Sorgen um das Urheberrecht überschatten das Pressegespräch des Börsenvereins zur Leipziger Buchmesse

Für alle LeserSo viele warnende Töne hat man auch bei einem Pressegespräch des Landesverbandes des Börsenvereins noch nicht gehört. Zu kämpfen haben Verlage in Mitteldeutschland seit 1990 allesamt. Meist reicht es geradeso, Jahr für Jahr ein kleines, anspruchsvolles Programm aufzulegen. Doch seit einem Jahr steht die deutsche Buchbranche unter Dauerbeschuss.

„Wir leben in einer ganz schwierigen Zeit“, sagte Helmut Stadeler, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, am Dienstag, 7. März, beim Pressegespräch kurz vor der Buchmesse. Was eine EU-Richtlinie vor neun Jahren formuliert habe, sei mittlerweile so oft herumgestupst und verdreht worden, dass etwa für Verlage in Deutschland höchst Besorgniserregendes draus geworden sei. Und gerade kleine und mittelständische Verlage wären jetzt betroffen.

Denn was der deutsche Justizminister sich als Novelle für das deutsche Urheberrecht ausgedacht hat, zerstört vor allem die Planungssicherheit in jenen Verlagen, die sich noch auf den Aufbau von jungen Autoren konzentrieren. Der Verleger Andreas Rötzer hat es im Dezember 2015 in der „Zeit“ schon ziemlich genau auf den Punkt gebracht.

„Die von Großkonzernen und Akteuren wie Amazon durch willige Helfershelfer in der EU immer wieder attackierte Preisbindung und das Urheberrecht ermöglichten jahrzehntelang das Entstehen und Blühen einer weltweit einzigartigen Verlags- und Buchhandelslandschaft – wesentlicher Grundpfeiler unserer Demokratie“, schrieb er dort. Und: „Diese Arbeit, diese Investitionen in den Autor und sein Werk sind aber auf Dauer angelegt, es braucht mehr als fünf Jahre, um ein Werk, einen Autor durchzusetzen, es gibt nicht wenige Beispiele, in denen der Erfolg erst nach vielen Jahren hartnäckiger Arbeit eintritt. Der Glaube daran ist Verlagssache, während dieser Zeit ausbleibender Anerkennung die Rechte des Autors zu schützen, seine Aufgabe.“

Amazon und Konsorten setzen immer nur auf den schnellen Gewinn. Was sie betreiben, ist die Erzeugung schnell verkäuflicher Massenware. Sie investieren nicht in Lektoren und auch nicht in die Etablierung von Büchern und Autoren auf dem Markt, auch nicht in die Entwicklung von Reihen oder gar Bücher, die sich nur über längere Zeiträume verkaufen.

Aber mittlerweile erfolgt der Angriff ja auch über die beiden Verwertungsgesellschaften VG Wort und VG Bild. Einige Verlage haben schon die Segel gestrichen, weil sie nicht in der Lage sind, die ausgeschütteten Gelder für vergangene Jahre zurückzuzahlen. Die sind ja in der Regel komplett in die Entwicklung und Betreuung der Bücher geflossen, deren Autoren nun – nach den neuen Regeln der machthungrigen Verwertungsgesellschaften – die ausgeschütteten Gelder ganz allein bekommen sollen. Damit bleibt gerade in den kleinen Verlagen kein Spielraum mehr für aufwendige Buchprojekte.

Ganz zu schweigen davon, dass sowieso schon erfolgreiche Großautoren den Löwenanteil dieser Gelder kassieren.

Und die Leistung der Verlage, ohne die es viele Bücher so nicht gäbe, als Teil der Urheberschaft wird völlig entwertet. Besonders hart trifft es Verlage, die wissenschaftliche Publikationen veröffentlichen. Daran erinnerte am Dienstag Beate Schwarz vom Halleschen Verlag, der sehr viele Arbeiten zum (Halleschen) Pietismus herausbringt und international vertreibt. „Aber wissenschaftliche Publikationen sind einfach problematisch zurzeit“, sagt sie. Gerade wissenschaftliche Publikationen brauchen auch die über Jahre aufgebauten Netzwerke der betroffenen Verlage.

Gerade jene Autoren, die sich mit Verweis darauf, sie seien die alleinigen Urheber der veröffentlichten Schriften, den Zugriff auf die volle Vergütung durch die Verwertungsgesellschaften sichern wollten, zerstören damit ein Modell, das ihren Veröffentlichungen überhaupt erst einen Markt verschafft.

„Gleichzeitig würde sich ein Modell ins Gegenteil verkehren, das neben einer finanziellen Rendite eine nicht unerhebliche kulturelle und damit gesellschaftliche Rendite ermöglicht“, schrieb Rötzer zu den absehbaren Folgen der Änderungen im Urheberrecht.

Für den Leipziger Verleger Mark Lehmstedt sind alle diese Vorstöße ein massiver Angriff auf das Urheberrecht. „Das Verlagswesen in Deutschland ist seit einem Jahr unter massivem Beschuss.“

Rötzer hatte die eigentlichen Akteure hinter diesem Angriff gegen das Urheberrecht in Deutschland benannt: Genau jene us-amerikanischen Großkonzerne, die auch noch das letzte Restchen geistigen Eigentums in Umschlagmasse ihrer eigenen auf Rendite getrimmten Unternehmen verwandeln wollen. Rötzer verweist auf Goethe und dessen Aufatmen, als mit der Einführung des Urheberrechts endlich ein gewisser Schutz gegen Raubdrucke und den fortwährenden Diebstahl geistigen Eigentums geschaffen wurde. Und für Verleger, das muss hinzugefügt werden, eine gewisse Verlässlichkeit in den Planungen. Denn wenn ein Autor sich an einen Verlag bindet, braucht es in der Regel mehrere Jahre, ihn aufzubauen und seine Werke einem größeren Leserkreis bekannt zu machen.

Was Rötzer befürchtet, ist in mancher Buchhandlung ja schon zu sehen: Es werden nur noch (vermeintliche) Bestseller produziert. Die großen Konzerne, die sowieso kaum noch in die Betreuung junger Autoren investieren, greifen nur noch das Schnellverkäufliche ab, produzieren Berge des Immergleichen. Und das ist in der Regel schnell übersetze anglo-amerikanische Massenware. Den Reibach machen nur noch die Schnell- und Vielschreiber. Und die Großen, muss hinzugefügt werden.

Denn auch 27 Jahre nach der Vereinigung sitzen ostdeutsche Verlage noch immer am Katzentisch, sind in den meisten Großbuchhandlungen nicht zu finden, haben nur einen regionalen Verbreitungsraum und müssen noch extra Energie in die Betreuung der kleinen Buchhandlungen investieren.

Ihnen verhageln die Pläne zur Aushöhlung des Urheberrechts nicht das Geschäft, sondern die Existenzgrundlage.

Wieder einmal erledigt die Bundespolitik das Geschäft der Internetgiganten, die alles aufsaugen und an sich reißen, was irgendwo als Medienmarkt noch existiert. Auch der Kampf gegen die Buchpreisbindung gehört dazu. Es sind keine geistvollen Leute, die diesen Kampf gegen mühsam erkämpfte Lebensbedingungen der deutschen Verlagswelt führen, sondern agile Konzernbosse, deren Geschäftsmodell darauf beruht, dass sie jede auch nur spürbare Konkurrenz auslöschen und ganze Branchen zerstören, bis sie Alles auf ihren Plattformen gebündelt haben. Gier frisst Geist.

In diesem Fall ganz unübersehbar.

Gefährlich wird es nur, wenn deutsche Minister diesen Giganten auch noch den Zuträger machen.

Man könnte fast sagen: Trotz dieses Dauerbeschusses mit möglicherweise fatalen Folgen haben am Dienstag 25 Verlage aus allen drei mitteldeutschen Ländern gezeigt, was sie können und welchen Reichtum an Büchern sie zur Leipziger Buchmesse wieder präsentieren werden. Natürlich auch jede Menge sehr eigenwilliger Produktionen zum Reformationsjubiläum. Auch Luther hat ja unter den Raubdruckern seiner Zeit gelitten. Selbst die theologische Konkurrenz hat seine Bibelübersetzung geklaut und unter eigenem Namen veröffentlicht. Dass es 500 Jahre später schon wieder um das Thema geht und diesmal große, zwielichtige Konzerne das Urheberrecht zerschießen wollen, gehört zur Krux der Geschichte und zum fatalen Absolutheitsanspruch moderner Konzerne, die sich selbst zu allumfassenden Kirchen machen wollen – voller Verheißungen und Versprechungen fürs gläubige Volk. Nur den Reibach – den wollen sie ganz für sich allein.

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