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teilAuto: „Wirtschaftshilfen werden für uns unverzichtbar sein“

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    Mit der eingeschränkten Mobilität greift die Corona-Krise auch die Geschäftsgrundlage von teilAuto an. Das Carsharing-Unternehmen verzeichnet deutlich weniger Nachfragen und reduziert vorerst seinen Fuhrpark. Die Mitarbeiter gehen in Kurzarbeit. Die Firma hofft, dass die Krise „absehbar überwunden wird.“ Pressesprecherin Franzisika Wilhelm zur aktuellen Lage.

    Die Corona-Krise hat wirtschaftliche Auswirkungen. Wie zeigen sich diese bei teilAuto?

    Schon vor der Verhängung des Kontaktverbots haben unsere Kunden verständlicherweise Ausflugs- und Urlaubsfahrten abgesagt. Nach der Verhängung des Kontaktverbots sind die Buchungen natürlich noch weiter zurückgegangen. Vielleicht gibt es hier und da noch eine Einkaufsfahrt oder jemand nutzt eines unserer Autos, um einen Arbeitsweg zu erledigen, aber durch die Corona-Krise ist die Auslastung zweifelsohne auf einem Rekordtief.

    Welche Auswirkungen hat die geringe Nachfrage auf den „Arbeitsalltag“ von Mitarbeitern und Fahrzeugen? 

    Das Grundangebot wird erst einmal bestehen bleiben, denn es gibt Menschen, die weiterhin aus privaten und beruflichen Gründen auf teilAuto angewiesen sind. Wir haben aber begonnen, einige Leasing-Fahrzeuge etwas früher als geplant aus der Flotte herauszunehmen und wenig genutzte Autos vorübergehend stillzulegen. Der Fuhrpark wird also etwas reduziert, das grundsätzliche Carsharing-Angebot wird aber weitergeführt.

    Normalerweise stocken wir unsere Flotte ab Ostern und über den Sommer immer extra auf, um die Urlaubsnachfrage abdecken zu können. Das ist natürlich in diesem Jahr anders. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind derzeit größtenteils aus dem Home Office aktiv. Aufgrund des Auslastungsrückgangs werden wir jedoch ab April Kurzarbeit einführen.

    teilAuto-Pressesprecherin Franziska Wilhelm. Foto: Andreas Ende
    teilAuto-Pressesprecherin Franziska Wilhelm. Foto: Andreas Ende

    Haben Sie konkrete Ideen, wie Sie diese Krise mit anderen Angeboten überstehen können? 

    Wir werden keine Angebote erfinden, die künstlich die Nachfrage ankurbeln. Aktuell ist es erst einmal wichtig, dass die Menschen zu Hause bleiben, Kontakte reduzieren und sich auf lebensnotwendige Wege, wie den Besuch im Supermarkt, beschränken. Für die, die noch mobil sein müssen, halten wir unser Angebot am Laufen.

    Wenn systemrelevante Unternehmen und Institutionen besondere Bedarfe haben, helfen wir schnell und unbürokratisch. Vergangene Woche haben wir zum Beispiel der Stadtverwaltung Leipzig kurzfristig 25 zusätzliche Kleinwagen bereitgestellt.

    Benötigen Sie möglicherweise Wirtschaftshilfe?

    Wirtschaftshilfen werden für uns unverzichtbar sein. Wir bemühen uns bereits intensiv um Unterstützung. Zur Sicherung der Liquidität haben wir ein KfW-Darlehen beantragt. Ansonsten gilt es die Kosten den stark gesunkenen Einnahmen anzupassen und zu hoffen, dass die Krise absehbar überwunden wird.

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