„a cappella“-Jubiläum startet am heutigen Freitag

11 Festivalkonzerte zeigen die Welt der Vokalmusik - und schlagen die Brücke zur Neuauflage der "Leipziger Disputation" im Juni mit einem gemeinsamen Konzert von amarcord und Calmus. Das Internationale Festival für Vokalmusik "a cappella" Leipzig startet am Freitag in seine 20. Ausgabe. Vokalensembles aus den USA, Norwegen, Uganda, Großbritannien, Belgien und weiteren Ländern sind zum Jubiläum des renommierten Acappella-Events eingeladen.
amarcord - Chairs Warm © Nick Begbie

© Nick Begbie

Die Festivalwoche startet am 26. April mit dem traditionellen Eröffnungskonzert der Festivalgründer amarcord.

Zum Jubiläum gibt es ein besonderes Programm, bei dem erstmals zwei Vokalgruppen zur Eröffnung singen: Gemeinsam mit dem Vokalensemble Singer Pur aus Regensburg präsentiert amarcord einen Abend mit bis zu 11-stimmigen Werken der Renaissance und des zeitgenössischen Komponisten Ivan Moody. Der Brite hat für beide Ensembles bereits mehrere Stücke geschrieben.

Anlässlich des ersten gemeinsamen Programms von amarcord und Singer Pur ist neben diesen Stücken auch die Uraufführung einer neuen Komposition von Ivan Moody zu hören. Auf das Eröffnungskonzert folgen acht weitere Abendkonzerte, ein Familienkonzert am Sonntagnachmittag sowie der „a cappella Showcase“, bei dem alle Ensembles, die am internationalen Wettbewerb des Festivals teilnehmen, zusammen auftreten.

Vocal Jazz, afrikanischer Folk, Renaissance-Polyphonien, Pop und Folk treffen dabei bis zum Abschlusskonzert des Festivals am 4. Mai aufeinander und ergänzen sich in einer besonderen familiären Festivalatmosphäre.

Zudem ist „a cappella“ gewissermaßen auch Ausblick auf ein weiteres Projekt und eine weitere erstmalige Kooperation der Festivalväter amarcord: Im Rahmen des Bachfestes führen sie mit ihren Leipziger Kollegen vom Calmus Ensemble die 12-stimmige Messe „Et ecce terrae motus“ von Antoine Brumel auf. Diese soll vor 500 Jahren als musikalische Eröffnung der berühmten Leipziger Disputation, dem theologischen Streitgespräch von Martin Luther und Johannes Eck, erklungen sein.

Die beiden Leipziger Vokalensembles von Weltrang führendie Messe aus diesem Anlass am 16. Juni am Originalort, der Leipziger Thomaskirche, wieder auf. Das Publikum des „a cappella“-Festivals kann dafür ein Vorteilsangebot nutzen: Ein Lesezeichen im gut 200 Seiten starken Festivalmagazin ermöglicht es, für das Disputationskonzert zwei Eintrittskarten zum Preis von einer an der Abendkasse zu erhalten.

Im Nachgang des Konzertes wird es übrigens in Anlehnung an die berühmte Disputation 500 Jahre nach Luther und Eck am 25. Juni eine Art Neuauflage geben: Gregor Gysi und Annegret Kramp-Karrenbauer halten ein theologisches Streitgespräch im Paulinum/Universitätskirche ab, begleitet noch einmal von amarcord und Calmus mit Ausschnitten der Messe.

Alle weiteren Informationen zum Programm und den Ensembles finden Sie fortlaufend auf der „a cappella“-Homepage www.acappella-festival.de sowie auf der Facebook-Präsenz des Festivals unter www.facebook.com/acappellafestivalleipzig.

Aufzeichnungen und Sondersendungen:

MDR TV, artour, Beitrag zum Internationalen „a cappella“ Wettbewerb, ab 22:05 Uhr

MDR Kultur, Sondersendung „a cappella“-Nacht, 26.05., 20:05 bis 24 Uhr

MDR Kultur, Session mit amarcord, 27.05., 16:05 Uhr

MDR Kultur, Aufzeichnung Abschlusskonzert – Sendung 07.05., 20:05 Uhr

DLF, Aufzeichnung Voces8 – Sendung 17.6., 21:05 Uhr

DLF, Aufzeichnung Trio Mediaeval – Sendung tba.

DLF, Aufzeichnung Huelgas Ensemble – Sendung tba.

20. Internationales Festival für Vokalmusik „a cappella“ Leipzig, 26. April – 04. Mai 2019

12. Internationaler A CAPPELLA Wettbewerb Leipzig, 01. – 04. Mai 2019

Leipziger Disputation: Das musikalische Erdbeben von 1519, eingesungen von Amarcord, Calmus und zwei glockenhellen Frauenstimmen

Wie klang eigentlich Luthers Besuch in der Thomaskirche 1519?

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Innenminister Roland Wöller. Foto: SMI/C. Reichelt

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