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Rassismus

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Der Stadtrat tagt: Zoo-Veranstaltungen wie „Hakuna Matata“ soll es künftig nicht mehr geben + Video

Seit einigen Jahren wird in Leipzig eine Diskussion darüber geführt, ob der Zoo mit einigen Veranstaltungen rassistische Stereotype verbreitet und ob er seine koloniale Vergangenheit angemessen aufarbeitet. Der Migrantenbeirat hat das Thema am Mittwoch, dem 18. Mai, in den Stadtrat gebracht. Am Ende stand ein deutliches Ergebnis: Veranstaltungen wie „Hakuna Matata“ und „El Dorado“ soll […]

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Struktureller Rassismus: Neues Forschungsprojekt und Ringvorlesung an der Uni Halle

Mit den Grundlagen und Ursachen von strukturellem sowie institutionellem Rassismus befassen sich ein neues Forschungsprojekt und eine Ringvorlesung am Juristischen Bereich der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU): Ein vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) gefördertes Projekt untersucht, wie Entscheidungen in und Kommunikation von Behörden zu Diskriminierung führen können. Die Ringvorlesung beleuchtet die Thematik aus verschiedenen […]

Vortrag und Diskussion im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus: Empowering, Feminismus und Islam?

Islam und Feminismus werden nicht selten als paradox betrachtet und verstanden. Dem entgegen stellen sich islamische Feminist/-innen, die mit stetiger Aufklärung aufzeigen, wie unterschiedlich feministische Kämpfe weltweit sind. Ausprägungen, die in Deutschland für weiße Menschen unverständlich sind, sind alltägliche Praxis für beispielsweise Frauen*, die ein Kopftuch tragen. Deshalb gilt der Anspruch, dass Feminismus in Deutschland […]

Auf einer Pressekonferenmz am Freitagabend informierte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping über die Maßnahmen der neuen Corona-Schutzverordnung. Foto: Kerstin Pötzsch

Jahresbericht 2021: Rechtsmotivierte und rassistische Angriffe in Sachsen weiterhin besorgniserregend

Das Projekt Opferberatung „SUPPORT“ des RAA Sachsen e.V. hat heute seinen Bericht für das Jahr 2021 veröffentlicht (https://www.raa-sachsen.de/support/statistik) Demnach haben die Opferberatungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt im Jahr 2021 insgesamt 189 rechtsmotivierte und rassistische Angriffe in Sachsen gezählt. Mindestens 261 Menschen waren von diesen Angriffen direkt betroffen. Zugleich bildeten Verschwörungstheorien immer häufiger […]

Das Hanau-Gedenken am 19. Februar 2022 auf dem Leipziger Markt. Foto: LZ

Leipziger/-innen gedenken des Terroranschlags von Hanau + Video

Genau zwei Jahre ist es her, als Tobias R. in eine Hanauer Shisha-Bar stürmt und um sich schießt. Der Notausgang ist auf Anweisung der Behörden verriegelt, eine Flucht ist unmöglich. Elf Menschen sterben an diesem Tag, erst neun seiner Opfer, später erschießt R. seine Mutter und dann sich selbst. Seine Tat bleibt von ihm, war rechtsextremistisch motiviert und traf jene, die in unserer Gesellschaft marginalisiert sind. Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov. Das sind die Namen derer, die am 19. Februar 2020 von Tobias R. mitten aus dem Leben gerissen wurden.

Rassismus zehrt von der Angst. Foto: Marko Hofmann

Internationale Wochen gegen Rassismus: Bis Ende Januar Veranstaltungen anmelden

„Haltung zeigen“ ist das „Haltung zeigen“ ist das diesjährige Motto der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 14. bis 27. März. Vereine, Kultur- und Jugendeinrichtungen, Kirchgemeinden und Religionsgemeinschaften sowie andere Organisationen können sich auch in diesem Jahr daran beteiligen. Anmeldeschluss für das Gesamtprogramm ist der 31. Januar 2022. Motto der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 14. bis 27. März. Vereine, Kultur- und Jugendeinrichtungen, Kirchgemeinden und Religionsgemeinschaften sowie andere Organisationen können sich auch in diesem Jahr daran beteiligen. Anmeldeschluss für das Gesamtprogramm ist der 31. Januar 2022.

Aufarbeitung der Leipziger Kolonialgeschichte: Was ist seit dem Stadtratsbeschluss passiert?

Zwischen 1876 und 1931 fanden auf dem Gelände des Leipziger Zoos etwa 40 sogenannte „Völkerschauen“ statt. In den Leipziger „Menschenzoos“ wurden insgesamt mehr als 750 Menschen den Zoobesucher/-innen zur Schau gestellt. Auch in vielen anderen Städten Europas waren diese Ausstellungen üblich und hatten Tradition in Zirkussen, Kuriositäten-Kabinetten und auf Jahrmärkten. Eine kritische Aufarbeitung der „Völkerschauen“ ist bisher, trotz der langjährigen Forderung verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteure, nur spärlich erfolgt.

Der Fußball geeint gegen Rassismus und Diskriminierung

Der (Amateur-)Fußball ist breit gesellschaftlich verankert und kann ein wichtiger Player im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung sein. Er muss es aber nicht. Lange Zeit waren Fußballstadien und -plätze in (Ost-)Deutschland gesellschaftliche Räume, in den Rassismus und Diskriminierung viel zu häufig – nicht selten unter dem Deckmäntelchen des „unpolitischen“ – toleriert und negiert wurden. Daher ist die Entscheidung des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV), die Spielordnung zu ändern, ein begrüßenswerter Schritt.

Studie zu institutionellem Rassismus startet: „Wichtig ist, dass man es jetzt macht“

Wie weit ist Rassismus in staatlichen Institutionen verbreitet – und was kann dagegen getan werden? Ein neues Forschungsprojekt, an dem sich auch Angehörige der Universität Leipzig federführend beteiligen, soll diese Fragen klären. Gegenüber der LZ verrät Prof. Dr. Gert Pickel, einer der Verantwortlichen, mit welcher Haltung er an das sensible Thema herangeht – und wo er Chancen und Fallstricke bei dem Forschungsvorhaben sieht.

Podiumsdiskussion zur Leipziger Kolonialgeschichte am 30. September 2021. Foto: LZ

Diskussion zu Leipzigs Kolonialgeschichte: Der Zoo in einer Abwärtsspirale und fragwürdige Zusammenstellung des Podiums

Das deutsche Kaiserreich eignete sich von 1884 bis zum Ersten Weltkrieg sogenannte Schutzgebiete, in der Praxis Kolonien, an. Diese erstreckten sich von Togo, Kamerun, Deutsch-Ostafrika, Deutsch-Südwestafrika über das chinesische Kiautschou bis hin zu Neuguinea und Samoa in der Südsee. Die Spuren dieser kolonialen Geschichte finden sich auch in Leipzig – von den Beständen im GRASSI Museum für Völkerkunde bis hin zu Straßen, die nach Akteuren der Kolonialzeit benannt sind. Daher lud das Kulturdezernat am 30. September zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion in der Aula der Volkshochschule ein.

Workshop zu von Rassismus betroffenen Menschen in Seminaren

Im Workshop (5. und 6.11.2021) möchten wir uns intensiv mit dem Thema Rassismus beschäftigen und vor allem mit den dahinterstehenden Mechanismen. Anschließend wollen wir eigene Erfahrungen in der Bildungsarbeit zum Thema in und außerhalb von schulischen Kontexten reflektieren und auftretende Probleme miteinander besprechen.

Umfangreiche Studie zu Rassismus in staatlichen Institutionen gestartet

Forschende der Universität Leipzig beteiligen sich federführend an der Studie „Rassismus als Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts im Kontext ausgewählter gesellschaftlich-institutioneller Bereiche“, die vom Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) durchgeführt wird.

Bild: Leni und Tom/Pixabay

Das Problem heißt Rassismus – Bündnisgrüne Diskussionsveranstaltung

Die Diskussion zum Rassebegriff im Grundgesetz wird deutschlandweit geführt. Auch in der Sächsischen Verfassung ist der Begriff „Rasse“ festgeschrieben: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ [Artikel 18 Absatz 3 Sächsische Verfassung]

Juliane Nagel (MdL, Linke) Foto: LZ

Juliane Nagel (Linke): antimuslimischen Rassismus bekämpfen – jetzt erst recht

Heute vor zwölf Jahren wurde Marwa El-Sherbini im Landgericht Dresden ermordet. Die schwangere 32-jährige Pharmazeutin aus Ägypten hatte sich juristisch gegen antimuslimischen Rassismus gewehrt. Rassismus, der ihr und ihrem Sohn durch den Angeklagten widerfahren war. Im Gerichtssaal wurde sie aus rassistischen Motiven durch eben jenen Täter ermordet - der Rechtsstaat konnte sie nicht schützen.

Erster Lagebericht der Koordinierungsstelle für Extremismusprävention und -bekämpfung: Wachsende Fallzahlen oder geschärfter Fokus?

Am Dienstag, 4. Mai, hat Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller den ersten Lagebericht der Koordinierungsstelle für Extremismusprävention und -bekämpfung (KostEx) vorgestellt. Die Stelle wurde zum 1. September des vergangenen Jahres unter anderem mit dem Ziel eingerichtet, einen halbjährlichen Lagebericht zum Ist-Stand sowie zu Entwicklungen und Tendenzen in Bezug auf Extremismus im öffentlichen Dienst zu erstellen.

Giraffen im Leipziger Zoo. Foto: Marko Hofmann

Der Zoo Leipzig und der unreflektierte Blick auf „die Exoten“: Ein Offener Brief des Migrantenbeirats

Es war das Leipziger Jugendparlament, das zum Anfang des Jahres einen Antrag stellte, die koloniale Vergangenheit des Zoos Leipzigs aufzuarbeiten. Das Leipziger Kulturdezernat befürwortete den Antrag zwar, meinte aber auch, dass sich der Zoo Leipzig schon genug mit dem Thema beschäftige. Die Beschlussfassung im Stadtrat steht noch aus. Die Diskussion wurde skurril. Und der Migrantenbeirat schreibt jetzt einen Offenen Brief.

Aiko Kempen: Auf dem rechten Weg? Cover: Europa Verlag

Auf dem rechten Weg? Aiko Kempen untersucht den reformbedürftigen Zustand unserer Polizei

Nicht nur der Freistaat Sachsen wird seit geraumer Zeit von immer neuen Polizeiskandalen erschüttert. Mal ist es das Fahrradgate, das für Schlagzeilen sorgt, dann wieder seltsame Vorgehensweisen gegen Reporterteams, freundliche Grüße für Pegida oder 7.000 Schuss Munition, die einfach mal so beim Sondereinsatzkommando MEK verschwinden. Kaum einer hat sich in den letzten Jahren so intensiv mit der Polizei und ihren Selbstwahrnehmungsproblemen beschäftigt wie der Leipziger Journalist Aiko Kempen.

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