Die Handballer des SC DHfK gehen mit Sorgen um ihre Liga-Zukunft in die neue Trainingswoche. Heute Mittag beginnt in Leipzig der zweiwöchige „Frühjahrsputz“ und es starten die “Internationalen Wochen gegen Rassismus”. Der Zoo Leipzig sucht fleißige Hobby-Förster für seine aktuelle Pflanzaktion, der alljährlichen „Waldmeisterschaft“.

Leipzig macht sich frühlingsfein

Die Stadt Leipzig startet heute den jährlichen „Frühjahrsputz“. Er ist die traditionelle Reinigungsaktion für alle in Leipzig lebenden Menschen. Vereine, Unternehmen, Schulen und Privatpersonen engagieren sich gemeinsam, um öffentliche Flächen von herumliegendem Müll zu befreien. Das Ordnungsamt und die Stadtreinigung Leipzig unterstützen die Aktion unter anderem durch die Bereitstellung von Hilfsmitteln und die Abholung der gesammelten Abfälle.

Die Anmeldung erfolgt einfach über das Online-Formular. Müllsäcke, Greifer und Einweg-Handschuhe können am Wertstoffhof in der Lößniger Straße 7 abgeholt werden. Der kommunale Frühjahrsputz dient nicht der Entsorgung von Hinterlassenschaften auf privaten Grundstücken oder Firmengeländen. Deshalb weist die Stadt ausdrücklich darauf hin, dass ausschließlich Müll und Unrat aus dem öffentlichen, städtischen Umfeld beräumt werden darf, weshalb sie ja hierfür auch die Kosten trägt. Nach dem Sammeln werden die Standorte der vollen Säcke gemeldet. Die Stadtreinigung holt sie dann ab und kümmert sich um die Entsorgung. Ausgeliehene Hilfsmittel wie Greifer sind wieder zurück in den Wertstoffhof in die Lößniger Straße 7 zu bringen.

Im vergangenen Jahr engagierten sich 145 Reinigungsinitiativen mit 3.118 Teilnehmenden, die gemeinsam 209,3 Kubikmeter Abfall gesammelt haben. Neben gewöhnlichem Müll wurde auch eine beträchtliche Menge an größeren Abfallarten geborgen: 23,9 Kubikmeter Sperrmüll sowie 15 Kubikmeter Schrott konnten aus der Umwelt entfernt werden. Darüber hinaus fanden die Helferinnen und Helfer acht Elektrohaushaltsgeräte sowie 38 Reifen, die ebenfalls fachgerecht entsorgt wurden.  Durch die zahlreichen Initiativen und die hohe Beteiligung konnte eine erhebliche Menge an Abfall aus öffentlichen Bereichen entfernt und ein sichtbarer Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden.

Der „Leipziger Frühjahrsputz“ findet bis zum 29. März statt und wird heute um 13 Uhr am Freizeittreff „Rabet“ (Eisenbahnstraße 54) eröffnet.

Müll gehört auf die Halde, nicht in den Park. Heute startet der traditionelle „Frühjahrsputz“. Foto: Stadt Leipzig

Aktionswochen gegen Rassismus

Ebenfalls auf den Müll gehören rassistische Vorurteile und durch sie begründete Übergriffe und Benachteiligungen. Deswegen folgt Leipzig seit über zwanzig Jahren dem bundesweiten Aufruf der Stiftung gegen Rassismus und veranstaltet im März die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“, vielleicht nicht ganz zufällig im gleichen Zeitraum, in dem auch der „Frühjahrsputz“ stattfindet.

Leipzig beteiligt sich seit 2004 an den bundesweit stattfindenden Aktionswochen und engagiert sich damit kontinuierlich gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Durch die Mitwirkung zahlreicher Initiativen, Vereine und Gruppen entsteht jedes Jahr ein vielfältiges Programm mit Workshops, Filmvorführungen, Stadtteilaktionen, Vorträgen, Lesungen und weiteren Veranstaltungen, die zum Austausch, zur Information und zur Auseinandersetzung mit dem Thema anregen.

Die Anne-Frank-Shoah-Bibliothek der Deutschen Nationalbibliothek stellt zum Beispiel in einem eigenen Lesesaal Literatur zu den Themengebieten Holocaust und Shoah, Antisemitismus und Rassismus bereit. Bei Führungen erhalten interessierte Personen einen Einblick in die Arbeit der Sammlung. Termine sind nach Absprache innerhalb der Öffnungszeiten (Montag bis Freitag) möglich: exilarchiv@dnb.de oder Tel. 0341 2271-410.

Ein Workshop befasst sich im Rahmen der Aktionswochen mit der Frage, was die Klimakrise mit Kolonialismus zu tun hat und welche kolonialen Kontinuitäten es bis heute noch gibt. Der Arbeitskreis Klimagerechtigkeit des „BUND Leipzig“ lädt dazu am 25. März von 17 bis 19:30 Uhr in das „Haus der Demokratie“ (Bernhard-Göring-Straße 152) ein. Die Übersicht aller Veranstaltungen ist im Programmheft sowie tagesaktuell auf der Plattform Afeefa zu finden. Das Programm wurde unter redaktioneller Mitwirkung des Antidiskriminierungsbüros Sachsen erstellt und liegt auch online als Katalog vor.

Aktionen gegen Rassismus. Bis zum 29. März gibt es ein umfangreiches Programm. Symbolfoto: Camera-man / Pixabay

Abstiegsangst beim SC DHfK

Kopfschmerzen bereitet den Handballern des SC DHfK Leipzig diese Woche ein zermürbender Tabellenplatz in der 1. Bundesliga. Nach dem gestrigen 29:29-Unentschieden gegen Stuttgart belegt das Team nach 24 Spieltagen aktuell den 18. Platz und damit den letzten Rang. Sollte sich die Situation nicht verbessern, droht nach elf Jahren Zugehörigkeit zur “stärksten Liga der Welt” erstmals der Abstieg in die Zweitklassigkeit.

In der laufenden Spielzeit holte die Mannschaft bislang erst 9 Punkte. Für den SC DHfK bedeutet das konkret: zwei Siege und fünf Unentschieden stehen zu Buche – zu wenig, um sich aus der Abstiegszone zu befreien. Noch ist die Lage jedoch nicht aussichtslos. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt derzeit drei Punkte und die Saison ist noch nicht entschieden. Zehn Spiele stehen für Leipzig noch auf dem Programm. Der Klassenerhalt ist damit weiterhin möglich. Damit dieser gelingt, braucht es vor allem drei Dinge: Punkte, Punkte und Punkte!

Die kommenden Wochen werden deshalb entscheidend dafür sein, ob der SC DHfK Leipzig seine Erstligazugehörigkeit retten kann. Am 29. März empfangen die Grün-Weißen den ThSV Eisenach in der heimischen Quarterback Immobilien Arena. Die Thüringer liegen derzeit auf Platz 14 und damit noch außerhalb der Gefahrenzone.

Zoo veranstaltet „Waldmeisterschaft“

Artenschutz ist ein Markenzeichen des Leipziger Zoos. Dass der sich nicht nur auf die Tierwelt bezieht, stellt die Aktion „Waldmeisterschaft“ unter Beweis: heute heisst es ANMELDEN zur Pflanzaktion. Zoo-Fans können hierbei einen Beitrag zur Verbesserung des sächsischen Baumbestandes leisten. Bäume kann es gar nicht genug geben – in Wäldern genauso wie in Städten. Sie kühlen die Luft, speichern Wasser, binden Kohlendioxid und sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Dass ausgerechnet der Zoo Leipzig zum Bäumepflanzen aufruft, entspricht  seinem Selbstverständnis. Denn ohne Bäume gibt es keine Zukunft. Und somit endet Arterhaltung nicht an der Pforte des Zoologischen Gartens. Mit der Initiative „Waldmeisterschaft“ sammelt er seit Jahren Spenden für neue Wälder – und lädt Menschen ein, selbst mit anzupacken. Am 31. März organisiert der Zoo die nächste große Pflanzaktion.

Freiwillige können dann gemeinsam mit Förstern junge Bäume in die Erde setzen. Gepflanzt wird in einem Waldgebiet in der Nähe von Meißen. Dort sollen mindestens 2.026 neue Bäume wachsen. Seit Beginn der Aktion sind nach Angaben des Zoos bereits mehr als 12.000 Bäume zusammengekommen. Wer dabei sein möchte, muss sich vorher mit Namen und Mailadresse anmelden. Die Registrierung läuft über ein Formular auf der Internetseite des Zoos. Die Teilnehmer erhalten anschließend weitere Informationen per Mail. Darin stehen der genaue Treffpunkt, der Ablauf des Tages sowie Hinweise zu Kleidung und Arbeit im Wald. Eine rechtzeitige Anmeldung erleichtert das Zusammenstellen der Gruppen und das Verteilen der kleinen Pflanzen.

Der Zoo Leipzig organisiert die „Waldmeisterschaft“ gemeinsam mit Partnern wie der Sportstadt Leipzig und Teamsport Sachsen, fachlich begleitet von der Stiftung Wald für Sachsen. Ziel ist es, Mischwälder zu schaffen, die besser mit Trockenheit und Klimawandel zurechtkommen. Gepflanzt werden unter anderem Rot-Erle, Vogelkirsche, Spitzahorn und Esskastanie.   Wer möchte, kann die Aktion zusätzlich finanziell unterstützen. Die Kampagne funktioniert als Baumspende: Für fünf Euro wird ein Baum finanziert, größere Beträge ermöglichen ganze Baumgruppen. Spender können beim Pflanztermin ihren Baum selbst einsetzen.

Der Zoo-Direktor als Oberförster. Prof. Jörg Junhold bei einer früheren Pflanzaktion. Foto: Zoo Leipzig

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