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Immer mehr Online-Banking: Sparkasse Leipzig schließt 2023 zehn ihrer Filialen, acht davon in Leipzig

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    Die europäische Zinspolitik macht allen Geldhäusern zu schaffen. Große Banken und kleine Sparkassen versuchen Einsparpotenziale zu finden, wo immer es sie noch gibt – beim Personal, beim Filialnetz. Auch die Sparkasse Leipzig kündigt jetzt weitere Filialschließungen zu Jahresbeginn 2023 an. Moderat, meint das Geldinstitut. In Leipzig trifft es trotzdem gleich acht Filialen.

    Der Verwaltungsrat der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig hat jetzt in der Sitzung vom 17. Dezember das neue Beratungs- und Servicekonzept der Sparkasse behandelt. Dabei wurde eine moderate Anpassung des Filialnetzes beschlossen, teilt das kommunale Geldinstitut mit: Zehn der aktuell 117 Standorte werden zum 1. Januar 2023 in benachbarte Filialen integriert.Mit acht Filialen liegt der Schwerpunkt dieser Veränderung im Stadtgebiet Leipzig. Im Mittelpunkt des neuen Konzepts stehe die Stärkung der kundenorientierten Service- und Beratungsleistungen. Besonders berücksichtigt werde das Kundenverhalten, das sich laufend weiterentwickele.

    Denn immer mehr Kunden nutzen das Online-Banking, sparen sich also den Weg in die Filiale. Manchmal auch sanft gestupst von ihren Bankhäusern, die mit einer zunehmenden Digitalisierung natürlich auch Personal und Filialmiete einsparen können.

    Die beiden Prozesse verstärken sich gegenseitig. Und die Sparkasse schaut natürlich auch, was die Bankenkonkurrenz gerade macht. Und auch dort geht es ja seit Jahren immer wieder um Personaleinsparungen und Kürzungen im Filialnetz.

    Reduzierung auf 107 Filialen

    „Wir haben uns sechs Monate intensiv mit unserer strategischen Weiterentwicklung beschäftigt. Und uns im Vergleich zum Wettbewerb entschieden, unser Filialnetz nur geringfügig anzupassen“, erklärt Olaf Klose, Privat- und Firmenkundenvorstand der Sparkasse Leipzig.

    „Wir setzen weiterhin auf ein sehr großes Filialnetz und differenzieren uns durch unsere sehr guten Beraterinnen und Berater und unsere Servicekräfte. Zusätzlich werden wir unsere Kunden, die selten unsere Beratung nutzen, verstärkt digital beraten. Damit sind wir für Menschen und Unternehmen der zuverlässige Finanzpartner in der Region. Gleichzeitig werden wir unserer Verpflichtung mehr gerecht, im nunmehr siebten Jahr der Negativzinsen wirtschaftlich zu arbeiten. Das ist das, was wir tun.“

    Künftig will die Sparkasse Leipzig Service und Beratung an insgesamt 107 Orten in der Stadt Leipzig sowie in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen anbieten. Dazu gehören 65 Standorte mit Ansprechpartnern vor Ort und 42 sogenannte Selbstbedienungs-Standorte.

    Ergänzend dazu versorgt die Fahrbare Filiale an 54 Haltepunkten Kundinnen und Kunden mit gefragten Serviceleistungen. Damit wird die Sparkasse Leipzig weiterhin das größte Standortnetz aller Kreditinstitute in der Region unterhalten.

    Damit werde das Standortnetz mit viel Augenmaß an den aktuellen Kundenbedarf angepasst, betont die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig. Betroffen von einer Schließung sind 2023 acht Filialen in der Stadt Leipzig und jeweils eine Filiale in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen. Diese Filialen sind – so die Sparkasse – sehr klein und liegen unter einer kritischen Betriebsgröße und werden daher in benachbarte Standorte integriert.

    Geschlossen werden sollen in Leipzig die Filialen in der Jahnallee, der Gohliser Straße, in Knauthain, Paunsdorf, Möckern, Kantstraße, Thekla und Mölkau.

    Filialschließungen 2023. Grafik: Stadt- und Kreissparkasse Leipzig
    Filialschließungen 2023. Grafik: Stadt- und Kreissparkasse Leipzig

    Die Umsetzung soll zum 1. Januar 2023 erfolgen. Die betroffenen Kundinnen und Kunden sollen rechtzeitig und schriftlich informiert werden.

    Warum gerade diese Filialen?

    Die Sparkasse Leipzig analysiert regelmäßig die Nachfrage nach stationären Service- und Beratungsleistungen, erklärt das Geldinstitut.

    „Filialbesuche sind insgesamt weiter rückläufig. Den Dauerauftrag oder die Überweisung in der Filiale abzugeben, das wird immer seltener. Das ist eine Wahrheit, der wir uns stellen“, erläutert Klose. Für solche Dienstleistungen nutzen Kundinnen und Kunden immer häufiger das Online-Angebot sowie die mobilen Anwendungen der Sparkassen-App. So sind in den vergangenen zwei Jahren allein die Nutzerzahlen der Sparkassen-App um fast 50 Prozent gestiegen.

    Zudem sind mehr als die Hälfte (58,6 Prozent) aller bei der Sparkasse Leipzig geführten Konten für das Online-Banking freigeschaltet. Die Digitalisierung und aktuell auch die Corona-Pandemie stehen hinter diesen starken Veränderungen. Tendenz weiter steigend, so die Sparkasse.

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      3 KOMMENTARE

      1. Gerade in Nordsachsen (siehe Doberschütz) ist das Filialnetz bereits ausgedünnt. Es geht eben nicht nur ein weiterer Standort verloren, sondern auch ein sozialer Ort. Antizyklisches Denken scheint bei der SPK nicht vorhanden. Beratung im Netz wollen viele nicht, die brauchen vor Ort einen Ansprechpartner.

      2. Bargeldnutzung rückläufig – ja klar, wenn überall Schilder an den Plexiglaswänden (Sicherheitsgründe!) kleben, das man möglichst auf Bargeld verzichten soll (aus Sicherheitsgründen!).

        Man kann alles auch herbeiführen…

      3. „Filialbesuche sind insgesamt weiter rückläufig.“ Na, so was! Früher konnte meine Mutter (87) ihre Filiale in der Coppistraße fußläufig erreichen (ca. 300 m). Seit deren Schließung müsste sie in die Max-Liebemann-Straße laufen (> 1 km), was sie natürlich nicht macht. Kein Wunder, dass da die Filialbesuche zurückgehen…

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