Eine fatale Reise von Florenz nach Avignon

Mit Dieter Moselt im finsteren Pestjahr 1348 unterwegs

Für alle LeserSabine Ebert hat es ja vorgemacht, wie man mit einfachen Jahreszahlen auf dem Buchcover Interesse weckt für historische Romane. Mit 1813 und 1815 können seither viele Liebhaber historischer Romane etwas anfangen. Aber wie ist das mit 1348? 1348 war ein fürchterliches Jahr. Denn in diesem Jahr wurde die Pest zur europäischen Pandemie. Selbst die Jahresseite von Wikipedia macht mit dieser Katastrophe des Jahres 1348 auf.

Italien, Griechenland, der Süden Frankreichs sind – nachdem die Pest im Jahr zuvor schon in der Türkei und auf Sizilien wütete – fest im Griff des Schwarzen Todes. Ein Jahr später würde auch der Großteil Deutschlands zum Opfer. Die Hälfte der europäischen Bevölkerung würde bis 1353 an der Pest sterben. Das Ereignis wütete also schlimmer als der 30jährige Krieg. Keine gute Zeit also für eine Reise von Florenz nach Avignon, auf die Dieter Moselt in dieser Geschichte seine Protagonisten schickt. Es kann nur eine fürchterliche Reise werden und man merkt schnell, dass Dieter Moselt mit dieser Geschichte versucht, einen dunklen Kontrapunkt zu all den zumeist von Romantik triefenden Mittelalterromanen zu setzen, die in den Buchhandlungen ganze Regale füllen und in denen Nonnen, Huren, Spielleute, Ritter und andere wundersam glückliche Gestalten ihre großen Abenteuer erleben.

Sein großes Vorbild benennt Moselt sogar in einer Fußnote: Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“ (1980), der im Jahr 1327 beginnt – also noch in glücklicheren Zeiten, Zeiten, in denen die Pest seit fast 600 Jahren aus Europa verschwunden war. Den Arabern sei Dank. Die Forschung geht davon aus, dass die Unterbrechung der alten Handelswege nach Afrika durch die Araber dazu führte, dass der Pesterreger nicht mehr nach Europa eingeschleppt wurde.

Umso härter schlug die Pest ab 1348 zu. Das Mittelalter stand in Blüte, die Städte erlebten ihre große Renaissance und die großen Seefahrerstädte Venedig, Pisa und Genua schufen die neuen Handelsrouten der mittelalterlichen Globalisierung. Etwas, was Moselt nicht extra thematisiert: dass Globalisierung auch ihre negativen Seiten hat und hatte. Und dass die Menschen darauf bis heute irrational reagieren.

1348 mit ausufernden Judenverfolgungen, Geißlerumzügen und anderen Formen radikaler Büßerbewegungen. Denn man empfand die Pest nicht als Ergebnis des blühenden Handels mit Afrika und dem Nahen Osten, sondern als Strafe Gottes. Wobei es 1348 wohl die Genueser waren, die die Pest aus Kaffa auf der Krim, das sie gegen die Goldene Horde verteidigten, nach Zentraleuropa brachten. Nur wussten die Bewohner dieser Zeit nichts über diese Zusammenhänge. Sie wussten auch über Hygiene nicht viel.

Die Zustände, die Moselt schildert, sind historisch belegt. Von den auf die Straße gekippten Fäkalien über die miserablen Wirtshäuser bis hin zum Irrglauben, Waschen und Baden würde gar der Ausbreitung von Krankheiten dienen. Mit den heute so schön restaurierten Innenstädten von Florenz und Pisa hat das, was der Florentiner Tuchhändler Giovanni Boccioni in Moselts Buch zu sehen (und zu riechen) bekommt, nichts zu tun.

Über Pisa und die ligurische See lässt er seine Tuchhändler nach Montpellier und von dort weiter nach Avignon reisen, wo der Papst seit Jahren im Exil lebt. Ihm wollen sie ihre wertvollen Stoffe verkaufen. Doch unterwegs können sie niemandem vertrauen, denn die Pest hat alle Verhältnisse ins Wanken gebracht. Bettler, Söldner, Diebe und Mörder machen Städte und Straßen unsicher.

Man merkt, wie wichtig Moselt diese Dinge sind, wie er sich in die Literatur eingearbeitet hat und mit sehr modernem Entsetzen schildert, wie sich die Menschen in dieser Zeit benahmen, wie dicht bei ihnen wilder Aberglaube und ungehemmte Sexualität beieinander lagen. Einen anderen Schriftsteller, der aber eindeutig auch eine Rolle in seinem Erzählen spielt, benennt er nicht: Das ist Giovanni Boccacio, der sein berühmtes „Decamerone“ genau in jenem Jahr der Pest 1348 schrieb. Etliche der frivolen Geschichten – angefangen mit dem beischlaflüsternen Mönch, der dem Helden der Geschichte die Frau abspenstig macht – scheinen direkt aus einer der Geschichten des „Decamerone“ zu stammen.

Es vermischen sich also die Erzählwelten. Wenn Moselt Wirte, Priester und Kaufleute auftreten lässt, klingt selbst der eigenwillige Ton der Scottschen Mittelalterromane an. Nur dass den Helden der Geschichte kein Glück beschieden ist. Und in die Ränke der Mächtigen mischen sie sich auch nicht ein, obwohl das französische Exil der Päpste und der politische Kampf um die Macht in Italien die Zeit bewegt haben muss.

Aber die Frage, die sich Moselt gestellt hat, war ja auch eher: Wie erlebten ganz normale Reisende so eine Tour mitten in einem ausgesprochen kalten Winter quer durch Norditalien und übers stürmische Mittelmeer? Wie sahen sie das erst kürzlich von der Pest heimgesuchte Montpellier und das ebenso verheerte Avignon, wo sich der Papst in seiner Burg vor allen Unbilden der Welt abgeschlossen hatte?

Es steckt ein großer Atem in dieser Erzählung. Und eigentlich das Sitzfleisch für mehrere Jahre Arbeit. Aber das ist nicht Moselts Ding. Er will einfach erzählen, was ihn bewegt. Und das sind die fatalen Zustände dieses seltsamen Jahres 1348, fatal auch deshalb, weil man sich beim Anblick dieser faszinierenden mittelalterlichen Städte heute gar nicht mehr vorstellen kann, wie die Menschen damals tatsächlich lebten, wie kurz sie lebten und wie Krankheit, Verbrechen und Gestank allgegenwärtig waren.

Das hohe Mittelalter war weder gesund noch romantisch. Und die hohen Mauern und Türme, die wir heute bewundern, waren tatsächlich bitter notwendiger Schutz gegen Gewalt und Übergriffe, die auch die streitenden Fürsten der Zeit nicht unterbinden konnten.

Manchmal braucht man so einen farbenreichen Blick in eine Vergangenheit, die so weit entfernt noch gar nicht ist, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was Wissenschaft und Aufklärung in den letzten Jahrhunderten tatsächlich alles verändert haben. Um den Papst, den im Titel genannten Popen, geht es im Buch eher nicht, auch wenn die Tuchhändler dem aufgedunsenen Clemens VI. in seinem Papstpalast tatsächlich begegnen. Die Reise endet gänzlich fatal – auch noch mit einer Hinrichtung. Auch wenn man am Ende merkt, dass Moselt eigentlich nicht noch mehr Grausamkeiten erzählen möchte.

Irgendwie ist er fertig mit diesem Jahr 1348 und dieser Zeit und ziemlich froh, in der Gegenwart auf einer sauberen italienischen Piazza sitzen zu können, seinen Espresso trinken zu dürfen und sich eines Methusalemalters von 73 Jahren erfreuen zu dürfen, das im 14. Jahrhundert nur den Allerwenigsten vergönnt war.

Dieter Moselt „1348. Der Pope sitzt in Avignon“, Einbuch Buch-und Literaturverlag, Leipzig 2018, 13,90 Euro


Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Proteste gegen Urantransporte in mehreren Bundesländern
Ans Licht – Die Wiederentdeckung des Informel-Künstlers Kurt Bartel
Am 1. März: Dokfilm, Lesung und Finissage in der Stadtbibliothek
BSG Chemie Leipzig – VfB Auerbach 1906: 2:2
René Hobusch (FDP): „15 Millionen Euro aus DDR-Vermögen für Eierschecke mit Aussicht in Dresden sind maßlos“
Die Linke: Keine Zuzugsbeschränkungen für Geflüchtete
Fund eines toten Kleinstkindes in Leipzig – Tatverdächtige in Untersuchungshaft
Museum im Stasi-Bunker am 24. und 25. Februar 2018 geöffnet
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Viktoria Berlin vs. 1. FC Lok Leipzig 0:0 – Eiskalter Platz, aber keiner eiskalt vor dem Tor
Lok-Kapitän Markus Krug treibt den Ball nach vorn. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Lok-Kapitän Markus Krug treibt den Ball nach vorn. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle Leser Der 1. FC Lok ist wieder im Spielbetrieb. Vier Wochen nach dem letzten Punktspiel, brachte Lok Leipzig von Viktoria Berlin einen Zähler mit. Beim 0:0 im Stadion Lichterfelde konnte sich vor 559 Zuschauern kein Team den Sieg verdienen. Lok war näher dran, aber Pfeffer und Krug ließen Eiseskälte vor dem Tor vermissen.
Gastmanns Kolumne: Von einer, die heimkehrte, um das Fürchten zu lernen
Über den Wolken ... Foto: Ulrike Gastmann

Foto: Ulrike Gastmann

Für alle LeserWir haben ja akut Winter draußen gerade. Viele sind dieser Jahreszeit bekanntlich nicht abgeneigt, begeben sich in unwegsame schneereiche Gebiete, gewanden sich als Michelin-Männchen-Wiedergänger und stürzen sich meniskusris(s)kierend Pisten hinunter, um das Ganze dann am Abend über einer Tasse DJ Ötzi zu vergessen. Man merkt vielleicht schon: Meine eigene Freude am Winter ist in etwa so groß wie Luxemburg.
Ans Licht – Die Wiederentdeckung des Informel-Künstlers Kurt Bartel
Kurt Bartel. Foto: Christoph Sandig

Foto: Christoph Sandig

In Leipzig sorgt eine Ausstellung informeller Kunst für Aufsehen. Im 90. Lebensjahr des Künstlers zeigt eine Retrospektive Arbeiten von 1957 bis 2017 – zu sehen auf dem Gelände der Baumwollspinnerei vom 9. März bis 2. April 2018. „Kurt Bartel ist ein ausgesprochener Glücksfall. Ausgerechnet in Leipzig einen noch arbeitenden Vertreter des deutschen Informel anzutreffen, ist mehr als ungewöhnlich“, meint „Wiederentdecker“ und Ausstellungsmacher Frank Berger.
Fast 4,9 Millionen Entleihungen in der Leipziger Stadtbibliothek 2017
Eingang zur Stadtbibliothek am Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWenn Susanne Metz, Leiterin der Leipziger Stadtbibliothek, und Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke zum Termin einladen, um die neuen Jahresausleihzahlen der Bibo vorzustellen, geht man ja mit gewissen Befürchtungen zu dem Termin. Dann erwartet man beinah, dass sie mit trauriger Miene verkünden, dass die Ausleihzahlen eingebrochen sind. Die Leute lesen ja nicht mehr. Jedenfalls nichts, was länger als 140 Zeichen ist.
Wer die Bürger nicht einbezieht, wird das Ausbluten der kleinen Städte nicht verhindern können
Kommt da noch was? Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserEs wird meist „bürgerschaftliches Engagement“ draufgeschrieben, wenn es darum geht, die Staatsbürger wieder ein bisschen teilhaben zu lassen an ihrer eigenen Politik, dem, was sie selbst betrifft. Das passiert nach wie vor so selten, dass es auch dem Berlin Institut noch eine große Pressekonferenz wert ist, wenn man über sechs gelungene Testversuche in Hessen berichtet.
Was Demokratie-Zerstörung und „Bürger 2. Klasse“ miteinander zu tun haben
Ute Scheub: Demokratie - die Unvollendete. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Hoffnung in der Hosentasche“ nennt es der Mehr Demokratie e. V., der ein Büchlein, das die Politikwissenschaftlerin Ute Scheub 2017 im oekom Verlag veröffentlichte, jetzt gratis an alle Interessierten abgibt. Und das sollten viele sein. Denn die Analyse stimmt ja: Unsere Demokratie ist in Gefahr. Der Vertrauensverlust ist auf allen Ebenen greifbar – und die Rechtspopulisten nutzen das rücksichtslos aus.
Kosten der Braunkohle: Sachsens Bürger zahlen nun 3 Milliarden Euro?
Kohlekraftwerk Boxberg in der Lausitz. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserMan freut sich ja geradezu, dass die wichtigsten Botschaften irgendwann, gut - Jahre später - auch mal die Titelseiten unserer heimischen Regionalzeitungen erreichen. So wie am Samstag, 24. Februar, die der „Sächsischen Zeitung“, die tatsächlich titelte: „Milliardenrisiko in Sachsens Braunkohle“. Nun lassen sich also auch die hiesigen großen Zeitungen vom Kohleliedchen der Staatsregierung nicht mehr einlullen. Von wegen, die Kohle ist sicher.
Warum Volksherrschaft reineweg gar nichts mit Demokratie zu tun hat
Ein einzig Volk von Brüdern? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDa war „Mathias“ mit seinem Kommentar zum letzten „Nachdenken“-Beitrag ganz flott. Recht hat er ja. Die Herren und Damen Koalitionäre wirken immer fremder, je länger man sich das Papier anschaut, das sie in durchhandelten Nächten da zusammengeschustert haben. Was Gründe hat. Ich hab es ja zumindest angedeutet: Da sitzt immer noch eine vierte Partei mit am Tisch, die niemand gewählt hat. Und entschärft natürlich alles, was wirklich gute Politik hätte werden können.
Die Nöte des Erfolges am TdjW + Video
TdjW-Intendant Jürgen Zielinski: in einer wachsenden Stadt kann sein Theater nicht mitwachsen. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserLZ/Auszug aus Ausgabe 52Meist sind ja Spielzeitpressekonferenzen in den kommunalen Theater- und Kulturstätten eher launig und eine Weile sieht es auch am 1. Februar 2018 so aus, als ob alles routiniert verlaufen sollte. Ein aufgeräumter Intendant, trotz leichter Erkältung mit dem Stück „Juller“ einen internationalen Erfolg und einer Menge Vorhaben im Gepäck, Kaffe für alle und ein paar belegte Brötchen auch.
Gewandhausorchester: Andris Nelsons dirigiert zur Amtseinführung Schleiermacher, Berg und Mendelssohn
Andris Nelsons dirigiert das Gewandhausorchester. Foto: Luca Kunze

Foto: Luca Kunze

Für alle LeserDas Gewandhausorchester hat wieder einen Chefdirigenten. Zum Auftakt seiner Amtszeit als 21. Gewandhauskapellmeister dirigierte Andris Nelsons am Freitagabend eine Uraufführung des Leipziger Komponisten Steffen Schleiermacher. Auf dem Programm standen außerdem Alban Bergs Violinkonzert und Mendelssohns „Schottische“.
Leipzigs CDU-Fraktion beantragt eine dauerhafte Absenkung der Elternbeiträge
2014 eröffnet: Kita in der Goyastraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserManchmal darf man durchaus staunen über die Leipziger CDU-Fraktion. Da legt sie tatsächlich Stadtratsanträge vor wie den zu den Leipziger Elternbeiträgen für Kitas. Dass selbst die CDU-Fraktion mit den ständig steigenden Beiträgen nicht einverstanden ist, darüber haben wir schon geschrieben. Aber dass die Leipziger CDU die Regierungs-CDU auffordert, endlich wieder ehrlich die Kitas mitzufinanzieren, das ist neu.
Oberlandesgericht Naumburg bestätigt Freispruch von Tierschutzfilmer/innen
Beispielbild aus der Ferkelmast. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserAls am Donnerstag, 22. Februar, in Leipzig das Bundesverwaltungsgericht über mögliche Fahrverbote in deutschen Städten verhandelte, fiel nur wenige Kilometer weiter ein Urteil, das genauso viel Aufmerksamkeit verdient hat. Da ging es nämlich um die Frage: Dürfen Tierschützer in Schweinemastanlagen Aufnahmen machen, die die ganze dortige Tierquälerei sichtbar machen? Die Gerichte vorher hatten geurteilt: Ja, dürfen sie. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg war in Revision gegangen.
Warum die Gespenster so mächtig gewaltig sind und die einfachen, klaren Gedanken so unauffindbar
Berechtigte Frage. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserZumindest hat es Giovanni di Lorenzo in der „Zeit“ versucht, sich einer ziemlich naheliegenden Frage zu widmen: „Wer reanimiert die politische Mitte?“ lautete der Titel seines Beitrags in der „Zeit“, in dem es irgendwie um Volksparteien ging. Und er stieg ein mit der Behauptung: „Die große Mehrheit der Deutschen kann sich weder mit rechten noch mit linken Ideologen anfreunden. Noch könnten die Volksparteien sich darauf einstellen.“ Man wird den Titel „Zombie“ im Ohr nicht los.
Energie-Experten der sächsischen SPD empfehlen die Ablehnung des Koalitionsvertrages
Windräder und Überlandleitungen im Leipziger Norden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht nur die Jusos haben ihre Bauchschmerzen mit dem Koalitionsvertrag von Union und SPD und der Großen Koalition, die für weitere vier Jahre jede große Lösung in der deutschen Politik verhindern wird. Jetzt meldet sich auch der Arbeitskreis Energie der sächsischen SPD zu Wort und empfiehlt die Ablehnung des Koalitionsvertrages (KoaV).
Schon lange vor der Ankunft des modernen Menschen bemalte der Neandertaler die Wände spanischer Höhlen
Der Handabdruck eines Neandertalers (farbverstärkt) aus der Maltravieso-Höhle ist mehr als 66.000 Jahre alt. Foto: MPI EVA, H. Collado

Foto: MPI EVA, H. Collado

Für alle LeserDer Bursche war in den vergangenen Jahren immer wieder für eine Überraschung gut. Erst wurde seine DNA entschlüsselt, dann fand man seine Spuren auch in der DNA heute lebender Menschen. Dann konnte man ihm Werkzeuge zuordnen, die ihm seit seiner Entdeckung im Neandertal niemand zugetraut hätte. Und nun der nächste Paukenschlag: Die ältesten Kunstwerke Europas stammen von ihm. Und er hat erst gar nicht auf den Neuankömmling aus Afrika gewartet, bevor er Höhlenwände mit Kunst verzierte.