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FFV Leipzig: Gegen Meppen einen Punkt erzwungen / Lizenzunterlagen fristgerecht eingereicht

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    Die Fußballerinnen des FFV Leipzig haben eine erfolgreiche Woche hinter sich gebracht. Am 15. März konnte der schuldengeplagte Verein fristgerecht die Lizenzunterlagen für nächste Saison beim DFB einreichen. Darauf folgte vier Tage später auch ein sportliches Lebenszeichen. Gegen den favorisierten SV Meppen ließen sich die Leipzigerinnen von einem 0:2-Rückstand nicht entmutigen und trafen in der Schlusssekunde zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich.

    Die Zweitliga-Frauen des FFV kämpfen aktuell gleich an mehreren Fronten. Strukturell geht es darum, die Last von 160.000 Euro Verbindlichkeiten zu stemmen und damit das Überleben des gesamten Vereins sicherzustellen. Als sportliche Mission ist der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga ausgerufen.

    Dafür muss zunächst der direkte Abstieg verhindert werden, was mindestens Tabellenplatz 10 erfordert. Genau diesen hat das Team von Trainer Frank Kayser momentan inne. Und da der Abstand nach oben schon sieben Punkte beträgt, würde das den Nervenkitzel der Relegation bedeuten. Ein ziemlich dickes Brett also, das die Rot-Gelben da zu bohren haben.

    Dass sie sportlich in der Lage sind, wichtige Punkte einzusammeln, stellten sie am Sonntag gegen den SV Meppen unter Beweis – zumindest eine knappe Stunde lang. Denn die ersten 35 Minuten war gegen die auf dem 5. Tabellenplatz liegenden Meppener wenig auszurichten gewesen. Nach einer Viertelstunde geriet der FFV mit 0:1 in Rückstand, der nur neun Minuten später durch einen umstrittenen Handstrafstoß auf 0:2 wuchs.

    Madlen Frank (FFV) pflückt den Ball aus der Luft. Foto: Jan Kaefer
    Madlen Frank (FFV) pflückt den Ball aus der Luft. Foto: Jan Kaefer

    Erst kurz vor der Pause gelang den Leipzigerinnen in der Offensive mehr. So setzte Julia Förster in der 43. Minute einen direkten Freistoß an die Querlatte. Dennoch musste der FFV das Zwei-Tore-Minus mit in die Kabine nehmen. Gleich nach Wiederbeginn aber sorgten Shanga Hussain und Lisa Reichenbach mit einer riesigen Doppelchance (49.) für den Hallo-Wach-Effekt. Reichenbach war es auch, die in der 63. Minute den 1:2-Anschlusstreffer erzielte.

    Als FFV-Coach Kayser in der 78. Minute Claudia Straehle einwechselte, gab er ihr eine klare Anweisung mit auf den Weg. „Ich habe gesagt: Claudi, geh vorne rein, du wirst bestimmt gefoult – und es hat funktioniert“. So legte sich FFV-Kapitänin Marie-Luise Herrmann in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Ball zum Freistoß bereit.

    Alle rechneten mit einer Eingabe, doch Herrmann hielt direkt drauf: Tor! „Dass der Freistoß reingeht, war natürlich Glück, aber man muss das Glück einfach erzwingen“, freute sich Kayser. „Es ist für die ganze Mannschaft ein gutes Gefühl dieses Spiel gedreht und einen Punkt geholt zu haben. Das ist ein Punkt, den wir uns richtig erarbeitet haben“.

    Chiara Benedetto (FFV) klärt vor Betty Anane. Foto: Jan Kaefer
    Chiara Benedetto (FFV) klärt vor Betty Anane. Foto: Jan Kaefer

    Richtig Arbeit haben auch die Vereinsgremien zu verrichten. Amtierender Vorstand und das bei der letzten Mitgliederversammlung gebildete Kompetenzteam feilen weiterhin an der Rettung des Vereins. Ein wichtiger Schritt war dabei die fristgerechte Einreichung der Lizenzunterlagen.

    „Am 15. März sind die Lizenzunterlagen für die kommende Saison beim DFB eingegangen. Der wird jetzt prüfen und gegebenenfalls Rückfragen haben. Das ist ganz normal im Lizensierungsverfahren. Wir als Kompetenzteam sind uns sicher, dass wir ein gutes Konzept für die nächste Saison haben“, so Bastian Weingärtner gegenüber L-IZ.de. „Es ist ein schlankes Konzept, effizient und sicher. Wir glauben, dass wir die nötigen Sponsoreneinnahmen von 30.000-50.000 Euro auch akquirieren können“.

    Wie hoch genau der Saisonetat veranschlagt wird, mochte Weingärtner nicht verraten. Fakt ist, es werden weniger als die rund 200.000 Euro der Vorjahre sein. Im April (genaues Datum ist noch offen) steht eine Außerordentliche Mitgliederversammlung des FFV an, auf der unter anderem ein neuer Vorstand gewählt wird.

    Drin! Mit der letzten Aktion des Spiels traf Marie-Luise Herrmann per Freistoß zum 2:2-Ausgleich. Foto: Jan Kaefer
    Drin! Mit der letzten Aktion des Spiels traf Marie-Luise Herrmann per Freistoß zum 2:2-Ausgleich. Foto: Jan Kaefer

    Die Statistik zum Spiel

    FFV Leipzig vs. SV Meppen 2:2 (0:2)
    Fußball, 2. Bundesliga Nord (Frauen), 16. Spieltag

    FFV Leipzig: Henkel – Pfretzschner, J.Förster, Benedetto, Birne, Uhlig, Frank, Herrmann (C), M.Förster (78. Straehle), Hussain, Reichenbach. Trainer: Frank Kayser.
    SV Meppen: Klimas – Winters, Meiners, Dieckmann, Weiss, Franjkoviv (72. Kardesler), Berentzen, Senß (66. Kröger), Schulte (C), Gieseke (57. Anane), Härtel. Trainer: Tommy Stroot.

    Tore: 0:1 Härtel (15.), 0:2 Meiners (24.), 1:2 Reichenbach (63.), 2:2 Herrmann (90.+2). Schiedsrichterin: Miriam Schweinefuß. Gelbe Karten: FFV 1x (Benedetto), Meppen 1x (Kröger). Zuschauer: 39 auf der Sportanlage Gontardweg, Leipzig.

    Ergebnisse und Tabelle der 2. Bundesliga Nord:
    www.fussball.de/spieltag/2-frauen-bundesliga-nord-deutschland-frauen…

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