Von Juroren, Geigenbauern und anderen nicht marktkonformen Kreativen

Eigentlich ist Ralph Grüneberger ein Romantiker. Das hat nicht nur mit Sehnsucht nach einer heilen Welt zu tun. Als Lyriker - zumal aus Ostdeutschland - weiß er, dass es für hier Geborene, wenn sie nicht biegsam wie Knete sind, nicht mal das Versprechen auf eine heile Welt gibt. Nur die Gewähr auf jede Menge blaue Flecken, eine Menge Papierkram und den Snobismus der Verwalter. Romantiker wissen, dass es den Riss gibt.
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Und dass der Riss etwas mit Macht zu tun hat, mit Hochmut, Eitelkeit und der Selbstgerechtigkeit des siegreichen Bürgers, dem Kunst, Musik und Literatur allesamt „brotlose Künste“ sind und schon immer waren. Aber was kann einer da tun, wenn er sich zu Markte tragen muss als Künstler?

Das bewegt Grüneberger nun seit 25 Jahren immer wieder. In Gedichten, in der emsigen Arbeit für die Lyrikgesellschaft und das „Poesiealbum neu“. Und in den kleinen Novellen, Skizzen und Parabeln, die er schreibt. Mit Liebe für all die Künstlerkollegen, die ihm auf seinem Weg begegnet sind – Maler wie Gert Pötzschig, Musiker, Dichterkollegen. Er schlüpft in ihre Haut und versucht, sich ihre Leben zu eigen zu machen. Wenigstens für einen Moment. Auch gern multimedial als Clip oder Hörbuch. So wird Mancher seine Geschichte „Der Maler und das Mädchen“ schon gehört haben. Halb Märchen, halb Novelle, ein bisschen wie ein umgekrempeltes Bildnis des Dorian Gray. Nur dass es hier der Maler ist, der im entscheidenden Moment seinem Gewissen nicht traut und den Wünschen der ach so begeisterten Auftraggeber folgt. Irgendwo in einem Dorf hinter den sieben Bergen angesiedelt. In idyllischer Zeit. Doch den Typus Auftraggeber kennt, wer heutzutage Künstler ist. Wer solche Aufträge annimmt, verkauft seine Seele. Was manche Künstler geradezu dickhäutig und grimmig macht. Nur das nicht.

Es sind so einige Teufelgeschichten in diesem Bändchen, das Grüneberger aus seinen Künstlergeschichten zusammengestellt hat. Lauter Varianten des stillen und so verheerenden Verrats an der Kunst, die Künstler begehen können. Ob sie nun Mitglied einer der zahllosen Jurys werden, in denen die Gelder der Stiftungen und Steuerzahler verkuhhandelt werden unter den immer gleichen eh schon Berühmten. Ob es der erfolgreiche Maler ist, der so die graue Ahnung hat, dass er seine Wurzeln auf einer Insel in der Ostsee zurückgelassen hat – und alle Rückkehr hilft nichts. Er findet sie nicht wieder – dafür eine Insel im Ausverkauf.

Auch seine Freundschaften über die Zeiten pflegt Grüneberger – und findet die selben Konstellationen wieder. Im Gewand ihrer Zeit. Die Dichterin Selma Merbaum im KZ, den kulturlosen Stiefelträgern ausgeliefert, die in ihrer stupenden Verachtung auf alles Sensible, Fremde und Schöpferische den Mord zur Fließbandarbeit gemacht haben. Und das erschreckt nicht mehr. Weil es wie eingebaut scheint in die moderne Welt. Spürbar schon in der ersten kleinen Geschichte „Die Ruhe einer Sekunde“, in der sich ein Maler auf seine Art artikuliert gegen die Arroganz der angepassten Antisemiten, diese bürgerlichen Eiszapfen, die immer dann stolz werden, wenn sie auf den Leben schwächerer Menschen herumtrampeln können. Und dann generös die Brieftasche zücken, wenn das Frauchen sich ein Stück Kunst wünscht.

Grüneberger kennt diese doppelten Einsamkeiten – die des Künstlers, der etwas Gutes schaffen will und sich dafür tatsächlich absondern muss vom Zeitgewühl (auch deshalb ist seine Erzählweise von novellistischer Ruhe getragen), und die Not, die Klappe halten zu müssen, wenn es auf den Markt geht, unter die Eiszapfen und Geldbörsenzücker.

Er hat früh gelernt, dass Kunst auch in der deutschen Literatur vor allem Kuhhandel ist. Das muss ihm schon Anfang der 1990er passiert sei, auch wenn er sich dafür ein kleines alter ego schafft, einen Alibi-Ostdeutschen, der an einer dieser gelackten Jurys teilnehmen darf und erfährt, wieviel Honig einem die Immerdabeis ums Maul schmieren können, wenn man ein Stückchen Kompetenz zeigt. Und mit welcher nonchalanten Art sie drohen können.

Hat einer was von Opportunismus gesagt?

Wer spricht denn noch über so feierlich ins Nichts gestürzte Pianisten, die 1990 beim großen Ab- und Umwickeln dummerweise im falschen Amt und in der falschen Partei waren? Abstrafenswürdig. Bis heute. Am Ende entscheidet ein zum Strafen bestelltes Amt, dass die Wohnung zu groß ist und der Ausgestoßene noch eine Stufe weiter absteigt auf seinem Weg in die verordnete Hölle. Bedarfsgemeinschaft als Strafgemeinschaft. Auch das ein Grund dafür, warum die Zeiten bei Grüneberger nicht als Bruch auftauchen. Er kennt seine Pappenheimer und Abwicklungsgewinner. Und er kennt den Geiz der Leute, die sich so gern im Rampenlicht als kulturbeflissen feiern. Und dann doch lieber die Billiggeige aus Fernost kaufen, um aus ihrem Nachwuchs neue Wunderkinder zu machen.

Mittendrin dann eine dieser vielen Geschichten vom Verzicht, in der er gleich zwei Künstler der Vergangenheit ehrt – die Malerin Margarethe Raabe und ihren etwas eigenbrötlerischen Vater, Wilhelm Raabe, der zwar viel gelesen wurde in seiner Zeit, und der trotzdem ohne Unterstützung nicht auskam, weil er am Ende nicht das schrieb, was der „Zeitgeist“ sich wünschte. Künstler als stille Bettler, die eigentlich keinen Grund zum Betteln haben dürften, würden sie auch bezahlt für das, was sie tun.

Das Bittere in den Geschichten ist immer gepaart mit diesem „Trotz alledem“, ohne das Künstler nicht weitermachen können. Sie wissen ja um die Fallstricke, diese Verlockung, dem zahlenden Publikum auch einfach das Marktgängige zu servieren, mit dem man Geld und Preise einheimsen kann. Der andere Weg ist der schwerere. Und er führt immer wieder in Grenzsituationen, Momente, in denen die Entscheidung auf Messers Schneide steht: sich treu bleiben oder sich verbiegen für eine warme Mahlzeit?

Vielleicht ist der Preis, den der berühmte Maler, der auf die Insel zurückkehrt, noch der geringste: das Gefühl, nur noch den einstigen Erfolg zu kopieren und den Zugang zur eigenen Kreativität längst verloren zu haben.

Ist ja nicht nur ein Künstlerthema. Das wissen zumindest die, die sich selbst und ihren Lebenswillen in solchen Geschichten wiederfinden. Auch für Raabe war das ja kein unbekanntes Thema. Zeiten ändern sich. Der Typus des Menschen, der glaubt, sich alles kaufen zu können, nicht. Nicht mal in 100 Jahren.

Bestellen Sie versandkostenfrei in Lehmanns Buchshop:: Ralph Grüneberger „Die Ruhe eine Sekunde. Künstlergeschichten„, quartus-Verlag, Bucha bei Jena, 2015, 12,90 Euro

Zur Buchmesse liest Ralph Grüneberger am 14. März um 19 Uhr in der Werkstatt Findelkind (Georg-Schwarz-Straße 27) aus dem Buch.

Die Weiße Reihe aus dem quartus Verlag, in der der Band erscheint, wird am 14. März um 13 Uhr im Literaturforum auf der Messe, Halle 5, F600 vorgestellt.

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