Nun liegt es an Landrat Henry Graichen, eine Lösung für das Naturkleinod am Holzberg zu finden

Für alle LeserAuch in diesem Jahr lockte vom 30. August bis 1. September das Bergfilmfestival im Steinbruch Gaudlitzberg bei Wurzen wieder eine große Fangemeinde in die Hohburger Berge. Wie schon in den vergangenen Jahren bot der Gaudlitzberg eine Traumkulisse für diesen emotionalen Filmwettbewerb. Eine Gelegenheit, auch ein anderes Naturkleinod in der Nähe zu würdigen: das Natur- und Klettergebiet Holzberg.

Mehr als 1.000 Gäste erlebten im Steinbruch Gaudlitzberg die demnächst olympischen Klettersportdisziplinen live und konnten im Anschluss eine unvergessliche nahezu tropische Filmnacht genießen. Und doch war in diesem Jahr eine Veränderung zu spüren, die man schon im Vorjahr erahnen konnte, als es aus Brandschutzgründen undenkbar war, den Abend am gemeinsamen Lagerfeuer zu beschließen.

Die alten Laubbäume auf dem Gipfel des Gaudlitzbergs haben einen großen Teil ihrer vertrockneten Blätter abgeworfen. Fast kahl stehen ehrwürdige Eichen und Buchen auf dem staubtrockenen felsigen Boden. Man ahnt, dass sich eine Tragödie mit weitreichenden Auswirkungen anbahnt, deren Ausmaß wir uns noch nicht recht vorstellen können. Wie in den gesamten Hohburger Bergen stirbt auch am Gaudlitzberg der Wald und mit jedem dieser majestätischen Bäume stirbt auch ein ganzes Ökosystem aus unzähligen Lebewesen.

Und so brachte Organisator Peter Hugo Scholz in einem kurzen Dialog mit Landrat Henry Graichen auf der Festivalbühne die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Natur überlebt, da ohne die Natur auch wir Menschen nicht überleben können.

In der Kletterszene sind Klimawandel und Artensterben besonders präsent, weil der Klettersport wie kaum ein anderer in unmittelbarer Partnerschaft mit der Natur betrieben wird. Kein Wunder also, dass es Bergsportler sind, die sich jetzt sehr nachdrücklich in die Diskussion um die geplante Verfüllung des wertvollen natürlichen Lebensraumes im benachbarten Holzberg einschalten.

Landtrat Henry Graichen im Gespräch mit Holzbergfreunden. Foto: Gerald Krug

Landrat Henry Graichen im Gespräch mit Holzbergfreunden. Foto: Gerald Krug

Der Holzberg hat mit über 40 Metern nicht nur Mittelsachsens höchste Kletterwand aufzuweisen. Er ist auch ein Hotspot des Artenreichtums und gehört bei einer Größe von nicht einmal 10 Hektar zu den Lebensräumen mit der höchsten Artenvielfalt in Sachsen. 47 Vogelarten, 10 Fledermausarten, 5 Amphibienarten, 5 Reptilienarten und 27 Tagfalterarten wurden hier im Rahmen einer 8-monatigen wissenschaftlichen Untersuchung im vergangenen Jahr nachgewiesen.

Bereits in den vorangegangenen Jahren waren 256 Tier-und Pflanzenarten im Holzberg kartiert worden. Diese Vielfalt konnte in den vergangenen Jahrzehnten entgegen dem allgemeinen Trend des Artenrückgangs entstehen.

Für viele vom Aussterben bedrohte und deshalb streng geschützte Arten bietet der Holzberg ideale Lebensbedingungen. Doch diesem kleinen Paradies droht die Zerstörung. Die Tiefbaufirma KAFRIL verfolgt den Plan eine bergbauliche Genehmigung aus dem Jahr 1997 zu aktivieren und den Holzberg zu verfüllen.

In der heutigen Zeit und mit dem heutigen Wissen die fatalen Sünden der Vergangenheit wiederholen zu wollen, sei ein unverzeihlicher Fehler, sagt jetzt ein Zusammenschluss prominenter Bergsteiger und Kletterer. Unter dem Namen „Holzbergfreunde“ traten sie im Rahmen des 21. Bergfilmfestivals erstmals öffentlich in Erscheinung. Unübersehbar war die große Anzahl der T-Shirts mit der Aufschrift „#HolzbergRetter. Wir sagen nein!!!“ auf dem Festivalgelände.

In einer spektakulären Aktion entrollten zwei Bergsteiger ein 25 m² großes Transparent an der Felswand des Gaudlitzbergs. Weithin sichtbar war der Appell: „Gemeinsam den Holzberg retten!“.

Diesem Credo folgte auch Landrat Henry Graichen in seinem kurzen Plädoyer für den Erhalt des Natur- und Klettergebiets. Er griff dabei einen Vorschlag der Bürgerinitiative Böhlitz auf, den Holzberg in das Eigentum der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt zu überführen. Deren Präsident hatte dem Holzberg zusammen mit Vertretern der Bürgerinitiative bereits einen Besuch abgestattet. Anschließend stellte sich der Landrat der Diskussion mit den Vertretern der Kletterszene und bot weitere Gespräche an. Allerdings ist Skepsis angebracht, denn Gespräche zum Holzberg gibt es schon seit Monaten.

In der Praxis existieren dagegen trotz vielfältiger Forderungen und Vorschläge bisher keinerlei Maßnahmen zum Schutz der wertvollen Lebensräume im Holzberg. Ein Antrag des NABU-Landesverbandes Sachsen, den Holzberg als Flächennaturdenkmal unter Schutz zu stellen, wurde von der Naturschutzbehörde des Landkreises abgelehnt.

Trotz mehrfacher dringlicher Anträge vonseiten der Naturschutzverbände hat die Naturschutzbehörde des Landkreises es bisher nicht fertiggebracht, das Abpumpen des Wassers aus dem 3 Hektar großen Flachwasserbiotop zu untersagen – mit verheerenden Folgen für die Natur. So wurden über den Zeitraum der letzten 18 Monate große Teile des Flachwasserbiotops trockengelegt. Das ist ein Umweltskandal den die Naturschutzbehörde des Landkreises zu verantworten hat und der angesichts des Klimawandels völliges Unverständnis über deren Arbeitsweise hervorruft. Landrat Graichen steht in der Pflicht, Sofortmaßnahmen zum Schutz der Natur einzuleiten. Es wird unter den vorherrschenden klimatischen Bedingungen Jahre dauern, bis sich eines der wichtigsten Laichgewässer der Region wieder regeneriert hat. Konkretes Handeln ist also dringend notwendig.

„Wir haben nicht mehr viel Zeit, um eine umfassende Wende anzustoßen“, sagte der Leipziger Physiker Christoph Gerhards vor den 150 jungen Teilnehmern der Demonstration von „Fridays for Future“ am vergangenen Freitag in Grimma.

Ein „weiter so“ kann es weder beim Klima- noch im Artenschutz geben, betont die Bürgerinitiative Böhlitz, die um den Erhalt des Biotops kämpft. Es sei das Gebot der Stunde, jede vermeidbare Zerstörung natürlicher Lebensräume in Zukunft kategorisch auszuschließen und Orte wie den Holzberg unantastbar zu machen. Dafür stehen die „Holzbergfreunde“, von denen man wohl noch hören wird.

Seit dem 7. August schweigen endlich die Pumpen am Holzberg bei Böhlitz

Hinweis der Redaktion in eigener Sache: Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler unter dem Label „Freikäufer“ erscheinender Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen.

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Erreichung einer nicht-prekären Situation unserer Arbeit zu unterstützen. Und weitere Bekannte und Freunde anzusprechen, es ebenfalls zu tun. Denn eigentlich wollen wir keine „Paywall“, bemühen uns also im Interesse aller, diese zu vermeiden (wieder abzustellen). Auch für diejenigen, die sich einen Beitrag zu unserer Arbeit nicht leisten können und dennoch mehr als Fakenews und Nachrichten-Fastfood über Leipzig und Sachsen im Netz erhalten sollten.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 500 Abonnenten.

Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

BöhlitzHolzberg
Print Friendly, PDF & Email
 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Anfrage von Kerstin Köditz bringt illegale Datensammlung von Corona-Infizierten in der PD Dresden erst richtig ans Licht
Seltsame Datenabfragen aus sächsischen Polizeirevieren. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserKerstin Köditz ist lange genug innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Sächsischen Landtag um ein Gespür dafür zu entwickeln, wo die Antworten der Staatsregierung weiche Stellen haben und so seltsam klingen, dass der Schreiber der Antwort ganz augenscheinlich versucht hat, mal wieder einen amtlichen Bockmist so zu verstecken, dass er vielleicht übersehen wird. So ging es ihr auch mit einer Antwort von Innenminister Roland Wöller (CDU) aus dem Juni.
Das Kunstkraftwerk zeigt im September die historische Boomtown Leipzig in einer Bilderflut
Immersion "Boomtown". Foto: Luca Migliore, Kunstkraftwerk Leipzig

Foto: Luca Migliore, Kunstkraftwerk Leipzig

Für alle LeserDas Jahr der Industriekultur wurde ja von den Auswirkungen der Corona-Pandemie fast völlig aus der Wahrnehmung gepustet. Statt emsig alte Industriebauten zu besichtigen, sitzen die Sachsen im Homeoffice oder am Tagebausee. Aber so ganz abgehakt ist das Ganze noch nicht. Das Kunstkraftwerk in der Saalfelder Straße bereitet gerade seine nächste große Show vor. Und die widmet sich dem Leipzig der Boom-Zeit, jener Zeit, als die Stadt zur Industriemetropole wurde.
Späte DM 2020: David Storl mit neuntem Titel

Für alle LeserAm Sonntag standen wie üblich bei der Deutschen Meisterschaft der Leichtathletik noch mehr Finals auf dem Zeitplan. Die Leipziger Beteiligung blieb überschaubar, nur Alexander Ide hatte das Finale über 1.500 Meter erreicht und David Storl holte sich den im Vorjahr wegen einer Verletzung nicht verteidigten Titel zurück. Als Nachrücker im Speerwurf ging noch Jakob Nauck an den Start. Aus der Weltspitze traten Malaika Mihambo im Weitsprung und Johannes Vetter im Speerwurf an.
Das lange Interview mit Friedemann Goerl: „Öffentliche Räume müssen wieder zum Wohnzimmer unserer Stadt werden!“
Friedemann Goerl ist erst 30 Jahre und trägt in Leipzig schon viel Verantwortung. Der studierte Geograph ist seit 2018 der Fußverkehrsverantwortliche der Stadt. © privat

© privat

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im HandelFriedemann Goerl ist erst 30 Jahre und trägt in Leipzig schon viel Verantwortung. Der studierte Geograph ist seit 2018 der Fußverkehrsverantwortliche der Stadt. In einer fast 300 Quadratkilometer großen Stadt mit 1.700 Kilometern Straße, zahlreichen Parks und dem Auwald eine echte Mammutaufgabe. Doch davon lässt sich Goerl nicht abschrecken, hat und erarbeitet Pläne. Die gefallen nicht jedem. Wie lange müssen sich Fußgänger den Autofahrern noch gänzlich unterordnen?
Grüne hoffen ab 2021 auf den Einsatz von Rettungsschwimmern an besonders besucherstarken Stränden
Nordstrand am Cospudener See. Foto: Patrick Kulow

Foto: Patrick Kulow

Für alle LeserGanz so schnell ist auch eine Verwaltung nicht. Als die Grünen-Fraktion im April ihren Antrag „Bade- und Schwimmunfälle vermeiden – Sicherheit an Leipziger Seen verbessern!“ einreichte, hatte die Badesaison in Leipzig noch nicht so richtig begonnen. Im Juni beschloss der Stadtrat das vom Umweltdezernat vorgelegte Alternativkonzept. Doch der heiße Sommer überrascht ganz und gar nicht mit vermehrten Badeunfällen. Die Grünen machen jetzt Druck.
Das Jugendsinfonieorchester Leipzig hat für all seine Freunde „Pirates Of The Caribbean“ eingespielt
Videoclip des JSO Leipzig: Pirates of the Carribean. Screenshot: L-IZ

Screenshot: L-IZ

Für alle LeserIm Mai erfreute das Jugendsinfonieorchester Leipzig seine Freunde schon mit einem Videoclip: Da spielten die jungen Musiker/-innen die „Hebriden“ von Felix Mendelssohn Bartholdy im Homeoffice ein und zeigten, wie professionell das Orchester schon ist. So mancher Schüler der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ träumt davon, einmal in diesem Orchester mitzuspielen. Seit einer Woche lädt ein neuer Videoclip zum Staunen ein.
Kommunen in Deutschland brauchen eine bessere finanzielle Ausstattung
Ein Häufchen Geld. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 7. August veröffentliche das Bundesverfassungsgericht die Meldung zu einem Urteil, das schon im Juli gefällt wurde. Es betrifft auch Leipzig – so wie jede Stadt, der in den letzten Jahrzehnten vom Bund Aufgaben übergeholfen wurden, die durch Bundeszuweisungen finanziell nicht abgedeckt waren. „Regelungen der Bedarfe für Bildung und Teilhabe wegen Verletzung des kommunalen Selbstverwaltungsrechts mit dem Grundgesetz unvereinbar“, titelte das Gericht.
Gute Gründe, den Schulbetrieb wieder aufzunehmen und trotzdem Hygieneregeln zu beachten
Die nachgewiesenen Corona-Infektionen in Sachsen, Stand 7. August. Grafik: Freistaat Sachsen

Grafik: Freistaat Sachsen

Für alle LeserAm 3. August veröffentlichte das Sächsische Kultusministerium die Ergebnisse der Leipziger Corona-Schulstudie, die in gewisser Weise die Wiederaufnahme des Schulregelbetriebs am 31. August unterfüttern soll. Die großen Medien stürzten sich alle gleich drauf. So wie auch auf die schon im Juli veröffentlichte Schulstudie aus Dresden, die nach demselben Muster durchgeführt wurde.
Verkehrswende in die falsche Richtung: Leipzigs Radverkehr unterm Brennglas
Vollbremsung und rechts einordnen, um links abzubiegen. Foto: Frank Willberg

Foto: Frank Willberg

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im HandelIn Berlin ist die Freude riesig. Nur noch 30 Jahre, dann können sich die Hauptstädter den Flug nach Australien sparen, denn das Klima von Canberra herrscht 2050 in Berlin. Und in etwa 80 Jahren liegt die Stadt obendrein direkt an der Ostseeküste. Hauptsache, der Klimawandel geht ungebremst so weiter wie bisher.
Was stimmt an den Wegebeziehungen rund um den Cottaweg nicht?
Einengung der Fahrbahn an der Zeppelinbrücke. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAls Radfahrer darf man sich in Leipzig durchaus als Testpilot betrachten. Der neueste Test läuft ja derzeit auf der Zeppelinbrücke, wo das Verkehrs- und Tiefbauamt in dieser Woche die temporären Radstreifen aufbrachte, die man schon im Frühjahr angekündigt hatte. Eigentlich weniger wegen Corona, sondern „um die Verkehrssicherheit zu erhöhen“ und den Unfallschwerpunkt an der Einmündung Cottaweg zu entschärfen.
Späte DM 2020: Lea Wipper mit erster Leipziger Medaille
Alle vier SC DHfK-Starter liefen toll über 1500 m. Alexander Ide zog als Einziger ins Finale ein Foto: Sebastian Beyer

Foto: Sebastian Beyer

Für alle LeserAls erster Sachse im pandemiebedingt zuschauerfreien Braunschweiger Stadion sicherte sich Max Hess vom LAC Erdgas Chemnitz einen Titel als Deutscher Meister. Höhepunkt am Samstag war für den SC DHfK Leipzig die Bronzemedaille im Speerwurf der Frauen. Leipziger griffen am Samstagnachmittag ein, als die 1.500 Meter Halbfinals der Männer begannen. Pech hatte Artur Beimler, den ein Sturz um die Chance auf den Finaleinzug brachte und die Männer über 100 Meter verpassten das Finale.
Es gibt nicht mal Zahlen zum Erfolg der Rundverfügung des Generalstaatsanwalts zu Bagatelldelikten vom März 2019
Schriftzug über dem Haupteingang des Leipziger Landgerichts. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserEigentlich hätte es Franz Sodann, Landtagsabgeordneter der Linken, schon ahnen können, als er seine Anfrage zum „Vollzug der Rundverfügung Bagatelldelikte“ stellte. Die heißt zwar nicht so, sondern „Rundverfügung zur einheitlichen Strafverfolgungspraxis sowie zur Strafzumessung und zu sonstigen Rechtsfolgen“. Sie gilt seit dem 1. März und wurde von Generalstaatsanwalt Hans Strobl verfügt. Und was zu erwarten war: Kein Mensch kann nachvollziehen, was sie gebracht hat.
Leichenfund im Clara-Zetkin-Park: Polizei veröffentlicht Bild des Toten und bittet um Mithilfe
Der abgesperrte Fundort der Leiche am Donnerstag. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Nach dem Fund einer Leiche im Inselteich des Clara-Zetkin-Parks am Donnerstag steht fest, dass es sich bei dem Toten um einen älteren Mann handelt und er gewaltsam zu Tode kam. Zur Klärung seiner Identität bittet die Leipziger Polizei nun die Öffentlichkeit um Unterstützung und hat ein Foto mit Beschreibung äußerer Merkmale des Mannes veröffentlicht.
Auch am 27. September ist ein Seifenkistenrennen auf dem Fockeberg undenkbar
Fockebergmarkt im vergangen Jahr. Foto: Tine Zeiler

Foto: Tine Zeiler

Für alle LeserEs sollte der 29. Prix de Tacot werden am 10. Mai auf dem Fockeberg. Doch Corona machte auch diesem von der naTo veranstalteten Traditionsereignis den Garaus. Auch wenn man im Haus am Südplatz noch zuversichtlich war, dass man das Rennen im Herbst würde nachholen können, genauer: am 27. September. Doch auch das wird nichts. Weder ist Corona aus der Welt verschwunden, noch kann man bei so einem Rennen die berühmten AHA-Regeln einhalten.
Extreme Dürreperioden in Mitteleuropa werden zunehmen, wenn wir den Treibhausgasausstoß nicht drastisch senken
Niedrigstwasser in der Elbe in Dresden im Jahr 2018. Foto: André Künzelmann / UFZ

Foto: André Künzelmann / UFZ

Für alle LeserEigentlich ist es seit über zwanzig Jahren bekannt, was die Klimaerwärmung speziell auch für Sachsen bedeutet, das neben den längeren Hitzeperioden auch besonders von zunehmenden Dürreperioden betroffen ist. Das dritte Jahr hintereinander erlebt Sachsen so ein Jahr. Und Entwarnung gibt es keine. Im Gegenteil. Das in Leipzig heimische Umweltforschungszentrum sieht noch mehr Dürren und Trockenzeiten auf uns zukommen. Denn den Treibhausgasausstoß haben wir noch immer nicht gesenkt.