RB Leipzig: Fördermitglieder ab sofort willkommen

Auf diesen Tag warten manche Fans seit 2009. RB Leipzig öffnet sich für interessierte Neu-Mitglieder. Die Zugehörigkeit zu Leipzigs aktuell höchstklassigem Fußballverein ist ab 70 Euro im Jahr zu haben. Die Sache hat allerdings einen Haken: Angeboten wird nur eine Fördermitgliedschaft. Die Jahresbeiträge sollen dem Nachwuchs zufließen.

„Willkommen im Kreis der Roten Bullen“, heißt es auf der Vereinshomepage. RB Leipzig öffnet sich für Fördermitglieder. Ab 70 Euro kann fortan jeder Interessierte dem ambitionierten Club beitreten. Mitglieder der Kategorie „Bronze“ (100 Euro/70 Euro ermäßigt) erhalten einen Mitgliedsausweis, ein Polo-Shirt, dürfen am Vereinsfest teilnehmen und bekommen das Stadionmagazin zugemailt.

Nach Verfügbarkeit dürfen Fördermitglieder außerdem die Kunstrasenplätze des Vereins nutzen. Wer jährlich 500 Euro auf den Tisch legt, bekommt zusätzlich ein Vorkaufsrecht für Top-Spiele. Außerdem wird ein Treffen mit einigen Profis in Aussicht gestellt.

Wer 1.000 Euro jährlich überweist, bekommt sein Fanshirt von seinem Lieblingsspieler ausgehändigt. Außerdem dürfen Gold-Mitglieder an einem Motivationstag und einem gemeinsamen professionellen Fitnesstraining teilnehmen.

Inhaltliche, gestaltende Entscheidungen dürfen die neuen Mitglieder freilich weiterhin nicht fällen. Dass das bei Fans begehrte Vorkaufsrecht für Spitzenspiele erst ab 500 Euro Jahresbeitrag zu bekommen ist, ist ein Indiz dafür, dass die Rasenballer ihre Anhänger lieber in diversen Fanclubs organisiert sehen, die zumindest formaljuristisch nicht in den Verein integriert sind. Diese erhalten nämlich ebenfalls die begehrten Tickets für Top-Partien aus einem gesonderten Kontingent, außerdem vergünstigte Tages- und Dauerkarten.

Dass sich die Rasenballer trotzdem für interessierte Neumitglieder öffnen, hängt mit der Lizenz-Erteilung für die 2. Bundesliga zusammen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte eine Öffnung des Clubs für alle Interessenten und bezahlbare Mitgliedsbeiträge verlangt. Außerdem sollen die Rot-Weißen ihren Vorstand mehrheitlich mit Personen besetzen, die nicht direkt dem Red-Bull-Konzern angehören.

Hintergrund: Bei Abschluss der Verhandlungen mit der DFL gehörten den Leipzigern gerade einmal neun stimmberechtigte Mitglieder an. Zudem betrug der Jahresbeitrag 800 Euro und der Vorstand machte konsequent von seinem Recht Gebrauch, Mitgliedsanträge ohne weitere Begründung abzuweisen.

Torwart-Wechsel bei RB Leipzig. Erik Domaschke wird dem Zweitliga-Kader der Rot-Weißen nicht mehr angehören. Dafür kommt Thomas Dähne (20) von RB Salzburg. Dass Domaschke weichen muss, hatte sich abgezeichnet. Benjamin Bellot lieferte im Frühjahr als Vertretung von Stammkeeper Fabio Coltorti herausragende Spiele ab, ist seitdem als Nummer 2 gesetzt.

Mit Thomas Dähne verschiebt Red Bull einen jungen, talentierten Keeper von der Salzach an die Pleiße. Der 20-Jährige war letzte Saison Nummer 3 der Salzburger, absolvierte 30 Partien für das Farmteam FC Liefering.

Im Gegenzug wechselt U19-Nationalkeeper Fabian Bredlow als neuer Stammkeeper zum FC Liefering. Das Tor der Leipziger U19 soll Alexander Schlager (18) hüten, der vom FC Liefering in die Messestadt wechselt.

RBL
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Der RC Leipzig hofft auf Spendengelder. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

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