Einige Menschen schauten verwundert drein, als Pia, Ehsan, Jannis, Stefan und Simon mit Holzteilen auf dem noch namenlosen Platz vor dem PEP in Leipzig-Grünau ankamen und zielgerichtet zum Springbrunnen liefen. Was hatten die wohl vor? Es ging am Montag, dem 18. Mai in die nächste Runde bei der Umgestaltung des Platzes, schließlich soll man ja zum 50-jährigen Jubiläum etwas sehen können.

Wie im Rahmen der Bürgerbeteiligung am 24. März beschlossen wurde, sollen am Springbrunnen Sitzgelegenheiten mit Lehne, im „Selbstbau“ angebracht werden. Am Montag war die „Anprobe“.

Die Realisierung hat das Team von Future.Spaces, bestehend aus Honorarkräften, Ehrenamtlichen und freiwilligen Jugendlichen in die Hände genommen. In der offenen Werkstatt beim Heizhaus wurden die Bauteile produziert. Zur „Anprobe“ brachten die Akteure die vorgefertigten Teile an die Brunnenumfassung und bauten sie auf. Es wurde nochmal nachgemessen und die ersten Teile wurden verbunden. Dann ging es zurück in die Werkstatt zu Nacharbeiten und Endfertigung.

Wir fragten Stefan und Simon wie es weiter geht.
Stefan Siegner ist Mitarbeiter beim Stadtplanungsamt der Stadt Leipzig, Fachbereich Gestaltung öffentlicher Raum. Er ist Koordinator des Umgestaltungsprojektes am PEP.
Simon Barta ist Steinmetz und Steinbildhauer sowie Kunst-, Kultur- und Medienpädagoge und
Werkstatt-Leiter bei Future.Spaces.

Ihr seid jetzt noch beim Bau der Sitzgelegenheiten für den Brunnen, habt soweit alles vorbereitet. Wie ist der weitere Zeitplan?
Stefan: der Zeitplan ist im Grunde nach, dass wir am 1.6. ein Großteil dieser vier Elemente, die wir in der Entscheidungswerkstatt ausgewählt haben, eröffnen zu können. Wir sind gerade mit dieser Bankkonstruktion für die Springbrunneneinfassung beschäftigt, da haben wir uns entschieden nur den kleineren Teil bis zum 1.6. fertigzustellen. Einfach um zu schauen, ob das alles so funktioniert, wie wir es vorhatten. Der zweite Teil wird nach dem 1.6. produziert. In den Folgetagen, also bis zum 1.6. wollen wir noch dieses Spielelement (die Beschäftigungstafel d. Red.) bauen und die Einfassung für den Bouleplatz inklusive der dort vorgesehenen Bänke. Morgen geht es mit der Aufwertung der Baumscheiben los. Das dauert zwei Tage, morgen wird der Untergrund vorbereitet. Wir wollen das Substrat, was da drin ist, ein bisschen auflockern und Neues aufbringen. Dafür bekommen wir morgen Material geliefert.

Werden die Baumscheiben noch bepflanzt?
Ja, morgen kommt das Substrat, da wird das vorbereitet und eine Woche später kommen dann die Pflanzen.
Ihr seid ja hauptamtlich Beschäftigte, wie sieht die Resonanz bei den Jugendlichen aus da mitzuarbeiten?
Simon: Wir haben auch die Jugendlichen eingeladen, die an den Workshops teilgenommen haben. Davon sind bisher zwei wiedergekommen. Wir machen immer wieder Werbung auf Instagram, auf anderen Kanälen und laden immer wieder ein. Heute um 15 Uhr hoffen wir auch, dass wieder welche dabei sind. Wir nutzen unsere Montagstermine von der Werkstatt für das Projekt, helfen da mit und die Jugendlichen können kommen und mithelfen.
Sag uns bitte noch ein paar Worte zur offenen Werkstatt hier bei Future.Spaces.
Simon: Die offene Werkstatt ist für die Zielgruppe von 15 bis 27 Jahren zur Berufsorientierung. Sie können frei kommen, kostenlos, ohne Anmeldung und sich handwerklich ausprobieren. Und wir begleiten sie bei der Realisierung ihrer Ideen.
Vielen Dank und noch viel Erfolg bei dem Projekt.
Es geht vorwärts auf dem Platz vor dem PEP in Leipzig-Grünau, viel Zeit ist nicht mehr bis zum Jubiläum. Wir werden und das weiter anschauen und über die Fortschritte berichten.
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