Tag: 28. Juni 2020

Mariam Soumah bei einem Sprintwettkampf in der Arena Leipzig. Foto: Jan Kaefer
Sport·Leichtathletik

„Manchmal wurde ich bis nach Hause verfolgt und beleidigt“: Welche Erfahrungen die Leichtathletin Mariam Soumah mit Rassismus macht(e)

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 80, seit Freitag, 26. Juni im HandelMariam Soumah ist 16 Jahre jung. Sie ist in Leipzig geboren und besucht die hiesige Sportoberschule. Ihre Leidenschaft ist die Leichtathletik. Sie ist Sprinterin beim SC DHfK und so schnell, dass sie dem Landeskader angehört. Ihr Vater stammt aus Guinea in Westafrika. Mariam Soumah hat keine weiße Haut – und muss(te) nur deshalb immer wieder Rassismus erfahren.

Podiumsdiskussion von „Leipzig Postkolonial“ am 19.12.2019 im Ost-Passage Theater mit Esther Muinjangue and Sima Luipert. Foto: Birgit Scheps-Bretschneider
Leben·Gesellschaft

Interview: „Der Kolonialismus in Leipzig ist kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte“

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 80, seit Freitag, 26. Juni im HandelClaudia Rauhut ist nur ein Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Leipzig postkolonial, deshalb will die Ethnologin und Politikwissenschaftlerin gar nicht im Vordergrund stehen. Sie vertritt die Meinung der Gruppe, wenn sie mit der Leipziger Zeitung spricht. Die Meinung zum Umgang mit den kolonialen Spuren in Leipzig ist unbequem. Das Thema steht nicht auf der Agenda der Stadtpolitik und der Akteure.

Entwicklung der deutschen Teibhausgasemissionen von 1990 bis 2018. Grafik: Umweltbundesamt
Politik·Sachsen

Sachsens Umweltministerium nimmt die AfD-Argumentation zu EEG-Umlage und CO2-Emissionen auseinander

Das meiste, was die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag so fragt, ist überflüssig, verkappt irgendwelche Verdächtigungen in scheinbar seriöse Fragen oder versucht diverse altertümliche Weltbilder als wissenschaftlichen Sachbestand zu formulieren. Richtig dreist war jüngst der Antrag, in Sachsen einfach mal das EEG-Gesetz abzuschaffen, weil die grauhaarigen Herren in der Fraktion immer noch der Meinung sind, es würde die Leute nur Geld kosten und nichts bringen.

Rudimentärer Weg am Rand des Elster-Saale-Kanals. Foto: Marko Hofmann
Politik·Region

Jetzt gibt es erst einmal Fördergeld für den geplanten Radweg am Elster-Saale-Kanal

Leipzig ist umgeben von lauter wohlklingenden Organisationen, in denen die Verwaltungen der Städte und Landkreise weitab von den gewählten Gremien ihre eigene Politik machen, ohne dass selbst die Leipziger Stadträt/-innen noch nachvollziehen können, wer da eigentlich welche Entscheidungen trifft. Zu diesen surrenden UFOs gehört seit einiger Zeit auch die Arbeitsgemeinschaft, die den Weiterbau des Elster-Saale-Kanals vorantreiben soll. Da das aber noch Utopie ist, setzt man jetzt erst einmal 11 Kilometer Kanal „in Wert“ – durch einen Radweg.

Der Abfluss des Markkleeberger Sees in die Kleine Pleiße. Foto: Ralf Julke
Politik·Region

Über die Kleine Pleiße wäre zumindest eine Paddelverbindung zum Markkleeberger See möglich

„Region hält an Vollendung des Schlüsselkurses 5 fest“, meldete am 19. Juni, die Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland. Der „Schlüsselkurs 5“ ist der Bootskurs von der Connewitzer Schleuse über die Pleiße zum Markkleeberger See. Was fehlt, ist die Verbindung von der Pleiße zum See, liebevoll „Markkleeberger Wasserschlange“ genannt. Doch 2018 lehnte die Landesdirektion Sachsen die vorgelegten Pläne als nicht genehmigungsfähig ab. Jetzt startet der zweite Versuch, die Verbindung herzustellen.

Maisfeld. Foto: Gernot Borriss
Wirtschaft·Metropolregion

Gentechnisch verunreinigter Mais gelangte augenscheinlich nicht nach Sachsen

Deutschlandweit machte in den vergangenen Wochen ja die Nachricht die Runde, dass über einen niedersächsischen Anbieter gentechnisch verunreinigtes Mais-Saatgut aus den USA auf deutsche Äcker gelangt ist. Am 17. Juni gab das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine entsprechende Meldung heraus. Da war das Saatgut schon in mehreren Bundesländern entdeckt worden. Aus Sachsen gab es noch keine Meldung. Wir haben nachgefragt.

Kletterin am Holzberg. Foto: Gunter Winkler / BI Böhlitz
Politik·Region

Leipziger Sektion des Deutschen Alpenvereins sieht eine Chance, mit KAFRIL zu einer einvernehmlichen Lösung am Holzberg zu kommen

2017 hat die Fa. KAFRIL den Steinbruch am Holzberg bei Böhlitz im Landkreis Nordsachsen gekauft, um ihn als Deponie für Bauschutt zu nutzen. Doch allein schon die Existenz mehrerer streng geschützter Arten in diesem Biotop macht dieses Anliegen undurchführbar. Zum Konflikt kam es jüngst mit den Kletterfreunden, die an den steilen Wänden ein für die Region einmaliges Kletterparadies gefunden hatten. Der Konflikt könnte jetzt gütlich beigelegt werden.

Melder vom 28.6.2020

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Künftig ein TÜV-geprüfter Kletterpfad für die Kinder - Zoodirektor Dr. Jörg Junhold probiert's schon mal aus. Foto: Ralf Julke
Wortmelder

Reaktion der AG Leipzig Postkolonial auf den Artikel der LVZ vom 20. Juni 2020 „War der Zoogründer ein Rassist?“

Im Artikel der Leipziger Volkszeitung „War der Zoogründer ein Rassist?“ vom 20. Juni besprach das Blatt eine Bürger/-innenanfrage, welche die Benennung einer Straße nahe des Zoos und einer Grundschule im Stadtteil Reudnitz mit dem Namen des ersten Zoodirektors Ernst Wilhelm Pinkert kritisch hinterfragt. Im Jahr 2009 bzw. 2010 wurden diese öffentlichen Orte tatsächlich noch nach einem Menschen benannt, dessen rassistisches Handeln und Wirken in Leipzig klar benennbar ist.

Schülervertreter erarbeiten Zukunftsvisionen für gute Schule in einer digitalen Welt. Foto: Torben Krauß (Bundesschülerkonferenz)
Wortmelder

Schülervertreter fordern mehr Medienkompetenz

Heute begann die zweitägige Klausurtagung der Bundesschülerkonferenz in Berlin. Schülervertreterinnen und Schülervertreter aus dem gesamten Bundesgebiet kamen zusammen, um über Digitalisierung an Schulen, internationale Vernetzung und Bildung für nachhaltige Entwicklung zu diskutieren und gemeinsame Positionen zu erarbeiten.

Foto: LZ
Polizeimelder

Polizeibericht 28. Juni: Einbruch in Hotel, Kind schwer verletzt, Diebstähle von Kraftfahrzeugen

An einer Versammlung des Bündnisses „Ende Gelände“ nahmen nach Angaben der Versammlungsbehörde etwa 50 Menschen teil+++Unbekannte drangen durch das Aufhebeln eines Fensters in eine im Erdgeschoss gelegene Bar ein, hebelten einen Zigarettenautomat auf und entleerten diesen+++Unbekannte verschafften sich über eine Versorgungsklappe widerrechtlich Zutritt zu einem Verkaufsstand und entwendeten anschließend einen mobilen Lautsprecher (Bluetooth-Musikbox).

FDP-Bundestagsabgeordneter Torsten Herbst. Foto: L-IZ.de
Wortmelder

Sachsen gehört bei Bahnhöfen und Haltepunkten mit kostenlosem WLAN zu den Schlusslichtern

Jede 57. Verkehrsstation (Bahnhöfe und Haltepunkte) der Deutschen Bahn in Sachsen (7 von 398) hat ein kostenloses WLAN-Angebot, jede 49. in Sachsen-Anhalt (6 von 291) und jede 56. in Thüringen (5 von 280). Deutschlandweit wird den Reisenden an 641 von 5.376 Verkehrsstationen kostenloses WLAN angeboten, also an jeder 8. Station. Spitzenreiter sind Hamburg (54 von 56 Stationen), Schleswig-Holstein (110 von 137) und Hessen (334 von426).

Sarah Buddeberg. Foto: DIE LINKE. Sachsen
Wortmelder

Sarah Buddeberg zum historischen Christopher Street Day: Emanzipatorische Kämpfe verbinden!

Am heutigen 28. Juni jährt sich der Stonewall-Aufstand zum 51. Mal. Zum Jahrestag des historischen Christopher Street Day erklärt Sarah Buddeberg, Sprecherin für Gleichstellungs- und Queerpolitik sowie Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion Die Linke: „Am 28. Juni 1969 rebellierten Homosexuelle und Trans/-personen in der Bar Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street gegen Polizeigewalt und für Gleichberechtigung. Seitdem wird weltweit auch mit Aktionen dafür gestritten, dass Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität gleichbehandelt werden.“

Landschaftsidylle Braunkohletagebau mit Kraftwerk Lippendorf. Foto: Michael Freitag
Wortmelder

Ende Gelände blockiert Zufahrt zum Kraftwerk Lippendorf

Bei Leipzig blockieren seit heute Morgen um 10 Uhr Aktivist/-innen von „Ende Gelände“ eine Zufahrt zum Braunkohlekraftwerk Lippendorf. Damit protestieren sie gegen das geplante Kohlegesetz, das am 3. Juli vom Bundestag beschlossen werden soll. Die Aktivist*innen fordern, den Stopp des Gesetzes und einen sofortigen Kohleausstieg.

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