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RB Leipzig: Rangnick wird Cheftrainer, Orban kommt aus Kaiserslautern

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    Überraschende Entwicklung in der Trainerfrage. Sportdirektor Ralf Rangnick (56) wird die Rasenballer in der kommenden Spielzeit selbst coachen. Dies bestätigte der Verein am Freitag bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz. Weiterhin gaben die Messestädter die Verpflichtung des Innenverteidigers Willi Orban (22) bekannt.

    Seit Achim Beierlorzer (47) im Februar interimsweise das Traineramt vom geschassten Alexander Zorniger übernommen hatte, stand die T-Frage im Raum. Rangnick selbst hatte seinerzeit kategorisch ausgeschlossen, die Rasenballer zu trainieren. Allerdings verliefen Gespräche mit potenziellen Nachfolgern in den Folgemonaten ergebnislos. So erteilte Rangnicks Wunsch-Kandidat, Thomas Tuchel, den Rot-Weißen einen Korb und unterzeichnete schließlich bei Borussia Dortmund.

    Ralf Rangnick übernimmt den Trainerposten zunächst für ein Jahr zusätzlich zu seinem Job als Sportdirektor. Vorstandschef Oliver Mintzlaff versuchte, den zahlreich zur Pressekonferenz erschienenen Journalisten die scheinbare Notlösung als Erfolg zu verkaufen. „Heute ist ein guter Tag für RB Leipzig, denn ich kann Ihnen heute die 1a-Lösung auf dem Trainerposten präsentieren.“ Rangnicks Vertrag, der noch bis 2016 läuft, soll in wenigen Tagen verlängert werden.

    Hinter der vordergründigen Freude über die Rückkehr des renommierten Fußball-Lehrers auf die Trainerbank verbirgt sich allerdings die tiefgründige Erkenntnis, dass es Rangnick nicht gelungen ist, binnen vier Monaten einen Übungsleiter zu verpflichten, der seine Vision von der Entwicklung des Profiteams teilt und über die nötige Kompetenz verfügt, die fruchtbaren Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.

    Achim Beierlorzer fand zwar einen Draht zur Mannschaft und bleibt dem Stab als Assistent erhalten. Aber es gelang dem Franken nicht, den Profis das Rüstzeug an die Hand zu geben, um in fremden Gefilden einen besseren Fußball zu spielen als unter seinem schwäbischem Vorgänger. „Woran wir arbeiten müssen, ist, dass wir eine bessere Auswärtsbilanz kriegen“, stellte Rangnick bei der Pressekonferenz mit nüchternen Worten fest.

    Beiläufig verkündeten die Rasenballer den nächsten hochkarätigen Spielertransfer. Willi Orban wechselt für zwei Millionen Euro vom 1. FC Kaiserslautern an die Pleiße. Ausschlaggebend für den Innenverteidiger, dem attraktive Angebote aus dem In- und Ausland vorlagen, sei gewesen, dass Rangnick den Trainerposten übernehmen werde. „Ich glaube, dass wir mit dem jetzigen Setup ein paar mehr Möglichkeiten haben“, kommentierte Rangnick augenzwinkernd.

    Der personelle Umbruch vollzieht sich nicht nur im Team, sondern auch neben dem Platz. Neben Beierlorzer wünscht sich Rangnick einen zweiten Co-Trainer. Im Moment steht noch Zornigers früherer Assistent Tamás Bódog (44) in Lohn und Brot. Die berufliche Zukunft des Ungarn ist ungewiss. In den nächsten Tagen soll es Gespräche geben. Frederik Gößling (37) trainiert künftig Coltorti und Co. Der gebürtige Bielefelder stand zuletzt als Torwarttrainer bei Greuther Fürth unter Vertrag.

    RB-Ikone Perry Bräutigam (52), seit 2009 an Bord, ersetzt im Nachwuchsbereich Thomas Schlieck (45). Der bisherige Torwart-Koordinator wechselt aus familären Gründen zu Borussia Dortmund. Nicht länger dabei sein wird Tim Lobinger (42). Der frühere Stabhochspringer wird durch Nicklas Dietrich (32) von 1899 Hoffenheim ersetzt.

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