Ab Montag, dem 1. Juni 2026, werden in der Kurt-Eisner-Straße sowie in der Semmelweisstraße Baumwurzeln von mehreren Straßenbäumen untersucht. Eine Fachfirma im Auftrag der Stadt nimmt dafür an 16 ausgewählten Baumstandorten sogenannte Suchschachtungen vor. Dabei wird jeweils eine fünf Meter lange und 80 Zentimeter breite Grube unmittelbar entlang der Fahrbahn ausgehoben, um die Wurzeln freizulegen.
Dies geschieht mit speziellem Gerät und besonders vorsichtig, um die Bäume nicht zu schädigen. Gutachterinnen und Gutachter sowie ein universitäres Forschungsprojekt begleiten die Arbeiten.
Wichtiger Bestandteil vorausschauender Baumpflege
Die Begutachtung der sichtbaren Teile der Bäume – Krone, Stamm und Rinde etwa – ist bereits abgeschlossen, nun geht es darum, die Wurzeln sowie ihren Verlauf unter der Fahrbahndecke in Augenschein zu nehmen. Dies dient unter anderem dazu, den Gesundheitszustand der Straßenbäume zu dokumentieren, um bedarfsgerechte und vorausschauende Baumpflege zu betreiben.
Die Ergebnisse fließen zudem in ein Baumschutzgutachten ein, das helfen soll, wichtige Erkenntnisse für etwaige Bau- und Sanierungsarbeiten in dem Bereich zu erlangen. Es dient auch gemäß einem Auftrag des Stadtrates als Input für das avisierte Projekt „Südsehne“, das eine Ost-West-Trasse für Straßenbahnen vorsieht.
Sperrungen von Fahrspuren möglich
Die Analysen werden abschnittsweise und bei fließendem Verkehr vorgenommen. Um dabei die Sicherheit der Gutachterinnen und Gutachter zu gewährleisten, muss gegebenenfalls vorübergehend eine Fahrspur gesperrt werden. Die Dauer der Arbeiten variiert je nach Beschaffenheit des Bodens. Nach rund vier Wochen sollen die Untersuchungen an allen Standorten abgeschlossen sein.
Die Arbeiten kosten insgesamt rund 76.000 Euro, der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig fördert sie mit rund 90 Prozent. Einen aktuellen Überblick über alle Baustellen, Sperrungen und Verkehrseinschränkungen im Leipziger Straßennetz bietet die interaktive Seite unter www.leipzig.de/baustellen.
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