Artikel vom Sonntag, 1. Januar 2017

Einspruch, Euer Ehren

Gastmanns Kolumne: Das ist schließlich dein Job!

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserProsit Neujahr! Jungfräulich liegt 2017 vor uns und man möchte es fast ein bisschen in Watte packen, damit es möglichst lang seine Unschuld bewahre. Viele von uns schlagen sich bekanntlich in diesen Tagen mit guten Vorsätzen herum oder zumindest mit dem Gedanken, was man vom neuen Jahr wohl so zu erwarten hat. Vielleicht aber können wir in Anbetracht der wünschenswerten Unschuldskonservierung von Jahren einmal den Spieß herumdrehen und stattdessen fragen, was das neue Jahr von uns erwarten darf? Weiterlesen.

Zwischen Böllern, Bränden, Versammlungsverboten und Schlägereien

Jahreswechsel in Leipzig 2016/17 + Video

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserDer ganz normale Wahnsinn einer Silvesternacht ist einmal wieder vorbei, gespickt mit einem Spontanversammlungsverbot und einer PARTEI-Kundgebung für Tierschutz in Connewitz, Böllern, körperlichen Auseinandersetzungen und einer Brandstiftung im Arbeitsamt in Gohlis. Weiterlesen.

Nachdenken über ... Gemütlichkeit

Die Karriere eines Wortes zum Rettungsanker in Krisenzeiten

Foto: Ralf Julke

Es pfeift ein rauer Wind durch die Welt. Gigantische Warenströme fließen von Kontinent zu Kontinent. Nachrichten aus allen Ecken des Erdballs sind zeitgleich überall verfügbar. Und damit auch jedes grauenvolle Ereignis, das nur passieren kann. Gemütlich ist das alles nicht. Was ja unübersehbar eine Menge Leute richtig ungemütlich gemacht hat. Und wütend. Anmelden und weiterlesen.

Das ziemlich soziale Hormon Oxytocin und seine Wirkung in Schimpansengruppen

Leipziger Primatenforscher auf der Spur von Krieg und Frieden

Foto: Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie, Liran Samuni

Eine nicht ganz unwichtige Frage wollten die Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig noch zum Jahresende klären: Wie entsteht eigentlich das Zusammengehörigkeitsgefühl in Primatengruppen? Warum kleben die wie Pech und Schwefel zusammen, wenn sie sich etwas Gemeinsames vornehmen – eine Prügelei zum Beispiel oder einen Krieg? Anmelden und weiterlesen.

2017 – was kommt?

Eine Jahrhundertfeier für das berühmteste Ready-made der Welt

Grafik: Reiter Galerie

Es war ein Schock, den der Künstler Marcel Duchamp erlebte, als er 1912 mit seinen Künstlerfreunden Constantin Brâncuși und Fernand Léger die Luftfahrtschau im Pariser Grand Palais besuchte. Die technische Ästhetik der ausgestellten Fluggeräte riss ihm den Boden unter den Füßen weg. „Die Malerei ist am Ende. Wer kann etwas Besseres machen als diese Propeller? Du etwa?“, soll er zu Brâncuși gesagt haben. Was daraus folgte, machte Duchamp weltberühmt. Anmelden und weiterlesen.

Polizeiliche Lage zur Silvesternacht 2016/2017

Brandanschlag auf die Arbeitsagentur, Bier am Kreuz und das Übliche

Die Nacht zum Jahreswechsel wurde auch dieses Mal durch die Polizei in und um die Stadt Leipzig abgesichert. Neuralgische Punkte des Einsatzes waren der Augustusplatz, der Hauptbahnhof (dort unter der Aufsicht der Bundespolizei) und das Connewitzer Kreuz. Später in der Nacht kristallisierten sich noch weitere Orte heraus, die ebenfalls der Aufsicht der Polizei bedurften und an denen unsere Anwesenheit erforderlich war. Weiterlesen.

Nachdenken über ... Kontrolle

Zwischen Utopia, Terror und dem Kaninchenwunsch nach einer starken Partei

Foto: Ralf Julke

Die größte Angst des besorgten Bürgers sind weder Flüchtlinge noch komplizierte Medien, die er nicht versteht. Auch nicht die Angst vor Muslimen und Moscheen, auch wenn er gern so tut und richtig giftig werden kann dabei. Die größte Angst des besorgten Bürgers ist die vor Kontrollverlust. Aber darüber redet er ganz ungern. Anmelden und weiterlesen.

Und was passiert jetzt? – Teil 33

Ist es jetzt Stachelschwein, dem die Geschichte durch die Lappen geht?

Grafik: L-IZ

LeserclubUnd Herr L. wusste noch immer nicht, wie das ausgehen sollte. Auch nicht an diesem blassen, ziemlich frischen Morgen, der ihm unters Hemd griff, durch die Ritzen des Mantels, ins übernächtigte Gesicht. Ein gut in Folie verpacktes Automobil stand am Straßenrand. Das war Olegs nächtlich demolierter „Tschaika“. Und ein einsames Möhrchen lag in L.s Bauch. Anmelden und weiterlesen.