Streuung in Krisenzeiten, die eigenen Geldanlagen gut anpassen

Verluste von mehr als 30 Prozent in wenigen Wochen. So lautete die Bilanz des DAX während der Coronakrise. Viele Privatanleger machen sich seither Sorgen, ob ihre Anlagen noch richtig aufgestellt sind. Eine sichere Diversifikation rückt in den Vordergrund, um sich besser gegen künftige Schwankungen zu wappnen. Wie diese genau möglich ist, das sehen wir uns in diesem Artikel an.
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Den Anlagehorizont kennen

Ein Stück Sicherheit ergibt sich bereits aus dem korrekt gewählten Anlagehorizont. Die besten Ergebnisse erzielen Privatanleger und Laien an der Börse dann, wenn sie sich für einen längeren Zeitraum zur Investition entschließen. Wer sein Geld mindestens sieben Jahre der Börse leiht, und nicht innerhalb weniger Monate einen Gewinn erzielen möchte, für den stellt ein kurzfristiger Einbruch der Kurse nur auf dem Papier ein Problem dar.

Experten raten deshalb all jenen langfristigen Anlegern, deren Depot etwas in die roten Zahlen gerutscht ist, die Ruhe zu bewahren. Nach dem Motto „hin und her macht Taschen leer“ ist es nun besonders wichtig, nicht sofort alles über den Haufen zu werfen und zu niedrigen Kursen zu verkaufen.

Verschiedene Anlageklassen wählen

Es gibt neben Aktien diverse weitere Anlageklassen, die einen genauen Blick wert sind. Zuletzt machten zum Beispiel die Kryptowährungen stark auf sich aufmerksam. Wer beispielsweise Bitcoin kaufen und investieren möchte, der hat damit eine Anlageklasse im Depot, die sich weitgehend unabhängig von anderen Kursen bewegt. Schließlich ist die allererste Kryptowährung nicht unmittelbar ans klassische Wirtschaftssystem gekoppelt. Das zeigt auch die häufig gegenläufige Bewegung des Bitcoin Kurs. Als ein weiterer recht sicherer Hafen für Ihre Anlagen kann sich Gold in diesen Tagen mal wieder top in Szene setzen. Das Edelmetall gewinnt traditionell in Krisenzeiten deutlich an Wert, da sich Privatanleger und Investoren gern dorthin flüchten.

Allerdings ist es durch diesen Einfluss inzwischen schon zu spät, dort noch ein gutes Verhältnis von Preis und Leistung zu erzielen. Sobald sich die wirtschaftliche Lage wieder etwas stabilisiert, ist es durchaus möglich, dass auch der Goldpreis wieder etwas verliert. Der richtige Zeitpunkt für den Kauf des Edelmetalls liegt damit eigentlich deutlich vor den wirtschaftlichen Einbußen, wie sie in diesen Tagen aufgetreten sind. Eine ähnliche Situation weißt der Immobilienmarkt in und um Leipzig auf. Die anhaltend starke Nachfrage trieb zuletzt die Preise noch weiter in die Höhe und macht es Neueinsteigern vergleichsweise schwer, noch einen guten Preis zu erzielen.

Nicht unter Druck verkaufen

Viele Privatanleger schaden ihren Gewinnen, indem sie in den Hochphasen des Aktienmarktes zu spät verkaufen. Doch noch schwerer wiegen die Fehler, welche in Krisenzeiten gerne gemacht werden. Angetrieben vom Wunsch, mögliche höhere Verluste zu vermeiden, entscheiden sich Investoren bei fallendem Kursen für den Verkauf. Dabei lassen sie außer Acht, dass Verluste an der Börse grundsätzlich erst im Moment des Verkaufs eingefahren werden.

Wichtig ist aus diesem Grund, sich nicht zu sehr von sinkenden Kursen unter Druck setzen zu lassen. Ideal ist dabei, wenn das an der Börse investierte Geld nicht zur Deckung der alltäglichen Kosten benötigt wird. Daraus ergibt sich die Freiheit, erst zu einem späteren Moment zu verkaufen, in dem sich die Kurse wieder normalisiert oder sogar ganz erholt haben.


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