Ein Jahr nach seinem ersten öffentlichen Konzert auf der Parkbühne des Leipziger GeyerHauses kehrt das von der Stiftung Friedliche Revolution gegründete Orchester Klänge der Hoffnung an den Ort seiner Premiere zurück. Am kommenden Sonntag, 10. Juli, sind die rund 40 Musiker und Musikerinnen erneut auf der Parkbühne zu Gast. Beginn des Konzerts unter freiem Himmel ist 16.00 Uhr. Es erklingen internationale traditionelle Melodien, die der künstlerische Leiter des Projekts, Ali Pirabi, speziell für das Orchester arrangiert hat. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Das Orchester „Klänge der Hoffnung“ wurde im April 2021 von der Stiftung Friedliche Revolution gegründet. Grundlage ist das gleichnamige Projekt, das seit 2016 Menschen verschiedener Herkunft und Tradition mit Hilfe von Musik zusammenführt. Zum Projekt gehört zudem ein Profi-Ensemble, das das Orchester unterstützt. Mit seiner Arbeit sehe sich das Projekt in der Tradition vom Herbst 1989, als in der DDR tausende „Für ein offenes Land mit freien Menschen“ auf die Straße gingen, betont Projektleiter Tilmann Löser.

Konzerthöhepunkte waren bislang in diesem Jahr die Auftritte in Eilenburg und Leisnig sowie Ende Mai im französischen Lyon. Weitere Konzerte sind am 17. September (19.00 Uhr) in der Petrikirche von Freiberg, am 25. September (17 Uhr) in der Chemnitzer Kreuzkirche und am 13. Oktober (19.30 Uhr) in der Leipziger Nikolaikirche vorgesehen. Anfang Oktober nimmt das Orchester an der städtischen Delegationsreise unter Leitung von Oberbürgermeister Burkhard Jung in die polnische Partnerstadt Gdańsk teil, wo es am 3. Oktober (um 19 Uhr) zum Gastspiel in der Baltischen Philharmonie erwartet wird.

Charakteristisch für das Orchester ist das gleichberechtigte Zusammenwirken von Instrumenten, die in der europäischen Klassik vertreten sind wie Violine, Klarinette und Klavier, sowie außereuropäischen Instrumenten wie Oud, Baglama, Santur und Tar. Die Mitglieder des Orchesters sind u.a. in Syrien, dem Iran, der Türkei, Deutschland, Mexiko, Kolumbien, Armenien, Venezuela, Argentinien, Italien und Guinea aufgewachsen.

Ein Teil der Orchesterarbeit besteht in der Auseinandersetzung sowie dem Erlernen und dem Umgang mit musikalischen Einflüssen, die die Musiker und Musikerinnen selbst sowie der musikalische Leiter Ali Pirabi mitbringen. So werden zum Beispiel Vierteltöne, wie sie u.a. in arabischen und persischen Musikkulturen zu finden sind, genauso aufgenommen wie etwa Rhythmen aus lateinamerikanischer Musik, was zu neuen, überraschenden stilistischen Verbindungen führt.

Weitere Informationen unter:

https://www.klaenge-der-hoffnung.de und https://geyserhaus.de/veranstaltungen/#

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