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Fed-Cup 2016: Team Schweiz siegt in Leipzig

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    Die Tennis-Frauen aus der Schweiz stehen im Halbfinale des Fed-Cups. Sie besiegten das deutsche Team am Ende mit 3:2. Dabei hatten es die Spiele am Sonntag in der Messehalle 1 noch einmal in sich. Nach der Niederlage von Angelique Kerber und dem Überraschungserfolg von Annika Beck in den beiden letzten Einzeln, fiel die Entscheidung erst im Doppel. Dort machten Belinda Bencic und Martina Hingis für die Schweiz alles klar.

    Mit einem Zwischenstand von 1:1 – aus den Einzeln am Samstag – waren Deutschland und die Schweiz in den zweiten Wettkampftag gestartet. Hier kam es gleich zu Beginn zum Duell der beiden Besten:

    3. Einzel: Angelique Kerber (GER) vs. Belinda Bencic (SUI) 6:7, 3:6

    Gegen die bereits gestern starke Belinda Bencic kam Australian Open Siegerin Angelique Kerber zunächst gut ins Spiel. Beim Zwischenstand von 4:1 sah alles nach dem erhofften zweiten Sieg für die 28-Jährige aus. Doch mehr und mehr machten sich die Strapazen der letzten Wochen bemerkbar, so dass Bencic den ersten Satz nach einer knappen Stunde per Tiebreak für sich entschied.

    Im zweiten Satz hatte Publikumsliebling „Angie“ der konstant agierenden Schweizerin nicht mehr viel entgegenzusetzen. „Ich habe alles gegeben, was ich noch hatte. Aber Belinda hat super gespielt und mein Akku war alle“, erklärte Kerber. „Ich wusste vor dem Match, dass ich gutes Tennis spielen muss, denn Belinda hat in diesem Jahr schon starke Partien gespielt. Aber man kann leider nicht jedes Match gewinnen“.

    Auch in ihrem dritten Direktvergleich mit Belinda Bencic (SUI) blieb Angelique Kerber (GER) sieglos. Foto: Jan Kaefer
    Auch in ihrem dritten Direktvergleich mit Belinda Bencic (SUI) blieb Angelique Kerber (GER) sieglos. Foto: Jan Kaefer

    Die gebürtige Schweizerin Belinda Bencic besitzt neben dem schweizer auch einen slowakischen Pass. Foto: Jan Kaefer
    Die gebürtige Schweizerin Belinda Bencic besitzt neben dem schweizer auch einen slowakischen Pass. Foto: Jan Kaefer

    Nach kräftezehrenden Wochen war bei Angelique Kerber nun einfach der Akku alle. Foto: Jan Kaefer
    Nach kräftezehrenden Wochen war bei Angelique Kerber nun einfach der Akku alle. Foto: Jan Kaefer

    Starker Auftritt von Belinda Bencic, die im gesamten Turnier keinen einzigen Satz abgab. Foto: Jan Kaefer
    Starker Auftritt von Belinda Bencic, die im gesamten Turnier keinen einzigen Satz abgab. Foto: Jan Kaefer

    4. Einzel: Annika Beck (GER) vs. Timea Bacsinszky (SUI) 7:5, 6:4

    Nach der Kerber-Niederlage schienen die Felle für das deutsche Team schon so gut wie weggeschwommen zu sein. Doch dann kam Annika Beck und begeisterte die 4.200 Zuschauer mit einem mitreißenden Spiel. Ursprünglich war Andrea Petkovic für dieses Einzel vorgesehen, doch Teamchefin Barbara Rittner hatte sich am Vorabend umentschieden. „Weil ich ausgeruht bin und weil es taktisch gut war, mich mit einer positiven 2:0-Bilanz gegen Timea aufzustellen“, erklärte Beck diese taktische Rochade.

    In ihrem ersten Fed-Cup Einzel zeigte die 21-Jährige starke Nerven. In einem permanent spannenden ersten Satz behielt sie mit 7:5 die Nase vorn und auch bei ihrem 6:4 im zweiten Satz ging es nicht minder eng zu. Über zwei Stunden lang dauerte dieses Duell. „Natürlich ist es nicht einfach für mich, als Debütantin mit einem 1:2-Rückstand in so ein Match zu gehen. Deshalb habe ich versucht, einfach alles auszublenden und fokussiert zu bleiben“, erklärte Beck ihr Erfolgsgeheimnis.

    Annika Beck kam aus taktischen Gründen statt Andrea Petkovic zum Einzel-Einsatz. Foto: Jan Kaefer
    Annika Beck kam aus taktischen Gründen statt Andrea Petkovic zum Einzel-Einsatz. Foto: Jan Kaefer

    Für die 21-jährige Bonnerin Annika Beck war die Partie gegen Timea Bacsinszky (SUI) die Einzel-Premiere im Fed-Cup. Foto: Jan Kaefer
    Für die 21-jährige Bonnerin Annika Beck war die Partie gegen Timea Bacsinszky (SUI) die Einzel-Premiere im Fed-Cup. Foto: Jan Kaefer

    Nach der Niederlage gegen Angelique Kerber am Vortag, musste sich Timea Bacsinszky (SUI) auch gegen Annika Beck geschlagen geben. Foto: Jan Kaefer
    Nach der Niederlage gegen Angelique Kerber am Vortag, musste sich Timea Bacsinszky (SUI) auch gegen Annika Beck geschlagen geben. Foto: Jan Kaefer

    Nach dem entscheidenden Punktgewinn sank Annika Beck vor Freude zu Boden. Foto: Jan Kaefer
    Nach dem entscheidenden Punktgewinn sank Annika Beck vor Freude zu Boden. Foto: Jan Kaefer

    Der unerwartete Sieg von Annika Beck ließ die La-Ola durch die Messehalle schwappen. Foto: Jan Kaefer
    Der unerwartete Sieg von Annika Beck ließ die La-Ola durch die Messehalle schwappen. Foto: Jan Kaefer

    Doppel: Andrea Petkovic/ Anna-Lena Grönefeld vs. Belinda Bencic/ Martina Hingis 3:6, 2:6

    Somit musste das abschließende Doppel die Entscheidung über den Einzug ins Fed-Cup Halbfinale bringen. Andrea Petkovic nahm im deutschen Team den Platz von Annika Beck ein und spielte an der Seite von Anna-Lena Grönefeld. Für die Schweiz stand mit Martina Hingis eine echte Tennis-Legede auf dem Platz. Mit Belinda Bencic hatte sie eine bärenstarke Kollegin zur Seite, die damit ihre zweite Partie des Tages bestritt.

    Gegen dieses Schweizer Taschenmesser hatte das deutsche Duo nie wirklich eine Chance. Mit 3:6 und 2:6 mussten sich die Schützlinge von Barbara Rittner klar geschlagen geben und kämpfen nun um den Klassenerhalt. „Ich bin traurig und enttäuscht, aber gleichzeitig auch stolz. Wir hatten eine super Woche, leider sind wir dafür nicht belohnt worden“, so die Teamchefin, die der Schweiz nun den Gewinn des Fed-Cups zutraut.

    Andrea Petkovic rutsche für Annika Beck ins Doppel-Team. Foto: Jan Kaefer
    Andrea Petkovic rutsche für Annika Beck ins Doppel-Team. Foto: Jan Kaefer

    Für Anna-Lena Grönefeld war es der einzige Einsatz während des Leipziger Fed-Cup Turniers. Foto: Jan Kaefer
    Für Anna-Lena Grönefeld war es der einzige Einsatz während des Leipziger Fed-Cup Turniers. Foto: Jan Kaefer

    Die 35-jährige Martina Hingis (SUI) war im Verlauf ihrer erfolgreichen Karriere insgesamt 209 Wochen lang Weltranglisten-Erste. Foto: Jan Kaefer
    Die 35-jährige Martina Hingis (SUI) war im Verlauf ihrer erfolgreichen Karriere insgesamt 209 Wochen lang Weltranglisten-Erste. Foto: Jan Kaefer

    Good Job: Belinda Bencic und Martina Hingis sichern der Schweiz den Einzug ins Fed-Cup Halbfinale. Foto: Jan Kaefer
    Good Job: Belinda Bencic und Martina Hingis sichern der Schweiz den Einzug ins Fed-Cup Halbfinale. Foto: Jan Kaefer

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