Keine Überraschung: Auch in Brasilien regnet es. Beachsoccern am Strand lässt es sich trotzdem - und weiter die Umgebung erkunden. Merke: Müll und Sicherheit scheinen im Land der WM ein Problem zu sein...

Der zweite Tag beginnt bereits 6:00 Uhr, Jetlag sei Dank. Das feuchtwarm schwüle Wetter tut sein Übriges. Ich beschließe, den Strand zu erkunden. Im leichten Dauerlauf maloche ich die Küste entlang. Der Einzige am Strand bin ich nicht, viele Jogger oder Gruppen betätigen sich sportlich. Auch das brasilianische Alltagsleben erwacht allmählich.

Fleißige Müllmänner beseitigen die Überreste des letzten Abends. Überall säumen Müllbeutel die Straßenränder. Ein Müllsystem mit Mülltonnen wie in Deutschland existiert so nicht. Leider scheint das Umweltbewusstsein noch nicht so ausgeprägt, denn der Strand und das Meer sind teilweise sehr mit Plastemüll verschmutzt. Auch enden große Abflussrohre am Strand. Das Wasser ist auch sehr trüb. Da lob ich mir doch den Strand in Warnemünde.

Mehr zum Thema:

WM mittendrin (1): “Brasilien, wir kommen!”
Südamerika war schon immer ein Traum von mir …

WM mittendrin (3): Zwischen Abgasen und Banana Joe
Großes Abenteuer in Salvador de Bahia …

WM mittendrin (4): Party in einer Strandbar, Spanien gegen Holland vor Ort und ein Unfall
Martin Matthäus ist weiter in Salvador …

Nach dem morgendlichen Lauf widme ich mich dem Frühstücksbuffet. Leider ist dies nicht viel anders als bei uns. Ob das nur hier so ist, werde ich im Laufe meiner Reise sicher noch feststellen. Anschließend treffen wir uns in der Gruppe zu einer kurzen Besprechung, um die nächsten Tage zu planen.

Ansonsten hält der Tag fast nur Regen parat. Das ist mir aber egal. Mit ein paar Leuten aus der Gruppe geht es im Regen baden und etwas Beachsoccer spielen. Anschließend statte ich der Bar gegenüber der Pousada einen Besuch ab. Mittagessen am Nachmittag: Hühnchen mit landesüblichen Bohnen, Reis sowie einem Brei aus Maniok. Einfach lecker. Danach steht nicht mehr viel auf dem Programm.

Erfahrungsaustausch in der Gruppe hilft gegen das schlechte Wetter. Erinnerungen und Geschichten von vergangenen Turnieren mit der Nationalmannschaft prägen die Gespräche. Dann lässt der Regen doch noch richtig nach und es wird trocken. Ich nutze die Chance und drehe eine kleine runde in der Abenddämmerung im Umkreis der Pousada.
Ich komme an Gebäuden vorbei, die nicht wie jedes Haus bisher mit Stacheldraht und Stromzäunen gesichert sind, sondern mit Wachmann und Schranke am Eingang des Hauses beziehungsweise Straßenzugs. Zum Abschluss des Tages gönne ich mir gegen 20:00 Uhr ein paar Caipis in der Bar gegenüber. Morgen geht es in die Altstadt zum Sightseeing.

Info zur Serie: Etwa fünf Wochen lang wird Fußballfan Martin Matthäus im WM-Land Brasilien unterwegs sein und dabei alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft besuchen. Über seine Erlebnisse berichtet er regelmäßig auf L-IZ.de in der Serie “WM mittendrin”.

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Jan Kaefer über einen freien Förderbetrag senden.
oder

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar