Die Ausstellung zum Wirken des Architekten Hans-Dietrich Wellner (1934-2013), die seit November 2014 im Stadtarchiv zu sehen ist, wird bis zum 9. Juli verlängert. Hans-Dietrich Wellner war viele Jahre im Büro des Chefarchitekten und im Stadtplanungsamt tätig. Die Ausstellung dokumentiert nicht nur sein fachliches Wirken bei der Planung und Realisierung des Sachsenplatzes, des Auditorium maximum/Gewandhauses und vor allem des Wohngebietes Grünau, sondern sie zeigt auch den Menschen und exzellenten Freihandzeichner.

Die Ausstellung entstand, nachdem das Stadtarchiv in diesem Jahr den Nachlass Wellners übernehmen konnte. Sie kann während der Öffnungszeiten des Lesesaals besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Wellners Wirken ist vor allem mit Grünau verbunden. Über zwei Jahrzehnte hinweg beeinflusste und begleitete er das Werden und Wachsen des neuen Stadtteils, der aus acht Wohnkomplexen besteht und neben Berlin-Marzahn und Halle-Neustadt zu den größten Neubausiedlungen der DDR gehörte. Wellner steht für eine Generation von Architekten und Stadtplanern, die in den 1950er und 60er Jahren ihre Ausbildung an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar erhielt und die Architekturentwicklung der DDR prägte. Ihnen war die Gestaltung einer modernen, für die Bewohner lebenswerten Stadt wichtig.

Das Stadtarchiv Leipzig (Torgauer Straße 74), ist mit den Straßenbahn-Linien 3 und 3E in Richtung Taucha bzw. Sommerfeld (Haltestelle Volksgarten) zu erreichen.

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