Beim Erstligisten RB Leipzig herrscht seit gestern Feierstimmung. Zwei Kopfballtore bescherten der Mannschaft den ersten Sieg des neuen Jahres! Leipzigs Oberbürgermeister gibt den städtischen Angestellten ein Jobversprechen und Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister macht Hoffnung für insolvente Chemiefabrik in Leuna. Die LZ fasst drei Meldungen zusammen, die heute wichtig sind.

Reine Kopfsache

Gut gelaunt und glücklich starten die Herren am Cottaweg heute in ihren Regenerationstag. Entspanntes Laufen und Dehnen, keine Riesen-Sprünge. Denn gekämpft haben sie gestern schon. Und das erfolgreich! Vor mehr als 30 000 Zuschauern gewannen sie ihr erstes Bundesligaspiel des Jahres und schickten den SC Freiburg nach einem 2:0 geschlagen nach Hause. Durch die wetterbedingte Absage des Spiels gegen St. Pauli in Hamburg hatte sich der Jahresauftakt für die Rasenballer um vier Tage verschoben. 

Nach einer eher ruhigen ersten Halbzeit, in der sich die beiden Mannschaften noch vorsichtig beschnüffelten, schaltete RB nach dem Seitenwechsel auf Kopfarbeit um. Willi Orban nahm den Ball in  der 53. Minute auf die Hörner und schickte ihn ins Netz der Freiburger. 

Die hatten sich vom Schrecken noch nicht erholt, als sich drei Minuten später Rômulo durchsetzte und ebenfalls per Kopfball den zweiten Treffer erzielte. 

Ob es am Samstag gegen den Tabellenführer aus München ebenso elegant über den Rasen geht, wird sich zeigen. Aufregend genug soll der Tag ja ohnehin werden.

Die Spieler von RB Leipzig bejubeln ein Tor. Foto: Jan Kaefer

Jobversprechen von Burkhard Jung

Erleichterung für die Angestellten der Stadt Leipzig! Eine große Personalversammlung führte gestern zu Einschränkungen im städtischen Service-Bereich. Was für manchen zum kleinen Ärgernis wurde, ließ die Beschäftigten jedoch am Abend beruhigt und entspannt in die Betten steigen. Denn Oberbürgermeister Burkhard Jung verkündete die Unterzeichnung eines Beschäftigungssicherungsvertrages zwischen Stadt und Personalrat.

Trotz der Einsparung von 500 Stellen müsse sich nun niemand der etwa 9000 Angestellten mehr Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen. Die Reduzierung der Jobs wird ausschließlich durch ausbleibende Neubesetzung erreicht. Und so herrscht heute in den wieder geöffneten Bereichen der Büros und Amtsstuben progressive Stimmung – die Besucher stoßen seit heute Morgen auf motivierte Angestellte. 

Hoffnungsschimmer über Leuna

Im Morgeninterview mit dem Mitteldeutschen Rundfunk zeigte sich Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze zuversichtlich, dass dem angeschlagenen Chemieunternehmen Domo am Industriestandort Leuna doch noch geholfen werden kann. Es gäbe Interessenten für die insolvente Firma – und dank gegebener Umstände jetzt auch Zeit, um mit ihnen in Verhandlungen zu gehen. 

Denn das mitteldeutsche Bundesland hatte aus „Gründen der Gefahrenabwehr“ den Weiterbetrieb der Produktionsanlagen angewiesen. „Gefahren für Mensch und Umwelt“ bestünden, würden diese auf einen Schlag abgestellt.

Seit Jahrzehnten produziert Domo chemische Grund- und Zwischenprodukte, die in der Auto-, Elektro- und Konsumgüterindustrie verwendet werden. Im Dezember hatte die Firma Insolvenz angemeldet. Derzeit arbeiten über 500 Beschäftigte in den Leunaer Domo-Betrieben.

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