Leipzigs neuer Quartalsbericht ist da (4): Ein bisschen was zu Hunden, Zuwanderung und zunehmender Kriminalität

18.185 Hunde sind in Leipzig in diesem Jahr registriert, weil Herrchen und Frauchen brav Hundesteuer zahlen. Das ist ein neuer Rekord. Im Vorjahr waren es noch 17.780 versteuerte Hunde. Ist zwar nur ein kleiner Steuerposten: etwa 1,5 Millionen Euro. Aber natürlich sind Hunde auch ein Ersatz für die Treue und Anhänglichkeit, die Menschen sonst oft nicht bekommen.
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Und: Der Trend geht zum Zweithund, wie Statistiker Peter Dütthorn eine jüngere Entwicklung beschreibt. Denn die Zahl der Hunde nimmt zu, die der Hundehalter aber ab. Die meisten Hunde findet man übrigens in Altlindenau und Stötteritz. Wobei die Zahlen natürlich verblüffen: Nur 556 bzw. 553 registrierte Hunde? – Das kommt einem doch an manchem Morgen und manchem Abend deutlich mehr vor.

Erstaunlich: Sogar die Hundepopulation zeigt an, welcher Ortsteil gerade in einer Wachstumsphase ist. Es sind – nach Auswertung der Statistiker – Neulindenau, Zentrum-Ost (das Grafische Viertel), Plagwitz und Schönefeld, wo die Hundepopulation in den letzten Jahren überproportional gewachsen ist. Der Ortsteil mit der größten Hundedichte ist freilich Neustadt-Neuschönefeld – da kommen 307 Hunde auf den Quadratkilometer – die größte Hundedichte auf alle Haushalte gerechnet findet man hingegen in Hartmannsdorf-Knautnaundorf mit 166 Hunden auf 1.000 Haushalte. Wer keine Hunde mag, der zieht am besten ins Zentrum – da kommen nur 24 Hunde auf 1.000 Haushalte.

Ist natürlich die Frage: Kann man an Hunden die Attraktivität einer Stadt messen? Oder werden hier eher ihre Fehlstellen sichtbar?

Noch ist Leipzig attraktiv. Was aber längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist. Es ist kein guter Ratschlag, der Stadtspitze zu empfehlen, ihre Politik zu feiern. Denn der Vergleich der 15 größten deutschen Städte, der in diesem Quartalsbericht wieder enthalten ist, zeigt erstmals deutlich, dass der Trend zur Großstadt mittlerweile in ganz Deutschland sichtbar ist. Was unter anderem zu all den Alarmmeldungen der letzten Wochen zu Wohnungsnotstand in vielen Städten führte. Westdeutsche Städte haben damit tatsächlich ein wachsendes Problem. Was nichts daran ändert, dass auch dort die jungen Leute, wo sie nur können, ihre ländliche Heimat verlassen und in der Großstadt versuchen, eine Zukunft zu finden.Es ist – in ganz anderer Dimension – als etwa im 19. Jahrhundert: Die große Stadt wird immer mehr zum Lebens- und Arbeitsmodell. Welche Rolle dabei die flächendeckende Zentralisierungspolitik bei den Verwaltungsstrukturen spielt, das wäre durchaus eine Forschungsaufgabe für Soziologen. Denn nicht nur in Sachsen ist die Regierung ja reineweg besessen von dem Gedanken, die Gemeinden im Land zu immer größeren Gemeindezusammenschlüssen zu drängen. Die letzte Kreisreform hat die Landkreise in Sachsen mittlerweile fast zur einstigen Größe von Bezirken in der DDR aufgeblasen. Damit gehen logischerweise auch Identifikationen verloren, die durch das Kasperspiel um die „alten Autokennzeichen“ nicht ersetzt werden können. Denn gerade in Sachsen ist sichtbar, dass mit diesen Zentralisierungen auch Akteure verloren gehen, die sich für ihre (im großen Ganzen verschwundene) Kommune stark machen, Polizeidienstellen verschwinden, Schulen wurden schon längst zusammengelegt. Die Kirche steht zwar in der Regel noch im Dorf – dafür kommt der Pfarrer nur noch in größeren Abständen vorbei.

Und mit der Abwanderung junger Leute wächst der Druck, verschwinden die Kindergärten, die Feuerwehren haben keine Freiwilligen mehr, der Fußballverein keine Jugendmannschaft. Der Kneiper hat sowieso längst sein Haus geschlossen. Und da auch Bus- und Bahnanschlüsse wegrationalisiert werden, wird Wohnen jenseits der großen Städte immer unkomfortabler, oft genug auch nicht mehr lebbar.

2009 war der Bevölkerungssaldo der großen Städte nur ganz leicht im Plus. Das Amt für Statistik und Wahlen musste zwei Stellen hinterm Komma angeben, um überhaupt Unterschiede sichtbar zu machen. Frankfurt am Main führte damals mit + 1,07 die Tabelle an vor Dresden (+0,94) und Leipzig (+0,66). Städte wie Dortmund, Essen und Duisburg hatten leichte Verluste. Alles nichts Weltbewegendes, auch wenn der leichte Zuwachs in Köln (damals 0,27 %) völlig ausreichte, die Stadt am Rhein zur vierten deutschen Millionenstadt zu machen.

Doch bis 2011 hat der Bevölkerungszuwachs in den Großstädte deutlich zugelegt. 2011 verzeichnete München mit 1,8 % den größten Zuwachs, gefolgt von Leipzig mit 1,7 und Dresden mit 1,3. Dortmund hat sein Wanderungssaldo wieder ins Positive gedreht. Frankfurt am Main peilte nach der von Lars Kreymann erstellten Statistik 2011 die 700.000er-Marke an. Im Sommer 2012 hat es Frankfurt geschafft und meldet 700.259 Einwohner.Es ist gut möglich, dass all das mit den gestiegenen Studierendenzahlen in ganz Deutschland zu tun hat. Dann ist das aber auch eine deutliche Botschaft, denn mit höherem Bildungsabschluss bevorzugt man schon der Arbeitsplatzsuche wegen die großen Städte. Was logischerweise auch heißt, dass das Wachstum der großen Städte weitergehen wird. Und Dörfer, Klein- und Mittelstädte weiter verlieren. Und zwar zuallererst die jungen und klugen Köpfe. Was tragisch genug ist.

Aber wer sich umschaut in den bedeppert dreinschauenden Landesregierungen, sieht nur „demografische Ratlosigkeit“. Man weigert sich – siehe das sächsische Wissenschaftsministerium – die Entwicklung überhaupt wahrzunehmen, man tut so, als könnten neue Straßen das Problem lösen (Verkehrsministerium), macht einfach weiter in einer vom Spareifer dominierten Bildungspolitik (Kultusministerium), hält die Großstädte finanziell trotzdem knapp (Finanzministerium) und redet dann zwar jede Menge über „Demografie“, wie der Ministerpräsident – hat aber nach Jahren der immer neuen Kongresse und Konferenzen zum Thema nicht mal ein stimmiges Bild der Entwicklung. Das einzige, was man an die Wandzeitung pinnt, ist das Bild einer überalternden Gesellschaft, die dringend der Pflege bedarf.

Eine solche Gemengelage der Ignoranz führt zwangsläufig zu all den Problemen, mit denen sich gerade Dresden und Leipzig mittlerweile herumschlagen: einem Sanierungs- und Neubaustau bei Kindertagesstätten und Schulen, steigenden Elternbeiträgen, steigenden Jugendhilfekosten und zunehmenden Konflikten überall dort, wo die Betroffenen aus sozial schwächeren und bildungsferneren Schichten kommen – mit zunehmender Häufigkeit. Bis hinein in die Kriminalstatistik.

Was Polizeipräsidenten vielleicht auch wissen sollten, wenn sie über die Drogenpolitik einer Stadt wie Leipzig herziehen.

Die Kehrseite dieses Polterns ist leider auch der Abbau oder die jahrelange Nicht-Besetzung von Polizistenstellen. Aber es gibt ein paar Leute in Sachsens Regierung, die tatsächlich glauben, sie könnten den Abbau von Polizeikräften durch ein paar wilde Investitionen in Technik kompensieren. Das wird nicht klappen. Die Zahlen liegen auf dem Tisch. Die Zahl der Straftaten nimmt zu, hat die von Horst Wawrzynski lange Zeit beschworene Schwelle von 60.000 längst überschritten. Im Jahr 2010 nämlich. 2011 – als man in Leipzigs Polizeipräsidium genauso aufgeregt wurde wie in Dresden – schnellte die Zahl auf 64.728. Und wenn die Halbjahreszahlen für 2012, die im Quartalsbericht enthalten sind, nicht trügen in ihrer Entwicklung, dann wird Leipzig zum Jahresende 2012 bei ungefähr 67.000 bis 68.000 registrierten Straftaten rauskommen.

So viel waren es zuletzt im Jahr 2004. Es ist genau der Zeitpunkt, an dem ein paar Verantwortliche zugeben müssten, dass das Sparkonzept bei der sächsischen Polizei gerade bärisch in die Hose geht. Aber eigentlich kann man jetzt schon Wetten drauf abschließen (nachdem sich auch die Hoffnung der Polizeigewerkschaft auf eine Politikwende im Herbst zerschlagen hat), dass der oder die Verantwortlichen den Mumm nicht aufbringen werden. Nicht mal das bisschen Mumm, das Roland Wöller in seinen letzten Wochen als Kultusminister aufgebracht hat.

Ausbaden müssen es die Bürger. Sie werden immer weniger Schutz und Hilfe bekommen von einer Polizei, die in den nächsten Jahren zunehmend Verschleiß- und Überforderungserscheinungen zeigen wird. Die Polizeigewerkschaft hat deutlich genug davor gewarnt.

Zum Jahresausklang hat sie einen ganzen Forderungskatalog ins Netz gestellt, in dem es ganz zentral um einen Stopp des Personalabbaus geht und eine deutliche Erhöhung des Einstellungskorridors, denn auch die Polizei muss sich jetzt um den rar gewordenen jungen Nachwuchs bemühen.

Den Forderungskatalog findet man hier: www.gdp.de/gdp/gdpsac.nsf/id/DE_W-Kalender_2

Der Quartalsbericht ist im Internet unter http://statistik.leipzig.de unter „Veröffentlichungen“ einzusehen. Er ist zudem für 7 Euro (bei Versand zuzüglich Versandkosten) im Amt für Statistik und Wahlen erhältlich. Postbezug: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, 04092 Leipzig. Direktbezug: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Burgplatz 1, Stadthaus, Zimmer 228.


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