Verpasste Chance: Sinkt die Bereitschaft der Bundesbürger, für die „Energiewende“ zu bezahlen?

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelt seit August 2011 etwas, was sie "Global Green Index" nennt, ein Index, der beschreiben soll, wie sich die Bereitschaft der Deutschen entwickelt, für eine bessere Umwelt zu bezahlen. In gewisser Weise ist das ein Teil des Umweltbewusstseins. Aber so recht justiert hat die GfK ihre Instrumente noch nicht. Sonst würde sie nach einem Jahr nicht lospoltern mit dem Satz "Zahlungsbereitschaft für Energiewende rückläufig".
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Oder mit diesem: „Die Deutschen stehen Maßnahmen zur Energiewende in Deutschland kritischer gegenüber als noch vor einem Jahr. Auch die Bereitschaft, höhere Energiekosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu akzeptieren, nimmt ab.“

Oder mit diesem: „Die Akzeptanz von Maßnahmen für die Energiewende hat bei den Deutschen in der letzten Zeit etwas abgenommen. Kurz nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima waren noch 76 Prozent der Deutschen bereit, neue Stromnetze/Stromleitungen in ihrer unmittelbaren Umgebung zu akzeptieren, um den Ausbau der erneuerbaren Energie zu fördern und aus der Kernenergie auszusteigen. Ein Jahr danach ist dieser Anteil auf 69 Prozent gesunken. Ein ähnlich rückläufiger Trend zeigt sich auch bei der Errichtung von Windanlagen. Nur noch knapp zwei Drittel der Deutschen würden neue Anlagen in ihrer Nachbarschaft tolerieren. Vor zwölf Monaten lag der Anteil noch über 70 Prozent.“

Die Werte stimmen schon. Keine Frage. Was natürlich auch Rückschlüsse darauf zulässt, wie emotional viele Menschen auf dramatische Ereignisse wie die in Fukushima reagieren. Übrigens nicht nur Konsumenten. Sondern auch Meinungsforscher. Nicht ohne Ursache hat die GfK ihren „Global Green Index“ ja im Sommer 2011 erstmals aufgelegt.

Und es geht um das Geld der Bürger. Und es ist ja nicht so, dass die Bundesbürger in diesem Jahr nicht zur Kasse gebeten wurden. Sie haben eine höhere EEG-Umlage verkraften müssen und die Netzentgelte übergebürdet bekommen, von deren Kosten die stromintensiven Unternehmen entlastet wurden.

Auch das Geldausgeben ist kein Vorgang, der im verschlossenen Raum stattfindet. Ist es also nicht eher so, dass sich in diesem gesunkenen Wert die irrationale Politik der Bundesregierung widerspiegelt? Wozu auch die Planlosigkeit der Wirtschaftspolitik gehört. Denn eigentlich ist längst klar, wo die noch fehlenden Stromtrassen verlaufen müssen. Das betrifft nur einen verschwindend kleinen Anteil der Bundesbürger im wesentlichen in den Netzübergängen von Nordost nach Süd. Hier allen die selbe Frage zu stellen, grenzt zumindest an Simplifizierung.
Und es spielt auch wieder mit den Ängsten der Betroffenen. „Je nach Alter und persönlicher Lebenssituation werden die genannten Maßnahmen jedoch recht unterschiedlich bewertet. Dabei stehen vor allem ältere Menschen der Energiewende und den damit verbundenen Um- und Ausbaumaßnahmen kritisch gegenüber“, schätzt die GfK ein. „Jugendliche und Studenten befürworten den Neubau von Stromleitungen oder Windanlagen in unmittelbarer Nachbarschaft am stärksten.“

Ist das nicht eher Ergebnis einer mehr als zurückhaltenden Informationspolitik der Bundesregierung? Würde nicht völlig anders diskutiert werden, wenn die neuen Netzkorridore benannt und auch die genauen Ausbaukosten verifiziert werden? Und vor allem: wann gebaut wird?

„In Zeiten zunehmender Konjunkturängste sinkt auch die Bereitschaft der Deutschen, sich freiwillig an den Kosten für die Energiewende zu beteiligen“, schreibt die GfK. Und blendet völlig aus, dass die Bundesbürger ein ganzes Jahr gezielter medialer Verängstigung hinter sich haben. Die alten Giganten geben ihre Pfründen ja nicht kampflos preis und schüren mit immer neuen Meldungen zu den „horrenden Kosten der Energiewende“ die Bürger.

Musikalisch begleitet von einer Bundesregierung, die keineswegs gewillt scheint, den Prozess des Übergangs zu gestalten. Transparent vor allem. Dafür erfreut die Bürger immer wieder ein neues Ersparnis-Geschenk für die großen, energiehungrigen Unternehmen.

Da ist es nicht wirklich erstaunlich, wenn beim einfachen Bürger die Bereitschaft schwindet, immer nur zu zahlen, ohne etwas Fassbares für sein Geld zu bekommen.

„Knapp die Hälfte ist für den verstärkten Ausbau der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien – auch wenn dadurch die eigenen Energiekosten steigen“, so die GfK, die die Aussagen wieder aus einer Befragung von rund 2.000 Bürgern gewonnen hat. „Vor zwölf Monaten lag der Anteil mit 60 Prozent jedoch deutlich höher. Die Meinung zu diesem Thema hängt allerdings nicht ausschließlich von den persönlichen Einkommensverhältnissen ab. Weniger als 40 Prozent der Rentner mit geringem Einkommen sind bereit, Ausbaukosten für erneuerbare Energien durch erhöhte Strompreise zu tragen. Dagegen sprechen sich 63 Prozent der Jugendlichen und Studenten, die in der Regel ebenfalls über ein geringes Einkommen verfügen, dafür aus.“

Was im Grunde deutlich macht, wie sehr die Einschätzung vom Informationsgrad abhängt. Wer sich nur über die gedruckte Regionalzeitung informiert – was wohl auf die meisten Senioren zutrifft – ist mittlerweile hochgradig desinformiert, weil viele kritische Beiträge zur Bundespolitik in Sachen Energie dort gar nicht mehr oder sehr selten erscheinen.

Nur eines ist auch über ein Jahr nach Fukushima relativ sicher: „Atomkraft ist out. Eine Rückkehr zur Atomkraft als zentralen und ‚günstigen‘ Baustein des Energiesystems in Deutschland ist jedoch für die deutliche Mehrheit der Bürger ausgeschlossen. Wie schon vor einem Jahr sind über 80 Prozent der Meinung, dass die Nutzung von Kernkraftanlagen, selbst mit modernster Betriebstechnologie, nicht verantwortbar ist. Hauptgrund ist die nach wie vor gefährliche Entsorgung des Atommülls.“ Diese Botschaft ist spät, aber gründlich bei der Mehrheit der Bundesbürger angekommen.

„Jeder siebte Deutsche ist weiterhin davon überzeugt, dass die erneuerbaren Energien die Kernkraft komplett ersetzen können“, so die GfK zu einem weiteren abgefragten Bauchgefühl. Denn mehr kann das nicht sein. Denn die deutschen Atomkraftwerke können schon jetzt problemlos vom Netz, ohne die Stromversorgung in Deutschland zu gefährden.

Die GfK sammelt für ihren „Global Green Index“ nicht nur Daten zur Zahlungsbereitschaft für die Energie. Wobei diese Bereitschaft, einfach mal ins Politische übersetzt, sogar recht hoch war und noch ist. Für die Meisten ist es eine akzeptierte Größe, dass der Umbau der energetischen Versorgung eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Wahrscheinlich würde man bei einer Frage nach einer Entschuldung des Staatshaushalts ähnliche Werte bekommen.

Sehr hoch ist auch die Bereitschaft, in Sachen Abfall selbst aktiv zu werden und beim Recycling fleißig zu trennen. Hohe Werte gibt es auch in Sachen Mobilität, wobei natürlich offen ist, ob das nur die Suche nach sparsameren Autos betrifft oder auch die Bereitschaft, auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel umzusteigen. Beim Konsum sind die Werte schon deutlich niedriger. Und eine entsprechende ernüchternde Mitteilung veröffentlichte die GfK ja schon am 25. Juli: „Wohnort ist nicht gleich Einkaufsort“. Die meisten Deutschen setzen sich zum Einkauf ins Auto und fahren ins nächste größere Center, um einzukaufen.

Gut möglich, dass die von der GfK abgefragten Zahlen in den nächsten Jahren weiter sinken. Es gibt historisch günstige Momente, die man bei wichtigen Reformen nutzen kann und auch sollte. Es sieht alles danach aus, dass die aktuelle deutsche Regierung den Moment verpassen wird, den energetischen Umbau tatsächlich transparent und nachhaltig auf die Reihe zu bekommen.

Und das sehen dann wohl auch die meisten Bürger, die für die Reformunwilligkeit der großen Lobbyisten schon herzhaft geschröpft werden, so.


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