Basketball: Neuer Trainer für Uni-Riesen – und auch eine neue Liga?

Bei den Uni-Riesen Leipzig tut sich wieder etwas. Nach wochenlanger Funkstille hat der Verein einen neuen Trainer: Dr. Ivan Vojtko wird das Team ab sofort übernehmen. Doch noch immer ist nicht klar, in welcher Liga es spielen wird. Die Option ProA ist so präsent wie noch nie - aber auch unwahrscheinlich. Zudem gibt es erste Bewegungen im Kader: Ein Amerikaner hat den Verein verlassen, Walter Simon bleibt.
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Sechs Wochen nach der Trennung von Erfolgstrainer Dimitris Polychroniadis haben die Uni-Riesen einen neuen Trainer. Der gebürtige Slowake Dr. Ivan Vojtko wird die Männer ab sofort coachen. Vojtko, der seit 2006 deutscher Staatsbürger ist, schaffte sowohl mit Oldenburg als auch mit Karlsruhe einst den Aufstieg in die 1. Basketball-Bundesliga, coachte zudem Teams in Tschechien, das Frauenbundesliga-Team der BG Dorsten und zuletzt die Damen-Nationalmannschaft der Slowakei. „Es ist eine interessante Herausforderung, und die Perspektive, den Basketball in Leipzig weiter voranzubringen, reizt mich“, so der „Basketball-Doktor“ über seine neue Aufgabe.
In welcher Liga sein Team starten wird, steht der weil noch nicht fest. Noch im März liebäugelten die Uni-Riesen mit einer Lizenz für die ProA. Nachdem sich wochenlang nichts tat, forcierte der Club die Planungen für die ProB. Nun flatterte allerdings doch noch ein Angebot von der Liga ins Haus. „Wir wollen sehr gern in der ProA spielen“, so Uni-Riesen-Geschäftsführer Dr. Werner Scholz,“aber die Vorbereitungen auf die ProB sind bereits weit fortgeschritten. Die schon fast vergessenen ProA Planspiele kommen nun auf den Prüfstand.“ Für die neue Liga braucht der Verein auf jeden Fall deutlich mehr Geld als für die ProB. Joachim Stumpf, für die Sponsorenakquise zuständig, rechnete im März vor, dass die ProA den Verein 500.000 Euro kosten würde. Mit Sponsoren hat man bereits gute Gespräche geführt. „Das Potenzial des Basketballstandorts und der Arena Leipzig wird von vielen Partnern als sehr hoch eingeschätzt. Das muss sich nun in Zahlen dokumentieren“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Unabhängig von der Ligazugehörigkeit haben die Uni-Riesen auch schon eine Vertragsverlängerung und einen Abgang zu verzeichnen. So wird Amerikaner Mo Pratt in jedem Fall ProA spielen. Er verließ den Club nach drei Jahren Richtung Cuxhaven, wird dort für die Cuxhaven BasCats aufspielen. „Nach der Regionalliga und ProB ist die ProA der logische nächste Schritt“, so der 26-Jährige. Walter Simon, neben Pratt einer der Leistungsträger der vergangenen Saison, wird dagegen bei den Uni-Riesen bleiben. „Er hatte auch andere ProA Angebote, daher freut es mich natürlich besonders, dass er sich für uns entschieden hat. Er wird in jedem Fall eine gute Rolle spielen, egal in welcher Liga“, jubilierte Scholz. Und vielleicht klappt es ja für Simon doch noch mit der ProA.


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