Ein erstaunlich feministischer AfD-Antrag: Hannelore statt Helmut

Für alle LeserNein, das hätten wir den zehn Herren und der einen Frau in der Leipziger AfD-Fraktion so nicht zugetraut: dass sie tatsächlich so etwas wie Humor zeigen, indem sie einfach einen Änderungsantrag schreiben, mit dem sie einen wirklich alten Antrag der CDU-Fraktion infrage stellen. Denn schon seit Jahren versucht die CDU-Fraktion, den Platz vor der Glashalle der Neuen Messe nach Bundeskanzler Helmut Kohl benannt zu bekommen.
Anzeige

Den ersten Vorstoß machte die CDU-Fraktion dazu 2017 und im Herbst 2017 gab es zumindest einen Stadtratsbeschluss, Helmut Kohl im Leipziger Stadtraum zu würdigen. Anfang 2019 meinte auch OBM Burkhard Jung, dass es so weit wäre, den Platz an der Messe nach Kohl zu benennen.

Erstaunlicherweise lehnte der Stadtrat den CDU-Antrag 2019 schon einmal ab, worüber der Ärger im neuen CDU-Antrag unübersehbar ist: „Die Benennung des Messevorplatzes war bereits Gegenstand der Vorlage Straßenbenennung 1/2019, VI-DS-06727, Beschlusspunkt 1.1.. Über diese Vorlage wurde in der Fortsetzungssitzung am 18.04.2019 entschieden, an der Abstimmung nahmen lediglich 49 von 71 Stimmberechtigten teil, es kam dabei zu einer Zufallsmehrheit von 21/23/5.“

Doch als dann das Verwaltungsdezernat im Frühjahr 2020 die neue Liste für Straßen(um)benennungen in Leipzig vorlegte, war Helmut Kohl doch wieder nicht dabei.

Weshalb die CDU-Fraktion erneut einen Antrag schrieb, in dem sie begründete, warum der „Kanzler der Deutschen Einheit“ endlich mit einer Platzbenennung gewürdigt werden sollte.

„Helmut Kohl, Kanzler der Deutschen Einheit und Vater des Euros, hat Europa, Deutschland – insbesondere aber die Mitte Deutschlands und damit Leipzig – entscheidend geprägt. Das Leben jedes einzelnen Leipzigers – egal ob jung oder alt – wäre ohne sein Wirken vollständig anders verlaufen. Ihm gelang es, mit großem diplomatischem Geschick zu verwirklichen, was mutige Leipziger im Herbst 1989 auf der Straße forderten: ,Freiheit!‘, ,Wir sind das Volk!‘, ,Wir sind ein Volk!‘. Leipzig hat sich heute zu einer freien, demokratischen und (wieder) wunderschönen, blühenden, wachsenden Stadt mit hoher Lebensqualität entwickelt. Ohne Helmut Kohl wäre diese Entwicklung nicht vorstellbar.“

Da steckt jede Menge Lyrik drin, angefangen von der seltsamen Wendung von der „Mitte Deutschlands“ bis hin zur Alleinstellung Kohls, die so völlig ausblendet, dass da noch ein paar andere Leute ebenso fleißig mitarbeiteten an der Ermöglichung der Deutschen Einheit – man denke nur an Michail Gorbatschow, Lothar de Maiziére oder Markus Meckel. Die Fixierung auf den einen großen Macher verkennt völlig, wie sehr die Deutsche Einheit Teamwork war.

Aber die Juli-Ratsversammlung verschob den CDU-Antrag kurzerhand wieder. Da hatten noch ein paar mehr Fraktionen so ihre Bauchschmerzen mit diesem One-Man-Kult.

Und überraschenderweise gehört auch die AfD-Fraktion dazu, die mit ihrem Antrag nun deutlich macht, dass an der CDU-Sicht auf die jüngere Geschichte die Hälfte fehlt. Und ausgerechnet jenes Stück, das den Doktor aus der Pfalz tatsächlich mit Leipzig verbindet: seine damalige Frau Hannelore.

„Hannelore Kohl, geb. Renner, wurde am 7. März 1933 in Berlin geboren. Noch im gleichen Jahr zog sie mit ihrer Familie nach Leipzig, wo sie bis 1943 in der damaligen Montbéstraße und heutigen Trufanowstraße wohnte. Ihr Elternhaus wurde im Februar 1945 bei einem Luftangriff zerstört. In den letzten Kriegstagen musste die damals 12-Jährige schlimmste Erfahrungen durch Übergriffe der sowjetischen Besatzer machen. Im Mai 1945 floh sie mit ihrer Familie gen Westen“, geht der Antrag der AfD-Fraktion auf das Thema ein.

„Hannelore Kohl blieb auch in späteren Jahren ihrer Heimatstadt Leipzig stets verbunden. So besuchte sie mehrfach privat mit ihrer Familie Leipzig. Sie war ihr Leben lang eine Verfechterin der Einheit Deutschlands. Nach übereinstimmenden Berichten hatte sie Anteil an der Formulierung des Zehn-Punkte-Programms zum Erreichen der deutschen Wiedervereinigung, das einen Meilenstein auf dem Weg zur Deutschen Einheit bedeutete.“

Und dann stellt die Fraktion etwas fest, was Geschichtsbuchschreiber so gern vergessen: „An der erfolgreichen politischen Karriere ihres Ehemannes hatte Hannelore Kohl maßgeblichen Anteil. Sie hielt ihm bei der Erziehung der Kinder und weiteren privaten Angelegenheiten den Rücken frei. Auch knüpfte sie als gebildete und sprachgewandte Frau intensive Kontakte zu den Ehepartnern von Staatsgästen aus aller Welt sowie zu diesen selbst. Damit förderte sie das Ansehen und die Interessen der Bundesrepublik Deutschland.“

Und da im Stadtrat sowieso schon seit einigen Monaten intensiv darüber debattiert wird, nicht immer nur staatstragende Männer mit Straßenbenennungen zu ehren, sondern endlich mehr Frauen zu würdigen, liegt aus AfD-Fraktionssicht nahe: „Eine Benennung des Platzes vor der Neuen Messe nach Hannelore Kohl erscheint sowohl wegen ihres Bezugs und ihrer lebenslangen Treue zu ihrer Heimatstadt Leipzig als auch aufgrund ihrer zahlreichen Verdienste und ihrer starken Persönlichkeit angebracht. Bisher ist lediglich in Ludwigshafen eine Uferpromenade nach ihr benannt. Weiterhin trägt ein Wachkomazentrum in Bennewitz ihren Namen. Der Stadt Leipzig stünde es daher gut zu Gesicht, ihre beeindruckende Tochter auf diese Weise entsprechend zu ehren.“

Da kann man natürlich gespannt sein, wie die Stadtratsmehrheit darauf reagiert. Oder ob man das Thema doch lieber noch ein paar Jahre verschiebt.

Für die Benennung eines Helmut-Kohl-Platzes sollte man sich lieber ein Jahr Besinnung gönnen

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten unter anderem alle Artikel der LEIPZIGER ZEITUNG aus den letzten Jahren zusätzlich auf L-IZ.de über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall zu entdecken.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

Neue MesseHelmut Kohl
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Die Redaktion: Benjamin Fredrich erzählt mit Eulenspiegel-Freude die Entstehung des Katapult-Magazins
Benjamin Fredrich: Die Redaktion. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBeim Katapult-Magazin in Greifswald läuft so einiges anders als bei klassischen Medien. Seit 2015, seit Benjamin Fredrich seine Promotion an der Universität Greifswald erst einmal in den Pausenmodus versetzte und einfach mal loslegte und Katapult gründete. Einfach so. Was man eigentlich nicht machen sollte in Deutschland, wo selbst die Gründerberatung nichts für neue Ideen übrig hat. Wo kämen wir sonst hin?
Montag, der 30. November 2020: Sachsen macht Übernachtungsausnahmen über Weihnachten und die Zahlen steigen
Sachsen erlaubt die Überachtung in Hotels über die Weihnachtstage. Das gab das Gesundheitsministerium unter Petra Köpping (SPD) bekannt. Foto: Kerstin Pötzsch

Foto: Kerstin Pötzsch

Für alle LeserBürger/-innen, die über Weihnachten ihre Familien in Sachsen besuchen wollen, können bei der Übernachtung auch auf Hotels und Pensionen zurückgreifen. Als eines von mehreren Bundesländern weicht der Freistaat mit dieser Regelung von den gemeinsamen Beschlüssen von Bund und Ländern ab. Außerdem: Wohl kaum verwunderlich ist, dass die „Corona-Pandemie“ zum deutschen Wort des Jahres gekürt wurde. Die derzeitige Situation beeinflusste die deutsche Sprache in diesem Jahr enorm: Ein Großteil der unter die Top10 gewählten Wörter stehen im Zusammenhang mit Corona. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 30. November 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Am 1. Dezember startet das Crowdfunding für Die Anderen – das Eingewandertentheater
Das Pöge-Haus am Neustädter Markt. Quelle: Pöge-Haus e.V.

Quelle: Pöge-Haus e.V.

Für alle LeserAm morgigen Dienstag, 1. Dezember, startet das Crowdfunding für ein neues Leipziger Theaterprojekt: „Die Anderen - das Eingewandertentheater“. Wir alle leben in Zeiten der Unsicherheit. Auch die Kunst- und Kulturschaffenden in Leipzig stehen angesichts der globalen Krise durch das Coronavirus vor der Herausforderung, inmitten der Ausnahmesituation neue kreative Ideen für das Jahr 2021 zu entwickeln.
Nächtlicher Polizeihubschrauber-Lärm lässt Zahl der Lärmbeschwerden steigen
Polizeihubschrauber am Leipziger Abendhimmel. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserFlughafenanwohner wissen es schon, dass sie sich wegen nächtlichen Fluglärms beschweren können. Dass auch Stadtbewohner, die nachts durch den Lärm patrouillierender Polizeihubschrauber um den Schlaf gebracht werden, sich beschweren dürfen, ist noch nicht so bekannt. Aber die Zahl der Beschwerden steigt. Denn der Einsatz von Polizeihubschraubern auch über dem Leipziger Stadtgebiet ufert mittlerweile aus.
Ein Mann, ein Kanu und eine halbe Tonne Müll: Leipziger Paddler ist „Gewässerretter des Jahres“
Wieder zwei volle MUSS-Säcke. Foto: Falk Buder

Foto: Falk Buder

Für alle LeserDa war er selbst überrascht: Falk Bruder von der Abteilung Kanu des Leipziger Sportvereins Südwest ist von der Jury der Online-Plattform www.gewaesserretter.de zum „Gewässerretter des Jahres“ bestimmt worden. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hatte zusammen mit seinen Wassersportpartnern in der Allianz Gewässerretter zur Teilnahme am Wettbewerb in drei Gewinnrubriken aufgerufen.
Bericht des Sonderermittlers im Innenausschuss: Untersuchungen zum Fahrradgate schaffen Verdacht auf Korruption nicht aus der Welt
Manchmal wird nur ein Teil des Rades geklaut. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAm Donnerstag, 26. November, informierte die Staatsregierung den Innenausschuss des Sächsischen Landtages über die ersten Ergebnisse des Berichtes des Sonderermittlers Klaus Fleischmann zu den illegalen Fahrradverkäufen bei der Polizei in Leipzig, dem sogenannten Fahrradgate. Aber nach der Sitzung war es wie so oft in Sachsen: Die einen sahen mal wieder nur Einzeltäter, die anderen ein auffälliges Führungsproblem in der sächsischen Polizei.
Autoritäre Dynamiken: Die neue Leipziger Autoritarismus-Studie 2020
Oliver Decker, Elmar Brähler (Hrsg.): Autoritäre Dynamiken. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit 2002 untersuchen die Leipziger Sozialpsychologen um Elmar Brähler und Oliver Decker die (rechts-)extremistischen Einstellungen der Deutschen. Anfangs noch unter dem Label „Mitte-Studien“, weil ihnen durchaus klar war, dass radikale Einstellungen eben nicht allein die Sache irgendwelcher versprengten Grüppchen am Rand der Gesellschaft sind, sondern bis in die Mitte der Gesellschaft hinein vorkommen. Jener Mitte, die sich gern als friedlich und staatstragend verkauft.
SC DHfK Leipzig vs. SC Magdeburg 33:29 – Ein Sieg des Willens
Nach über vier Jahren gab es für den SC DHfK endlich wieder einen Sieg gegen Magdeburg zu feiern. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserNach etwas hektischen Abschlüssen in den ersten Minuten lieferten die Leipziger am Sonntag im Ostderby eine geschlossene Mannschaftsleistung. Im Angriff waren alle Positionen gefährlich, die Abwehr zwang die Elbestädter immer wieder zu schlechten Würfen. Doch Magdeburg blieb stets präsent und die Partie so erwartungsgemäß bis zum Schluss spannend. Beide Teams konnten immer wieder einige Tore hintereinander erzielen. Dabei machten die Hausherren über 60 Minuten einen hochkonzentrierten Eindruck.
Engagement für eine zukunftsfähige Stadt: Vier Initiativen und Organisationen im Videoclip vorgestellt
Videokonferenz vom 20. November. Foto: Forum Nachhaltiges Leipzig

Foto: Forum Nachhaltiges Leipzig

Für alle LeserAm Freitag, 20. November, wurde der Leipziger Zukunftspreis vergeben. Früher hieß er mal Agenda-Preis – nach der Agenda 21, die in Rio de Janeiro 1992 beschlossen wurde. 2019 richtete sich das Leipziger Agenda-Büro neu aus und veränderte auch die Modalitäten zum Agenda-Preis, der seitdem Zukunftspreis heißt. Und weil Corona zu allerlei Neuerungen zwingt, wurde er diesmal auch nicht in einer Festveranstaltung vergeben, sondern in einer digital-analogen Hybridveranstaltung.
Paul-Robeson-Schule soll ab 2023 für 18 Millionen Euro saniert und erweitert werden
Die Paul-Robeson-Schule am Jungmannweg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNachdem die Schule am Opferweg in Wahren fertig ist, ist endlich Spielraum, die Plattenbauschule am Jungmannweg in Lindenthal bis 2026 zu sanieren und zu erweitern. Die Plattenbauschule stammt aus dem Jahr 1978 und trägt seit 1995 sogar eine experimentelle Außendämmung, die sich sogar bewährt hat.
Warum es ganz und gar nicht gut ist, die Kultur in der Corona-Zeit dauerhaft stillzulegen
Das Spiegelzelt in den Vorjahren. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Sti-ille Nacht, ein-sa-me Nacht, alles probt, niemand lacht ...“, bringt der Westflügel im Lindenfels auf den Punkt, wie heftig die verlängerten Lockdown-Maßnahmen das komplette für die Adventszeit geplante Kulturprogramm treffen. Selbst die „Gans ganz anders“ fällt aus, das schöne Spiegelzelt aus Flandern ist umsonst aufgebaut. Und der Weihnachtszirkus verschiebt seinen Leipzig-Auftritt auf März. Wenn er dann überhaupt sein Zelt aufbauen darf.
Am Freitag machte die Radtour #ParisGoesBrussels Zwischenstopp in Leipzig + Video
#MakeParisReal ist der Hashtag unter dem die 1000-Kilometer-Tour ab jetzt in den sozialen Netzwerken begleitet wird. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser„Der Eiffelturm kommt nach Leipzig!“, freuten sich am Freitag, 27. November, die Parents for Future Leipzig. Und er kam tatsächlich – gut verpackt. Gegen 16 Uhr endete der erste Abschnitt der Radtour #ParisGoesBrussels am kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz am Eingang der Petersstraße. Zwei Tage zuvor waren die radelnden Parents in Dresden aufgebrochen. Ihr Ziel ist Brüssel.
Pestizidprozess gegen Karl Bär vertagt: Richter räumt Klägern mehr Zeit für Rückzug aus dem Verfahren ein
Karl Bär. Foto: Umweltinstitut München

Foto: Umweltinstitut München

Für alle LeserWerden die Prozesse gegen die Pestizidkritiker in Südtirol eingestellt? Um diese Frage zu klären, hatte Richter Ivan Perathoner den Klägern eine Frist bis zum Prozesstag am Freitag, 27. November, eingeräumt. Landesrat Schuler und die Obstwirtschaft hatten im Vorfeld des zweiten Prozesstermins gegen Bär dem Umweltinstitut gegenüber schriftlich die Rücknahme aller Anzeigen angekündigt. Doch nicht alle Vollmachten der klagenden Obstbauern und -bäuerinnen lagen vor.
Das Original Rudelsingen präsentiert den allerersten Mitsing – Adventskalender
Rudelsingen PR

Rudelsingen PR

Das Online Rudelsingen gehört in diesen Monaten ganz unbedingt zu den Dingen, die man mal neu ausprobieren sollte. Ja, wir dürfen, müssen gar, sollten und können alle laut singen, gerade im Hier und Jetzt, wenn nicht nur unser Immunsystem eine Extra-Portion Stärkung gut gebrauchen könnte. Kleine Freuden zwischendurch sorgen für mehr Glückshormone, Antriebskraft und Motivation im Alltag.
„Da blutet einem das Herz“ – Corona lässt Turnfest 2021 platzen, nur Deutsche Meisterschaften sollen stattfinden
Das Turnfest 2021 kann wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem Jahr 2025. Foto: DTB / Volker Minkus

Foto: DTB / Volker Minkus

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelEs sollte ein rauschendes Fest werden. Vom 12. bis 16. Mai 2021 war Leipzig als Austragungsort des 44. Internationalen Deutschen Turnfestes vorgesehen (LZ Nr. 80 vom 26.06.2020 berichtete). Doch die Corona-Pandemie ließ diesen sportlichen Traum nun platzen. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg sahen sich die Veranstalter aufgrund des Infektionsgeschehens dazu gezwungen, dieses Großspektakel abzusagen.