Der Traum von einem modernen Land, das an der eigenen Planwirtschaft scheiterte

Für alle LeserFür die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland war es ein Schatz, den sie 2005 übernehmen konnte: Die um viele weitere Sammelstücke ergänzte Sammlung des Amtes für industrielle Formgestaltung der DDR. 40 Jahre lang waren hier die wichtigsten Beispiele gelungener Formgestaltung in der DDR-Industrie gesammelt worden. Also auch das, was den Alltag der DDR-Bürger prägte. Die Berliner durften das alles schon sehen.

Denn es ist im „Museum in der Kulturbrauerei“ zu besichtigen, einem der Standorte des Hauses der Geschichte. So wie auch Leipzig mit dem Zeitgeschichtlichen Forum ein Standort ist. Und was in der Kulturbrauerei dauerhaft zu besichtigen ist, ist mit „Alles nach Plan?“ auch als Wechselausstellung unterwegs und wird die Leipziger bis Oktober interessieren. Oder auch nicht. Immerhin ist ja die eigentliche Dauerausstellung wegen Komplett-Umbau derzeit geschlossen. Da bekommen die beiden Ausstellungen eine Etage höher natürlich mehr Aufmerksamkeit. Da ist einmal die seit Dezember eröffnete Ausstellung zur Geschichte des Ost-Comics „Mosaik“.

Und da ist die Wechselausstellung, vor der der siegreiche Viererbob „DDR 1“ von 1980 steht – natürlich ein Prachtstück an Formgestaltung und mit seinem Blauton ein typisches Stück DDR-Ästhetik. Aber beschäftigt sich die Ausstellung tatsächlich mit der Frage, ob es in der DDR ein eigenes, quasi sozialistisches Design gegeben hat? Dieses Begleitbuch verschiebt die Akzente deutlich. Was mit der Herkunft der Sammlung zu tun hat. Und eigentlich mit dem hoffnungsvollen Anfang, den die DDR nahm – oder vielmehr das, was mal DDR werden sollte. Nicht nur kluge linke Intellektuelle strömten nach 1945 zurück in dieses Stück Deutschland, weil sie hofften, hier würde jetzt tatsächlich ein anderes, neues Deutschland aufgebaut – modern, sozial, weltoffen. Auch wichtige Künstler der Moderne sahen ausgerechnet in diesem von der Sowjetarmee besetzten Teil Deutschlands das größere Potenzial, ein modernes Vorbild-Land zu werden.

Wofür in diesem Buch der Niederländer Mart Stam steht, einer der großen Namen aus der Bauhaus-Tradition. Aber erst verprellte er die Dresdner mit seinen radikalen Plänen zum Wiederaufbau der zerbombten Stadt, dann wurde er 1952 Opfer der SED-Kampagne zum Formalismus. Es war im Grunde das Jahr, in dem die DDR ihre Zukunft verkaufte, sich den autokratischen Vorstellungen aus Moskau unterwarf und fortan im Krieg mit ihren eigenen Ansprüchen lebte. Fette Biografien zu Ulbricht und Genossen gibt es längst zuhauf – aber die eigentliche Frühgeschichte der DDR ist bis heute nicht geschrieben. Genau jene Geschichte, für die nicht nur Mart Stam steht, der dann problemlos und desillusioniert in die Niederlande zurückkehren konnte.

Dafür stehen auch die großen Formgestalter, die in seiner Tradition ausgebildet wurden, und in gewisser Weise auch die Architekten in der DDR, die auch dann aus guten Gründen noch an der Bauhaus-Tradition festhielten, als die sächselnden Obergenossen meinten, man brauche heroische Arbeiterdenkmäler und eine nationale Bautradition. Sie konnten sich nicht wirklich durchsetzen. Denn gerade in der angewandten Kunst gilt: Hier setzt sich das Sinnvolle und Praktikable irgendwann doch durch.

Buch wie Ausstellung zeichnen im Grunde die Geschichte des einst von Mart Stam gegründeten „Instituts für industrielle Gestaltung“ nach, das in den Folgejahren immer wieder seinen Namen und seine Zugehörigkeit änderte, aus dem Kulturministerium ins Wirtschaftsministerium wechselte und zuletzt als Amt für industrielle Formgestaltung agierte und die Formgestaltung in den Betrieben der DDR versuchte zu koordinieren, manchmal auch zu reglementieren und zu bevormunden.

Aber so einhellig sind die Einschätzungen der betroffenen Designer, die sich ganz bewusst Formgestalter nannten, nicht. Teilweise schätzen sie die Arbeit dieses Amtes auch als letzten Rettungsanker ein gegen die gnadenlosen Entscheidungen der Produktionsleiter, die lieber den Planzahlen nachjagten und den Markt nach dem sowjetischen Tonnage-Prinzip belieferten (teilweise mit gnadenlos hässlichen und unverkäuflichen Produkten), statt auch nur die geringste Produktionseinheit darauf zu „verschwenden“, Produkte so gut gestalten zu lassen, das sie auch weltmarktfähig waren.

Dazu kamen der zunehmende Ressourcenmangel im Land und der zunehmende Verschleiß der teilweise 40, 50, 60 Jahre alten Anlagen. Da halfen auch die modernsten Entwürfe der Formgestalter nichts, wenn auf den alten Anlagen nichts davon hergestellt werden konnte. Auch wenn gerade das Amt für industrielle Formgestaltung auch mit hochkarätigen Auszeichnungen auf den Leipziger Messen versuchte, die Betriebe zu besseren Designs anzuspornen. Hier scheiterte dann die DDR-Planwirtschaft endgültig. Denn ab den 1970er Jahren machte sich überall bemerkbar, was es bedeutet, wenn kein Geld mehr für Investitionen in modernere Produktionsanlagen zur Verfügung steht. Da kämpften die meisten Industrieleiter nur noch darum, dass die Produktion in ihrem Laden überhaupt noch weiterlief.

Und dazu kam: Die Konsumgüter, die tatsächlich Weltstandard hatten, die wurden großenteils exportiert. Die bekam ein DDR-Bürger selten überhaupt zu Gesicht.

Man liest im Grunde eine große, tragische Geschichte mit hohen (und berechtigten) Ansprüchen und einem kläglichen Scheitern in der Realität. Was sogar am eigentlich nur von Insidern gelesenen Heft „form + zweck“ deutlich wurde, in dem die Designer der DDR beschrieben, was sie so alles anstellten. 1983 kam es dann zu einem kleinen Skandal, weil die Autoren des Heftes sich die Freiheit nahmen, die Sanierung des Prenzlauer Berges als eine Aufgabe zu beschreiben, die man mit großer Bürgerbeteiligung angehen müsste. Das hagelte Rügen, Versetzungen und Entlassungen.

Unübersehbar klafften nicht nur auf Berlins Straßen Anspruch und Wirklichkeit immer weiter auseinander. Da half auch nicht, dass das Bauhaus in Dessau aufwendig saniert wurde und auch offiziell wieder der Anschluss an die Bauhaus-Tradition gesucht wurde. Die Alltagsgegenstände und industriellen Lösungen, die jetzt auch in der Ausstellung zu besichtigen sind, erzählen davon, dass die Formgestalter in der DDR nie die Grundprinzipien moderner Formgestaltung aus den Augen verloren. Da geht es nun einmal um praktisches, handliches Design, um Gebrauchsfähigkeit im Alltag, sparsamen Materialumgang und Haltbarkeit. Und die meisten bekannten Produkte wiesen all diese Eigenschaften auf. Wenn man sie denn im Laden bekam.

Manche waren so gründlich durchdacht, dass sie auch nach 1990 weiter produziert werden konnten. Andere sind zu Legenden geworden. Im Grunde liefern Buch und Ausstellung einen Blick in einen Aspekt der DDR-Wirtschaft, wo Traum und Wirklichkeit besonders deutlich aufeinanderprallten. Man erfährt, warum von den plakativen Versprechen, die auf den Messen zu besichtigen waren, am Ende doch wieder nur langweilige, triste Produkte blieben, die einem das Einkaufen verleideten. Man lernt aber auch einige der Formgestalter kennen, die versuchten, in dieser zunehmenden Mangelwirtschaft doch noch irgendwie kreativ zu bleiben.

Aber da sich die Geschichte am Sammelfundus des Amts für industrielle Formgestaltung auffädelt, sind es im Grunde Aufstieg und Ende dieses Amtes, die im Zentrum stehen. Das Ende natürlich verknüpft mit dem zunehmenden Zugriff der Stasi, die auch diesen Bereich unbedingt durchwachen und kontrollieren wollte. Was wohl der Hauptgrund dafür war, dass sich in der DDR schon frühzeitig niemand mehr traute, mit unangepassten Ideen vorzupreschen. Das Design aus dem Sammelfundus dieses Amtes erzählt von einem kreativen Land, in dem mehr steckte, als der Bürger im Geschäft zu kaufen bekam. Und das am Ende an diesem Widerspruch zugrunde ging – dem zwischen einem modernen, gut designten Land in den Köpfen und der tristen Wirklichkeit eines stagnierenden Alltags.

Das Buch endet mit der Abwicklung von Land und Amt. Aber auch mit der Freude, dass diese Sammlung gerettet wurde und für Ausstellungen immer wieder zur Verfügung steht.

Gabriele Zürn „Alles nach Plan? Formgestaltung in der DDR“, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn 2016, 9,80 Euro.

Warum so eilig oder Wie wird man wieder Herr seiner Zeit? – Die neue LZ Nr. 52 ist da

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