Der kommunale Einfluss bei der Verbundnetz Gas AG (VNG) bleibt stark. Zehn ostdeutsche Städte, die über ihre kommunalen Unternehmen an der VNG beteiligt sind, haben ihren Einfluss auf die Geschicke des drittgrößten deutschen Erdgasimporteurs weiter ausgebaut. Auf der Hauptversammlung der VNG am Montag, 16. April, in Leipzig wurden vier Vertreter der VUB in den Aufsichtsrat der VNG gewählt.

Bisher stellte die VUB drei Vertreter in diesem Kontrollgremium. Mit Holger Hanson (Vorsitzender der Geschäftsführung Neubrandenburger Stadtwerke GmbH) stellt die VUB auch wieder den 1. Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden.

“Wir setzen auf Kontinuität. Mit unseren kommunalen Stimmen im VNG-Aufsichtsrat möchten wir unsere Interessen auch zukünftig klug und nachhaltig einsetzen”, sagt Andreas Reinhardt, Geschäftsführer der VUB. “Dabei wollten wir weiter dafür Sorge tragen, dass kommunale und regionale Bedürfnisse berücksichtigt werden. – Unser Ziel bleibt eine eigenständige, regional verwurzelte und starke VNG.”
Die VNG befindet sich seit einiger Zeit in einem schwierigen und dynamischen Marktumfeld. “Deswegen sind Zuverlässigkeit und Stabilität entscheidende Faktoren für den Erfolg der gesamten VNG”, sagt Reinhardt.

Über die VUB (VNG Verbundnetz Gas Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Erfurt) bündeln zehn ostdeutsche Kommunen (Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Dresden, Erfurt, Hoyerswerda, Leipzig, Neubrandenburg, Nordhausen, Rostock, Lutherstadt Wittenberg) ihre VNG-Anteile. Mit insgesamt 25,79 Prozent halten sie ein Viertel des gesamten Aktienpakets und verfügen über die Sperrminorität an der VNG. “Wir nehmen unsere Verantwortung sehr ernst und werden auch in Zukunft bei der VNG ein wichtiges Wort mitreden. Bei der VNG verstehen wir uns als Garant für Zuverlässigkeit, Stabilität und Berechenbarkeit “, erklärt der VUB-Geschäftsführer. Die VUB ist Treuhänder des kommunalen VNG-Aktienpaketes.
Auch intern führen die kommunalen VNG-Aktionäre die Kontinuität fort. Der bisherige Vorsitzende der VUB-Gesellschafterversammlung und Geschäftsführer der Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg, Hans-Joachim Herrmann, wurde am 13. April in Wörlitz von den zehn Gesellschaftern für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Stellvertreter ist wieder Jörg Tottewitz, Vorstand der Stadtwerke Annaberg-Buchholz. “Innerhalb der VUB herrscht Konsens, dass Hans-Joachim Herrmann die Gesellschaft weiter führen soll. Als ausgewiesener und erfahrener Energieexperte ist er genau der Richtige für diese Aufgabe”, erklärt Andreas Reinhardt.

Die VUB-Vertreter im Aufsichtsrat der VNG (Leipzig):

– Dr. Reinhard Richter (Mitglied der Geschäftsführung, DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH)
– Detlef Nonnen (Mitglied der Geschäftsführung, eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, Chemnitz)
– Josef Rahmen (Vorsitzender der Geschäftsführung, LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH)
– Holger Hanson (Vorsitzender der Geschäftsführung, Neubrandenburger Stadtwerke GmbH)

www.vub-online.de

www.vng.de

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Redaktion über einen freien Förderbetrag senden.
oder

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar