Lauftrainingslager im verschneiten Oberwiesenthal

RB Leipzig: Testspiele, Transfers, Trainingscamp

Ralf Rangnick strebt den Bundesliga-Aufstieg schon im kommenden Sommer an. Da die Ausgangslage mit Platz 7 und einer vergleichsweise schwachen Offensive nicht die allerbeste ist, schlug der Sportdirektor in den vergangenen Wochen mehrmals auf dem Transfermarkt zu. Am Dienstag reisen die Rasenballer ins Wintertrainingslager nach Katar.

Angreifer Omer Damari (25) kommt für circa fünf Millionen von Austria Wien. Daneben soll Offensiv-Allrounder Emil Forsberg vom schwedischen Meister Malmö FF für frischen Wind im Spiel Richtung Tor sorgen. Der schwedische Nationalspieler kostete RB geschätzte 3,7 Millionen Euro. Ein echtes Schnäppchen war dagegen Ösi-Stürmer Nils Quaschner (20), den Rangnick zum Nulltarif von Salzburg nach Leipzig transferieren ließ.

Matthias Morys läuft bis Saisonende in der 3. Liga für Großaspach auf. Clemens Fandrich unterstützt Erzgebirge Aue im Abstiegskampf. Ungewiss bleibt die Zukunft von Daniel Frahn. Der Kapitän hatte wegen schlechter Leistungen im Dezember die Freigabe für einen vorzeitigen Wechsel erhalten.

Zum viertägigen Lauftrainingslager reiste der RB-Tross wie in den Vorjahren ins verschneite Oberwiesenthal. Auf dem Rasen absolvierten die Rasenballer bislang Tests gegen Barleben (1:0), Goslar (2:0) und den Berliner AK (2:0).

Am Dienstag jetten die Rasenballer nach Katar. In Doha finden zeitgleich die Wintercamps der RB- Filialen aus Leipzig und Salzburg statt. Am 27. Januar kommt es auf dem Grün zum Kräftemessen zwischen den beiden Dosen-Filialen. Zuvor bitten die Leipziger am Freitag den katarischen Erstligisten Al Shahaniya SC zum Tanz.

Bis Sonntag war ungewiss, ob Omer Damari an dem Trainingslager teilnehmen kann. Der Neuzugang ist israelischer Staatsbürger. Katar erkennt den Mittelmeer-Staat diplomatisch nicht an. Mittlerweile hat das Emirat eingelenkt.

Das Gezerre um Damaris Visum ist nicht das einzige Geschmäckle, das der Trip in den Wüstenstaat mit sich bringt. Die eklatanten Menschenrechtsverletzungen hielten bisher allerdings selbst die Branchenriesen aus München und Gelsenkirchen nicht davon ab, sich in dem Mini-Staat am arabischen Golf auf die Rückrunde vorzubereiten.

In der Winterpause nahmen die Rasenballer die letzte Hürde in Sachen Zweitliga-Lizenz. Die Vereinsführung hat in den vergangenen Monaten ein neues Mitgliederkonzept erarbeitet, das die Basis in ihren Mitwirkungsmöglichkeiten stärken soll. Laut Medienberichten steht den Fördermitgliedern künftig ein Platz im Aufsichtsrat zu.

RBL
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