Im türkisen-blauen Garten: Das Leipziger Leben des Kapellmeisters Alfred Szendrei wiederentdeckt

Wie wenig man eigentlich über eine doch gar nicht so ferne Zeit wie die 1920er Jahre weiß, merkt man in der Regel erst dann, wen wieder ein neuer Fund an die Oberfläche taucht. In diesem Fall hat Max Pommer die Lebensgeschichte von Alfred Szendrei nach Leipzig (zurück-)gebracht. Beide verbindet ein gemeinsames Kapitel in ihrem Leben: beide waren Dirigenten des Rundfunk-Sinfonieorchesters Leipzig.

Das wir heute als MDR Sinfonieorchester kennen mit so berühmten Dirigenten wie Fabio Luisi (1996 – 2007), Jun Märkl (2007 -2012) oder aktuell Kristjan Järvi. Max Pommer dirigierte das Orchester von 1989 bis 1991. Und Alfred Szendrei ist die Legende selbst: Er war der Gründungsdirigent in jenen Jahren, in denen der Mitteldeutsche Rundfunk – damals noch MIRAG abgekürzt – in Leipzig so langsam das Laufen lernte. Der offizielle Gründungstag ist ja der 22. Januar 1924, den Sendebetrieb nahm der MIRAG im März auf. Und dass von Anfang an auch hochkarätige Musik über den Sender ging, das ist Alfred Szendrei zu verdanken. Der eigentlich gar nicht zum Rundfunk gegangen wäre, wenn es da nicht das Kapitel Gustav Brecher gegeben hätte.

Mit Leipzig verbinden den 1884 in Budapest geborenen Dirigenten zwei Lebensabschnitte. Das erste war seine Studienzeit vor dem 1. Weltkrieg. Das zweite begann 1918, mitten im Revolutionsjahr, mit seiner vorläufigen Berufung als Kapellmeister ans Leipziger Opernhaus. Wo er bis 1924 blieb, eigentlich sogar nur bis 1923, als Gustav Brecher klar machte, dass er eine zweite starke Persönlichkeit neben sich nicht dulden würde. Und mit Szendrei hatte er ja einen Mann vor sich, der sich in der Welt schon seine Meriten gesammelt hatte. Er war schon in Wien, Berlin, Köln aktiv gewesen, auch einen Aufenthalt in den USA hatte er schon hinter sich. Er war ein typischer Vertreter jenes weltgewandten Künstlertums, das für die europäische Musik bis zum 1. Weltkrieg das Normale gewesen war. Für Leipzig erst recht: Hier holte man gern die Hochkarätigsten ans Pult. Während Szendrei im Opernhaus dirigierte, war im Gewandhaus Nikisch der maßgebliche Dirigent.

Einige der berühmten Zeitgenossen tauchen auf in den Erinnerungen an seine Leipziger Zeit, die Alfred Szendrei 1958 niederschrieb. Ihm gelang es etwas besser als anderen Leipziger Emigranten, in den USA Fuß zu fassen – erst als Dozent, später als Musikdirektor der Fairfax Synagoge und des Sinai Temple. Aber auch da hatte er eine lange, zermürbende Flucht hinter sich, ganz ähnlich wie der Journalist Hans Natonek.Dabei hat sein Abschied noch früher begonnen, schon im Jahr 1931. Es war die Zeit, als die Nationalsozialisten in Leipzig missliebige Theatervorführungen nutzten, um öffentlich Tumult zu veranstalten. Saalschlachten und gewalttätige Demonstrationen gehörten schon zum Alltag. Und wie lang der Arm der pöbelnden Nazis schon war, bekam Szendrei zu spüren, als ihn einige nationalsozialistische Musiker aus dem Orchester bei der Senderleitung anschwärzten und seinen Rauswurf verlangten. Und die Reaktion der Senderleitung zeigt recht deutlich, wie sehr viele Verantwortliche zu dieser Zeit sich schon wegduckten und anpassten und den gewalttätigen Emporkömmlingen entgegen kamen.

In seinen Erinnerungen bezeichnet sich Szendrei als den wohl ersten Juden, der von den Nazis mit Arbeitsverbot belegt wurde. Dass einer der ersten Akte der Nationalsozialisten die Entlassung sämtlicher Chefs des MIRAG sein würde, konnte Szendrei nicht ahnen. Aber er war zumindest nicht so gutgläubig, dass er noch in Deutschland blieb, als die Nationalsozialisten 1933 ganz offen verkündeten, was sie mit den Juden vorhatten. Auch wenn er erst einmal in Paris einen Neuanfang beim französischen Rundfunk wagte. Was ihn nicht nicht davor behütete, 1940 völlig mittellos weiter fliehen zu müssen in die USA.So war es dann Jahrzehnte fast vergessen, welche Rolle Szendrei eigentlich bei der Gründung des (Rundfunk-)Sinfonieorchesters spielte. Denn 1924 war keineswegs ausgemacht, dass künftig hochwertig übertragene Klassik zum Programm gehören würde. Die Technik steckte noch in den Kinderschuhen. Und niemand dachte daran, für den Rundfunk ein eigenes professionelles Musikerensemble aufzustellen. Bis Szendrei seinen Ärger mit Brecher bekam und die Gunst der Stunde nutzte, um beim gerade entstehenden MIRAG mal nachzufragen. Der saß damals noch in äußerst primitiven Räumen im Alten Johannishospital, das wenige Jahre später für den Neubau des Grassi-Museums abgerissen wurde.

Die Zeit ist auch deshalb spannend, weil damit auch eine Popularisierung der Musik begann, die heute für uns selbstverständlich ist. Die weniger betuchten Leipziger konnten sich damals keine Konzertkarten leisten, fürs Gewandhaus, diese elitäre und private bürgerliche Instanz schon gar nicht. Tonträger gab es zwar – aber deren Herstellung war noch so aufwändig, dass sich das auch wieder nur reiche Haushalte leisten konnten. Doch mit der Etablierung des Rundfunks und der anlaufenden Massenproduktion von Radioempfängern begann die (klassische) Musik auch ihren Siegeszug in die kleinbürgerlichen Haushalte.

Die Maßstäbe für das, was es da zu hören gab, setzte in Leipzig Szendrei. Was ihn nicht vor den Intrigen in der Senderleitung bewahrte und dem eklatanten Rausschmiss 1931. Vorher hatte er an der Universität Leipzig noch seinen Doktortitel gemacht – ausgerechnet zur Rolle des Rundfunks bei der Popularisierung von Musik. Als einer der Ersten hatte er begriffen, dass das neue Medium eine echte Kulturrevolution auslöste.

Max Pommer braucht den lebendig geschriebenen Text von Szendrei eigentlich nicht zu kommentieren. Nur da und dort verwechselte der 74-jährige Autor ein paar Daten und Zeitbezüge. Dafür bekommt der Leser ein Leipziger Schicksal aus den Jahren 1918 bis 1931 erzählt, das so im Ensemble der Biografien und Autobiografien aus den 1920er Jahren noch fehlte. Seltsamerweise fehlte, denn Szendrei war ja kein Unbekannter. Mit Nikisch verband ihn genauso eine Freundschaft wie mit Max Reimann. Er war bestens vernetzt mit der Musiker- und Sängerszene seiner Zeit. Die Stars der Oper standen auf der Bühne, wenn er dirigierte. Später holte er sie ins Studio oder in die Konzertsäle, aus denen der Mitteldeutsche Rundfunk seine Konzerte übertrug.

Szendreis Lebensbericht zeigt einmal mehr, was eine Kulturstadt wie Leipzig alles verlor, als die Nazis an die Macht kamen und missliebige Künstler, Intellektuelle und Juden vertrieben. Am Ende fehlt eigentlich nur noch ein Personenregister, das auch beim Nachblättern leichter macht, den Mann in seinem Leipzig zu verorten. Vom Titel darf man sich nicht verwirren lassen: „Im türkisen-blauen Garten“ war sein erfolgreichstes Bühnenstück, das in den 1920er Jahren mehrere gefeierte Vorstellungen erlebte. Es scheint heute aus dem Opernrepertoire verschwunden. Während seine „Dirigierkunde“ bei Breitkopf & Härtel noch Jahrzehnte später neue Auflagen erlebte.

Hier kann man also einen neuen Namen entdecken für dieses 1933 verschwundene Leipzig, von dem das heutige nicht mehr zehren kann. Es muss sich neu erfinden. Aber es hat mit diesen 1920er Jahren einen Maßstab, der gültig ist. Und der herausfordert. Und dass die Herausforderung gilt, zeigt der J. G. Seume Verlag auch mit der Gestaltung des Buches, die sehr gewagt ist, sehr modern. Irgendwie aber auch recht anheimelnd. Es ist wie bei Szendrei die Lust am Ausprobieren und Nicht-angepasst-Sein.

„Im türkisenblauen Garten“, Der Weg des Kapellmeisters A. S. von Leipzig in die Emigration, erzählt von ihm selbst, herausgegeben von Max Pommer, J. G. Seume Verlag, Frankfurt und Leipzig 2014, 22,90 Euro

www.seume-verlag.de/im-turkisenblauen-garten/


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