Artikel zum Schlagwort Rassismus

Attentat vor einer Synagoge in Hamburg: Schluss mit den verharmlosenden Reflexen!

Am Sonntagnachmittag wurde vor einer Synagoge in Hamburg ein jüdischer Student von einem Mann mit einem Klappspaten angegriffen. Der Angreifer schlug dem jungen Mann mit dem Spaten gezielt auf den Kopf und verletzte ihn dabei. Polizei und Staatsschutz ermitteln. DaMigra, Dachverband der Migrantinnen*organisationen, verurteilt diese Tat auf das Schärfste und kritisiert den Umgang von Medien und Polizei. Weiterlesen

Freitag, der 25. September 2020: Leipziger Polizei suspendiert Beamten nach Rassismusverdacht

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSo schlimm wie in Nordrhein-Westfalen ist es nicht, aber es ist mindestens ein Fall zu viel: Die Polizeidirektion Leipzig hat einen Beamten suspendiert, der in Chatgruppen rassistische Nachrichten verbreitet haben soll. In Dresden ermittelt unterdessen die Staatsanwaltschaft doch gegen einen Einsatzleiter. Außerdem: Ein Wahlerfolg der AfD sorgt für Empörung. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 25. September 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war. Weiterlesen

Fünf Jahre Heidenau, zwei Jahre Chemnitz – rechte Täterinnen und Täter erfahren in Sachsen kaum Konsequenzen

Foto: Alexander Böhm

Vom 21. August bis zum 23. August 2015 und mithin vor fünf Jahren kam es im sächsischen Heidenau zu progromartigen Ausschreitungen gegen Geflüchtete, die dort in einem ehemaligen Praktiker-Markt untergebracht waren. Die Szenen erinnerten an die Geschehnisse in Rostock-Lichtenhagen Anfang der 1990er Jahre. Die Ereignisse in Heidenau betteten sich ein in eine Reihe weiterer rassistischer Angriffe und Zusammenrottungen etwa Freital, Dresden oder Clausnitz. Weiterlesen

Auftakt zur digitalen Veranstaltungsreihe: Ein Wir für Alle. Rassismus sichtbar machen

Foto: Marko Hofmann

Rassismus zu erkennen, zu benennen und zu bekämpfen ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Die wirksamste Prävention von Rassismus ist die Gestaltung einer rassismuskritischen und chancengerechten Einwanderungsgesellschaft. Für diesen gesamtgesellschaftlichen Prozess braucht es aber nicht nur einen langen Atem, sondern auch einen lebendigen Dialog. Weiterlesen

Statement des Aktionsnetzwerks „Leipzig nimmt Platz“: Auch Leipzig hat ein Rassismus-Problem

Foto: L-IZ.de

Groß und laut war die Aufregung über den Vorfall, als ein LVB-Kontrolleur einen Fahrgast würgte. Es wurde gefragt, ob die LVB ein Rassismus-Problem hat. Und ja, zu Recht wird von dem städtischen Beteiligungsunternehmen nun verlangt, endlich ein funktionierendes Beschwerdemanagement zu etablieren, Schulungen in interkultureller Kompetenz durchzuführen und dafür zu sorgen, dass in den eingesetzten Teams Fremdsprachenkenntnisse vorhanden sind. Weiterlesen

LVB-Kontrolleur nach Würgegriff vom Dienst freigestellt

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenDas Video erinnert an den Tod des US-Amerikaners George Floyd: Ein LVB-Kontrolleur liegt auf einer Person und hält diese minutenlang im Würgegriff. Umstehende weisen ihn darauf hin, dass die Person keine Luft mehr bekomme. Am Ende geht die Situation glimpflich aus. Die Staatsanwaltschaft sieht den Verdacht einer schweren Körperverletzung und die LVB stellen ihren Mitarbeiter und dessen Team vom Dienst frei. Weiterlesen

Dessau ist nicht nur Bauhaus-Stadt: Vor 20 Jahren ermordeten Neonazis den Mosambikaner Alberto Adriano

Foto: Luise Mosig

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 80, seit Freitag, 26. Juni im HandelZwischen zwei Bäumen im Dessauer Stadtpark flattert ein Plakat mit 182 Namen. Einer von ihnen ist Alberto Adriano, elfte Zeile, vierter von links. Das Plakat trägt die Überschrift „Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt, 1990–2011“. Alberto Adriano wurde vor 20 Jahren, in der Nacht auf den 11. Juni 2000, von drei Neonazis brutal zusammengeschlagen. Drei Tage später verstarb er im Krankenhaus. Der aus Mosambik stammende Fleischermeister war als Vertragsarbeiter in die DDR gekommen, hinterließ eine Ehefrau und drei Kinder. Weiterlesen

Interview mit Luke Francis (Series Be:): Lieber sterben, als nichts zu tun

Foto: Sabine Eicker

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 80, seit 26. Juni im HandelDie Black-Lives-Matter-Bewegung gewinnt an Stärke; auch nach Wochen der Proteste gehen Menschen überall auf der Welt für die Rechte nicht-weißer Menschen auf die Straße. „Schwarzes Leben zählt“ – diese Losung sollte jede Art von Leben einschließen. Dafür kämpft auch Luke Francis (25). Der Balletttänzer ist Gründer von Series Be:, einer Vereinigung, die sich in Leipzig für die Rechte von queer/trans/nicht-binärer und nicht-weißer Menschen einsetzt. Weiterlesen

„Manchmal wurde ich bis nach Hause verfolgt und beleidigt“: Welche Erfahrungen die Leichtathletin Mariam Soumah mit Rassismus macht(e)

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 80, seit Freitag, 26. Juni im HandelMariam Soumah ist 16 Jahre jung. Sie ist in Leipzig geboren und besucht die hiesige Sportoberschule. Ihre Leidenschaft ist die Leichtathletik. Sie ist Sprinterin beim SC DHfK und so schnell, dass sie dem Landeskader angehört. Ihr Vater stammt aus Guinea in Westafrika. Mariam Soumah hat keine weiße Haut – und muss(te) nur deshalb immer wieder Rassismus erfahren. Weiterlesen

Interview: „Der Kolonialismus in Leipzig ist kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte“

Foto: Birgit Scheps-Bretschneider

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 80, seit Freitag, 26. Juni im HandelClaudia Rauhut ist nur ein Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Leipzig postkolonial, deshalb will die Ethnologin und Politikwissenschaftlerin gar nicht im Vordergrund stehen. Sie vertritt die Meinung der Gruppe, wenn sie mit der Leipziger Zeitung spricht. Die Meinung zum Umgang mit den kolonialen Spuren in Leipzig ist unbequem. Das Thema steht nicht auf der Agenda der Stadtpolitik und der Akteure. Weiterlesen

Die unsichtbaren Spuren von Rassismus und Kolonialismus in Leipzig

Machtgefälle im Kopf. Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 80 ist da: Was zählt …

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDarauf einen schönen schwarzen Kaffee. Zum Munterwerden. Und als Anstoß. Quasi der Kaffee des Anstoßes. Nicht ohne Grund thematisiert die neue Ausgabe der Leipziger Zeitung nach den großen „Black Lives Matter“-Demonstrationen die alten, fast „vergessenen“ Themen Kolonialismus und Rassismus auch für Leipzig. Die ach so weltoffene Stadt, in der Menschen, wenn sie nur fremd genug aussehen, trotzdem immer wieder Stalking, Mobbing und direkte Angriffe erleben. Man sieht es nicht – so aus weißhäutiger Perspektive. Weiterlesen

Der Zoodirektor, der auch Menschen in seinem Zoo ausstellte

Auch die Benennungen von Straße und Schule nach Ernst Pinkert stehen zur Disposition

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser Über die Umbenennung der Arndtstraße in der Leipziger Südvorstadt wird noch diskutiert, der Antrag zur Umbenennung der Jahnallee ist noch im Verfahren. Aber seit vergangener Woche steht auch ein Mann im Fokus der Diskussion, der erst 2010 mit einem Straßennamen geehrt wurde: Ernst Pinkert, der Gründer des Leipziger Zoos. „Ernst Pinkert wird in Leipzig vor allem als der Gründer des Leipziger Zoos rezipiert, einer der großen touristischen Attraktionen Leipzigs. Verschwiegen bleibt dabei: Ernst Pinkert hat in seinem Zoo aber auch sogenannte Völkerschauen veranstaltet“, heißt es in einer entsprechenden Einwohneranfrage. Weiterlesen

Ernst Moritz Arndts Phantasien über „Neger“ und „Mongolen“

Wer Rassismus verstehen will, muss sich auch mit dem Elite-Dünkel deutscher Professoren beschäftigen

Screenshot: L-IZ

Für alle LeserAls Stadtrat Thomas Kumbernuß im Oktober 2019 seinen Antrag stellte, die Arndtstraße in der Leipziger Südvorstadt in Hannah-Arendt-Straße umzubenennen, war noch nicht zu ahnen, dass das Jahr 2020 im Zeichen von „Black lives matter“ stehen würde, dass die Tötung des Afroamerikaners George Floyd am 25. Mai durch einen weißen Polizisten die größten Anti-Rassismus-Proteste seit über 50 Jahren auslösen würde und auch in Deutschland endlich ernsthaft über den eigenen Rassismus diskutiert wird. Was das mit Ernst Moritz Arndt zu tun hat? Eine Menge. Weiterlesen

Starker Ruf gegen Rassismus auf den sächsischen Straßen – wo steckte der Ministerpräsident?

Juliane Nagel (MdL, Linke) Foto: L-IZ.de

In den vergangenen Tagen gab es auch in Sachsen an vielen Orten Demonstrationen im Zuge der „Black Lives Matter“-Bewegung. „Schwarze Leben zählen“ schallte es auch in Dresden, Chemnitz und Leipzig. Anlass der Solidaritätsdemonstrationen ist der Tod von George Floyd in Minneapolis. infolge einer gewaltsamen Festnahme durch einen Polizisten. Weiterlesen

Wenn die Angst vor dem Fremden sich in Überfremdungs-Quatsch verwandelt

Der Rassismus in den Köpfen der Leipziger

Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2017

Für alle LeserJa, tut mir leid, liebe Mitarbeiter/-innen im Amt für Statistik und Wahlen. Aber so schlecht versorgt haben wir uns, was aktuelle Daten betrifft, seit 29 Jahren nicht mehr gefühlt. Die Auswertung der Bürgerumfrage von 2018 ist überfällig. Die der Bürgerumfrage 2019 stünde jetzt eigentlich an. Deswegen nehmen wir jetzt ein paar uralte Daten von 2017, weil das Thema brennt: Wie rassistisch sind die Leipziger? Weiterlesen