Quirlige Wettkämpfe, glänzende Medaillen – das vierte von sechs Lipsiade-Wochenenden 2026 liegt hinter uns. In gleich elf Sportarten wurden am 13./ 14. Juni die Sieger ermittelt. Vom Geschehen beim Sportschwimmen und Judo verschaffte sich Leipzigs Stadtoberhaupt Burkhard Jung (SPD) ganz persönlich einen Überblick. Einige Aufgaben gab es für ihn dabei auch – und dann flossen sogar ein paar Tränen.
Der Präsident des veranstaltenden Stadtsportbundes, Dr. Uwe Witt, und seine Mitstreiter sowie Vertreter aus dem Sport begrüßten den Oberbürgermeister am Samstagvormittag im Wassersportzentrum an der Mainzer Straße. Hier waren die Wettkämpfe im Sportschwimmen im vollen Gange. Insgesamt genau der richtige Rahmen für eine emotionale Verabschiedung und Danksagung am Beckenrand. Im Mittelpunkt stand dabei die langjährige hauptamtliche Landesstützpunkt-Trainerin Anne-Katrin Neumann, die darüber hinaus auch ehrenamtliche Aufgaben im Schwimmsport-Verband Leipzig übernommen hatte.
Und auch als Sportlerin selbst hatte die Geehrte für große Momente gesorgt. Als DAS Jahr ihres Sportlerinnen-Lebens gilt 1974. Im Rahmen der damaligen DDR-Meisterschaften in Rostock holte sie unter ihrem Mädchennamen Schott am 6. Juli 1974 über 200 Meter Brust nicht einfach nur den Meistertitel, sondern stellte mit einer Zeit von 2:37,89 Minuten sogar einen neuen Weltrekord auf. Zudem erkämpfte sie gut einen Monat später in Wien auch noch EM-Silber. Ein Leben für den Schwimmsport also, das nun, unter anderem vom OBM feierlich gewürdigt wurde. Ein bewegender Moment für Anne-Katrin Neumann, bei der auch einige Tränen kullerten.
Für Burkhard Jung gab es anschließend noch jede Menge weitere Ehrungen vorzunehmen – Siegerehrungen für die schnellsten Schwimmtalente. Und dann ging es für die Delegation hinüber in die Brüderhalle. Dort kämpften die jungen Judokas gleich auf mehreren Matten. Daneben fieberte unter anderem Annett Böhm mit ihren Schützlingen der Leipziger Sportlöwen mit. Von ihr können die Kleinen jede Menge lernen, denn Böhm hat zwei Olympiateilnahmen vorzuweisen, inklusive einer Bronzemedaille 2004.
Nach einer kurzen Ansprache ließ OBM Jung vom Kampfrichtertisch aus den Wettkampftrubel einfach auf sich wirken – mit einem Lächeln auf den Lippen. „Mir geht immer das Herz auf, wenn man die Kinder sieht, wie sie wetteifern und engagiert im Miteinander bei einem so großen Sportfest dabei sind“, verriet er der LZ. „Und am Ende geht es doch genau darum, dass unsere Kindern und Jugendlichen versuchen, über den Sport auch eine sinnvolle Betätigung zu finden, Gemeinschaft zu lernen, für den eigenen Körper und die Gesundheit etwas zu tun, Teamfähigkeit und Fairness zu lernen – das hält die Gesellschaft zusammen.“
Zwei Wochen Lipsiade stehen noch auf dem Programm. Denn Abschluss dieser inzwischen 32. Kinder- und Jugendsportspiele bilden am 28. Juni die Wettkämpfe im Segeln auf dem Cospudener See sowie 3×3 Basketball in der Markkleeberger Rudolf-Hildebrand-Schule. Viele Gelegenheiten also noch für weitere emotionale Momente.
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