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Donnerstag, 21. Januar 2021

Vortrag und Diskussion: „abgrundtief + bodenlos“ und das Recht auf Stadt

Von Terminredaktion

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    Der Journalist und Politikwissenschaftler Winfried Wolf, 68, ist Sprecher der Initiative „Bürgerbahn statt Börsenbahn“, die gegen Privatisierungstendenzen bei der Deutschen Bahn AG kämpft. Er hat viele Bücher veröffentlicht, neben Werken über Verkehrspolitik („Bitte umsteigen! 20 Jahre Bahnreform“, „Sackgasse Autogesellschaft“, „Eisenbahn und Autowahn“) auch „Die griechische Tragödie: Rebellion, Kapitulation, Ausverkauf“. Wolfs neues Buch „abgrundtief + bodenlos: Stuttgart 21 und sein absehbares Scheitern“ wurde in diesem Jahr vom Verlag Papyrossa herausgegeben.

    ABGRUNDTIEF. Bei Stuttgart 21 öffnen sich ABGRÜNDE – in der direkten und indirekten Bedeutung des Wortes. Da gibt es diese ABGRUNDTIEFE Ignoranz der S21-Betreiber. Schrägbahnhof? Kapazitätsabbau? Fehlender Brandschutz? Legal, illegal, kollateral.

    BODENLOS. Stuttgart 21, das ist so ein Projekt, wo der schwäbische Satz gilt: „Des haut dem Fass den Boden aus.“ Unter den zerstörerischen Großprojekten spielt S21 in der Top-Liga. Innerhalb von Deutschland übertrumpft S21 die Elbphilharmonie und den Berliner Airport BER hinsichtlich Kostenhöhe, Kostenexplosion, verlängerter Bauzeit und zerstörerischem Potential. Ein Projekt, das von den Oberen in BODENLOSER Frechheit immer wieder aufs Neue über Grenzen, Zeitschranken und Kostendeckel hinweg betrieben wird, über Grenzen, die zuvor mit heiligen Schwüren als endgültige erklärt worden waren.

    ABGRUNDTIEF-BODENLOS sind der politische Verrat und die verräterische Politik bzw. BODEN-LOS-ABGRUNDTIEF sind die Karrieregeilheit und die Machtversessenheit derer, die es besser wissen, die das wissen, was wir alle wissen, die selbst die Abgründe und die Bodenlosigkeit des Projektes im Detail kennen – und dennoch all diese Dinge behaupten, von denen sie wissen, was sie sind: knüppeldick gepackte, BODENLOSe Lügen.

    Wolf beleuchtet Hintergründe, Hintermänner, Größenwahn und Großprojekte wie BER; Elbphilharmonie; S21; Val di Susa; TAV-Tunnel-Firenze, Fehmarnbelt-Tunnel und findet Ursachen und Wirkung in der kapitalistischen Krise dieser Zeit.

    Wie das Recht auf Stadt von ihren Bewohnern immer wieder aufs Neue gegen Widerstände durchgesetzt werden muss, und das Engagement für Urbanität und Freiräume in den Stadtquartieren gegen neoliberale Stadtzerstörung notwendiger denn je ist, will der Autor mit dem Leipziger Publikum diskutieren.

    Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt von Kora Rohr am Saxophon.

    02.10.2017, Moritzbastei, Ratstonne
    Einlass: 18 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr
    Eintritt frei

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