ein hoher Anteil von Niedriglöhnen wäre hier logischerweise ein Negativkriterium.

Man kann auch die Beschaffungspolitik der Stadt unter die Lupe nehmen. Und die wohnortnahen Versorgungsstrukturen.

Das sind alles nur Ansätze für so ein Umdenken, mit dem Wirtschaft als das gedacht wird, was wirklich zu einer nachhaltigen Versorgung einer Gesellschaft gehört. Das kann auch in die anderen Kategorien hineinreichen: Wie autark und gesichert ist die Energieversorgung vor Ort? Wie kompakt sind die Verkehrssysteme? Wie viele Arbeitnehmer kommen mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln an ihren Arbeitsplatz? Wie weit sind Wirtschaft und Kommune bei der Schaffung von Energieeffizienz? Wie barrierearm ist die Stadt? Wie hoch sind ihre Integrationsfaktoren?

So eine Ahnung, worum es gehen könnte, haben auch die WiWo-Ranking-Macher. „Der Verbrauch knapper werdender Ressourcen wie Öl, Gas und sauberes Wasser wächst vor allem in urbanen Zentren mit enormer Geschwindigkeit. Es wird daher für Städte jeder Größe zur Existenzfrage, nachhaltig zu wirtschaften“, sagt WirtschaftsWoche Ressortleiter Sebastian Matthes. Um die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Städte vergleichbar und transparent zu machen, habe die „WirtschaftsWoche“ deshalb gemeinsam mit Wissenschaftlern der Christian Albrecht Universität zu Kiel, des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (ifw) und des Beratungsunternehmens Kiel Economics mit Unterstützung des französischen Umweltkonzerns Veolia den „WirtschaftsWoche Sustainable City Indikator“ entwickelt.

Und wie man sieht, hat man auf halbem Weg vor dem neuen Tor gescheut wie der Ochse. Und man tut keiner einzigen der hier aufgelisteten Städte mit dieser Aufreihung etwas Gutes. Auch nicht den nur scheinbaren Schlusslichtern dieser Wertung, den NRW-Städten Herne (Rang 47), Krefeld (Rang 48), Oberhausen (Rang 49) und Gelsenkirchen (Rang 50). „Sie können ihren Bürgern in keiner der untersuchten sechs Kategorien eine überdurchschnittlich gute nachhaltige Lebensqualität bieten“, meint WiWo.

Selbst nach dem zweiten Lesen der Kriterien ist dieses Ranking alles mögliche, nur kein Bewertungs-Instrument für die „Nachhaltigkeit“ einer Stadt. Es zeigt eher in aller Banalität, auf welch rudimentärem Stand die deutsche Wirtschaftsforschung in Sachen Nachhaltigkeit tatsächlich noch ist. Und das allerwichtigste Kriterium fehlt sogar, das elementar über die Zukunftsfähigkeit einer Stadt entscheidet: ihre Finanzwirtschaft.

Die „WirtschaftsWoche“ will diesen undurchdachten Spaß am Montag, 18. Juni, in Gänze veröffentlichen. Die komplette Studie zum „WirtschaftsWoche Sustainable City Indikator“ ist dann auch im Netz zu lesen unter

www.wiwo.de/gruenestadt
Das Ranking als PDF zum download.


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