Krümel im Katalog: Franziska Holstein, das Kaleidoskop und die Grenzen des Wahr-Nehmens

Die Leipziger Künstlerin Franziska Holstein ist eine Meisterin der Arbeiten "o. T." - ohne Titel. Auch wenn bei vielen ihrer Arbeiten dann hinter dem "o.T." so etwas wie "Formgebung" oder "Kleine Enzyklopädie. Das Kind" steht. Titel, die dem Betrachter zwar bestätigen, dass er richtig sieht, ihn aber aus der Klemme nicht befreien: Sieht er nur das Erwähnte oder noch etwas anderes?
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Die Künstlerin macht es den Leuten nicht leicht. Auch wenn ihre Bilder keine Rätsel sind. In den kleinen Essays, die dem Katalog beigegeben sind, fällt immer wieder das Wort Kaleidoskop. Ein Gerät, dass die Meisten eher als Kinderspielzeug kennen. Spiegel und ein paar bunte Einzelteile in einer Pappröhre sorgen dafür, dass man bei jedem Blick in die Röhre ein neues faszinierendes Bild sieht. Ein Bild, das sich immer aus den selben Einzelteilen zusammensetzt – und doch lassen sich einmal gesehene Variationen durch Schütteln nicht wieder herstellen.

Die alten Griechen kannten das zwar schon, aber wiederentdeckt hat es der schottische Physiker David Brewster vor knapp 200 Jahren. Und fast könnte man vermuten, Franziska Holstein hatte auch mindestens eins dieser optischen „Spielzeuge“ und hat schon in ihrer Kindheit angefangen, darüber nachzudenken, was da eigentlich passiert. Und während ihres Studiums an der HGB – erst bei Prof. Arno Rink, danach als Meisterschülerin von Neo Rauch – hat sie nicht aufgehört, sich mit diesem Rätsel zu beschäftigen, mit dem eigentlich alle Maler zu tun haben. Doch so gründlich an die Wurzel ihres Kunst-Machens gehen die Wenigsten. Auch wenn das seit dem 20. Jahrhundert nichts Ungewöhnliches mehr ist. Die halbe Moderne hat sich mit der Botschaft der Bilder beschäftigt und den keineswegs klaren Grenzen des Wahrnehmens und Erkennens.

Legendär die Arbeiten von Magritte, die durch simple Verwandlungen des Gewohnten eine surreale Situation erzeugte. Mal änderte er die gewohnten Größenproportionen, dann wieder fließt ein Bild direkt in die Landschaft, Menschen verwandeln sich in Skulpturen, eine Pfeife ist zu sehen, und drunter steht deutlich zu lesen: Das ist keine Pfeife.

Es ist schon erstaunlich, dass Magritte gar nicht erwähnt wird in den Vorworten und Essays zu diesem Katalog. Die Antwort kann wohl nur sein: Die Autoren waren zu verwirrt und zu verblüfft von dem, was Franziska Holstein nun schon seit Jahren konsequent tut. Sie hinterfragt mit jedem Bild, mit jeder Collage unsere Sehgewohnheiten und unsere Art, die Dinge zu erkennen und zu benennen. Hans-Werner Schmidt geht in seinem Vorwort immer wieder gern auf die Bildwelt ein, die zum heutigen Alltag gehört – dieser Flut von Signets, Hinweisen, Werbesprüchen und Icons, hinter der der reale Raum des Menschen verschwindet. Überall ist er von solchen grafischen Elementen umgeben, die ihn auffordern, sie wahrzunehmen, zu beachten und am Ende auch zu befolgen. Um Jahrtausende ist der Mensch von jenem paradiesischen Zustand entfernt, in dem eine Eva herumlaufen konnte in jungfräulicher Landschaft und den Dingen einen Namen gab. Du heißt jetzt Schlange …Heute stehen auch keineswegs verwirrte Menschen oft genug da und haben ihre liebe Not, in der Flut der Botschaften und der überall aufgeklebten Namen noch eine Orientierung zu finden. Erst recht, seit sich immer stärker das Gefühl bemerkbar macht, dass die meisten Botschaften nicht stimmen, dass Name und Inhalt nicht übereinstimmen. Man brauche nur in Magritte-Katalogen zu blättern, um die Bestätigung zu finden, dass dieses Gefühl auch die Künstler des Surrealismus umtrieb. Wo sind die Grenzen der Kunst? Wo verwandelt sich ein vertrauter Gegenstand in ein Kunstwerk, das auf diese Weise wieder befremdlich wirkt? – Womit man bei Marcel Duchamp wäre. Und was passiert eigentlich, wenn die Sinn-Verschiebung keine Kunst ist, sondern beabsichtigte Täuschung?

Das sind die Fragen, die auch Franziska Holstein umtreiben. Natürlich taucht das Kaleidoskop bei ihr auf – als Technik in ihren Collagen, in denen sie Fotografien von Tieren in lauter Dreiecke zerlegt und mit fast mathematischer Strenge immer wieder neu zusammensetzt. Das Ergebnis ist der Blick in ein Spiegelkabinett, in dem der Betrachter eine Weile braucht, sich zurechtzufinden.

Britt Schlehahn benennt eine andere Quelle der Auseinandersetzung, die wichtig ist für viele Arbeiten von Franziska Holstein: die Enzyklopädie, den großen Versuch der Männer um Diderot und d’Alembert, im 18. Jahrhundert eine allumfassende Sammlung des Wissens, des eindeutigen Wissens zusammenzustellen. Lexika und Enzyklopädien haben auf dem Buchmarkt bis ins 20. Jahrhundert eine wichtige Rolle gespielt. Bis hin zu so obskuren enzyklopädischen Titeln wie „Die Frau“ oder „Selbstgemacht“, die dem Käufer suggerierten, sie erführen nun Alles über die Frau oder alles zum Heimwerken. Was aber passiert, wenn sich die Titel solcher Enzyklopädien in große Ölgemälde verwandeln?Die neueren Acryl-Arbeiten der Künstlerin arbeiten eigentlich genauso, auch wenn sie hier auf erkennbare Details oder klare Icons ganz verzichtet. Jetzt sind es scheinbar vertraute Muster der jüngeren Vergangenheit, die sich immer neu gruppieren, immer wieder neu übermalt werden und am Ende – nach vielen Malschichten – fast wieder zu so einem Bild aus dem Kaleidoskop gruppieren. Eindrucksvolle Kristalle mit auffälligen Webfehlern.

Fast hat man da wieder das alte schäbige Kaleidoskop vom Rummel vor Augen, tausendmal gedreht und geschüttelt. Und auf einmal ist irgendwo ein Stück der Pappe abgeplatzt, jetzt tanzt ein unförmiger Krümel immer mit und der Riss in der Pappe spiegelt sich hundertfach und verdirbt das erwartete schöne Muster. Verdirbt er es wirklich? Oder ist es der Punkt, an dem der Betrachter gezwungen ist zu akzeptieren, dass er keine fremde, trügerische Welt sieht, sondern ein simples Spielzeug, das vergänglich ist?

Solche Spuren und „Krümel“ findet man auf allen großformatigen Acrylarbeiten, Störungen in einem Reich der gemalten Perfektion. Risse im unverbindlichen Muster. Auch wenn die Muster sich immer wieder unterscheiden, immer neue Farbfolgen abbilden. Auch die Störungen tauchen immer an neuen Stellen auf, so unberechenbar wie die ärgerlichen Spritzer und Risse auf neu dekorierten Wänden und Tapeten daheim nach dem Großputz.

Immer wieder spielt Holstein auch mit den Bildwelten der digitalen Kommunikation. Das, was man so landläufig als perfekt empfindet. Ganze Seiten im Katalog sind ihren Papiercollagen „o.T. (C2-12, 125)“ und „o.T. (C4-12,260)“ gewidmet. Die 260er-Serie kann man jetzt in ihrer Ausstellung im Bildermuseum besichtigen – wo sie natürlich anders wirkt. Das Serielle entwickelt sich zum Dramatischen, wenn man alle 260 Collagen hintereinander hängt. Im Katalog sind elf Einzel-Bilder ausgewählt, die zwar sichtbar machen, wie Franziska Holstein hier arbeitet – denen aber das fehlt, was in der Fülle der 260 Einzelteile sichtbar wird. Oder zumindest sehbar – eine klare Botschaft ist dem ja nach wie vor nicht zuzuordnen – nur die sichtliche Erfahrung, wie wenige Form- und Farbelemente es braucht, um dem Betrachter das Gefühl zu geben, dass etwas geschieht vor seinen Augen.

Und während in der 260er-Serie noch ein gut Teil der Wirkung auf die manuelle Gestaltung jeder einzelnen Collage zurückgeht, ist der manuelle Anteil in der Serie „o.T. (C2-12, 125)“ gar nicht mehr sichtbar. Die Künstlerin hat eine gewöhnliche DIN A-4-Seite einfach in jeweils drei Farbflächen geteilt und 125 Blätter in unterschiedlichen Farbfolgen bedruckt. Auch oft zwei, drei dieser Teilflächen im selben Ton. Im Katalog wirken die Einzel-Collagen wie Buntpapierseiten – in der Gesamtzusammenstellung dann freilich wieder wie ein in Farben verschlüsselter Text, eine Botschaft, zu der dem Betrachter nur das Lesegerät zu fehlen scheint.

Und der Betrachter darf sich durchaus fragen. Geht es ihm beim Kunstbetrachten nicht immer so? Bewegt er sich nicht zumeist in Mustern, die ihm vertraut und verlässlich sind? Ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass die Botschaft trügerisch sein könnte? Der Sub-Text ein anderer als das aufgeklebte Muster?

Eine durchaus moderne Fragestellung, die natürlich weit über den zumeist geschützten Bereich der Kunst hinausweist. Womit Franziska Holstein eigentlich da ist, wo die hellsichtigen Künstler immer sind: mitten im Chaos unserer Welt und unserer Art zu sehen und zu begreifen, was wir tun.

Hans-Werner Schmidt (Hrsg.) „Franziska Holstein. Kunstpreis der Sachsen Bank 2012“, Katalog, Lubok Verlag, Leipzig 2012, 18 Euro


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