„Detmold an einem Tag“ – Im braven Residenzstädtchen Detmold über Hermann nachdenken und ein paar rebellischen Dichtern begegnen

Für alle LeserMan läuft zwar auch in anderen Teilen Deutschlands über richtig historischen Grund – in Mitteldeutschland zum Beispiel. Dazu muss man nicht ins kleine Land Lippe fahren. Kann man aber. Etwa wenn man nahebei den Teutoburger Wald, die Externsteine und das Hermannsdenkmal auf der Grotenburg sehen will. Und natürlich das Städtchen Detmold, dessen Name älter ist als die Stadt.

Etwa so wie in Leipzig, wo die Namenskundler ja auch vermuten, dass hier ein viel älterer Landschaftsname zum Namen des Burgwards wurde. Bei Detmold weiß man es zumindest. Da ist der Name Theotmalli schon nachweisbar im 8. Jahrhundert. Damals fand hier die Schlacht des Frankenkönigs Karl mit den Sachsen statt. Die Sachsen verloren ja bekanntlich. Man könnte also auch einen kämpferischen Sachsenherzog Widukind hinstellen. Das würde passen.

Bei Hermann/Arminius ist das nicht so einfach. Deswegen empfiehlt Steffi Böttger, die die Reise unternahm, als Punkt 10 ihrer Tagestour durch Detmold das Lippische Landesmuseum Detmold, das eigentlich mehr als fünf Museen in einem ist. Und dazu gehört dann auch die „Zehntscheune“ mit der darin zu findenden Ausstellung „Mythos Varusschlacht“, die erzählt, wie in den vergangenen 500 Jahre der Mythos um Arminius und Thusnelda ausgeschlachtet und aufgeblasen wurde. Bis er bei manchen Leuten dann gar zum Gründungsmythos der Deutschen wurde.

Dabei kann Detmold gar nichts dafür. Es ist noch heute ein eher beschauliches Städtchen mit eindrucksvollen Fachwerkhäusern und markanten Beispielen der Weserrenaissance. Das Schloss der Fürsten, das mitten in der Stadt steht, ist so ein Beispiel. Nummer 7 auf der Wanderung. In einigen schönen Teilen zu besichtigen. Denn die Nachkommen der Adelsfamilie leben noch drin. Als Lippe zum Freistaat wurde, teilte man einfach den Fürstenbesitz und einigte sich gütlich.

Verständlich, dass Steffi Böttger regelrecht jauchzt, als sie durch Roten Salon, Ahnensaal und Empirezimmer schlendert – in schönen Filzpantoffeln. Es ist der Ausgleich für die eher schmucklosen Detmolder Kirchen, deren Türme sie diesmal nicht besteigt. Die Enttäuschung sitzt wohl zu tief.

Einfach nur karge Räume zur Andacht? Wie soll man da jauchzen und frohlocken und ein schwebendes Gefühl bekommen?

Wobei Detmold eigentlich ganz andere Überraschungen bereithält. Denn im Herzen sind die Detmolder ein rebellisches Völkchen. Drei der rebellischsten deutschen Dichter wurden hier geboren: Christian Dietrich Grabbe (1801), Ferdinand Freiligrath (1810) und Georg Weerth (1822). Während der erste als wilder Dramatiker von sich Reden machte („Herzog Theodor von Gothland“), waren die beiden anderen nicht nur die Dichter der Revolution von 1848, sondern auch 1848 enge Mitarbeiter der Herren Marx und Engels bei der „Neuen Rheinischen Zeitung“.

Während Freiligrath mit seinem „Trotz alledem“ bis heute berühmt ist, empfiehlt Steffi Böttger bei Weerth die noch immer lesbaren Reisebeschreibungen. Und auch Georgs Vater, der Generalsuperintendent Ferdinand Weerth, machte sich bei den orthodoxen Pietisten unbeliebt, als er einen modernen, nicht so frömmlerischen Leitfaden für den Religionsunterricht herausgab.

Das heutige Grabbehaus war mal das Detmolder Gefängnis, wo Grabbes Vater Adolph Heinrich Grabbe Zuchtmeister war. Heute sitzt hier die Grabbe-Gesellschaft, die sich auch gleich noch mit um Weerth und Freiligrath kümmert. Das wäre so, als wenn in Leipzig die Seume-Gesellschaft sich auch gleich noch um Blum, Laube und Gerstäcker kümmern würde. Und dafür ein schönes altes Haus in der Innenstadt bespielen dürfte – natürlich mit Café im Erdgeschoss. Vorschlagsweise benannt: „Café Syrakus“.

In Detmold heißt das zugehörige Café sinnigerweise „Café Gothland“. Da kann man sich nach 16, 17 Stationen (mit einigen ausschweifenden Besichtigungen) gemütlich ausruhen, bevor man noch ein paar Fachwerkhäuser, Kirchen und die Lippische Landesbibliothek besichtigt. Nicht zu vergessen der Besuch bei Malwina von Meysenburg, einer der Vorkämpferinnen für die Gleichberechtigung der Frau.

Sie war mit fast allem bekannt, was Europa damals an Revolutionären zu bieten hatte. Nur in die Frankfurter Nationalversammlung schaffte sie es nicht – das war leider auch nur ein Männerverein. Wenigstens als Zuschauerin war sie dort. Mit ihrer eher reaktionären Familie verkrachte sie sich. Schriftstellerin war sie auch. Aber leider seien ihre Memoiren viel zu langweilig zum Lesen, meint Steffi Böttger.

Wer aufpasst, merkt also mit diesem kleinen Stadtführer, dass eine ein bisschen rebellische Stadtführerin heimlich immer dabei ist. (Wo bleibt eigentlich der rebellische Stadtführer für Leipzig?). Dabei ist es eine durchaus anspruchsvolle Tour, auch wenn Detmold von außen eher klein wirkt – es gibt ein Theater (dessen Architektur kein Wohlgefallen findet), ein Konzerthaus der Hochschule für Musik (das durchaus beeindruckt) und ganz zum Schluss einen Abstecher zum Weinbergfriedhof (wo Grabbe beerdigt liegt) und zum LWL-Freilichtmuseum Detmold, wo rund um einen schönen Teich 120 vollständig eingerichtete Gebäude aus 500 Jahren lippescher Geschichte versammelt sind.

Also ein richtig schönes Schaudorf, wo auch echte Handwerker am Werkeln sind und zeigen, wie das 500 Jahre lang auch ohne Supermarkt funktionierte.

Und den Hermann auf seinem Sockel gibt’s dann quasi als Dreingabe ganz zum Schluss, als Höhepunkt und Schau-ins-Land. Aber der stammt dann schon aus der Phase, als der freiheitsberauschte Ferdinand Freiligrath die nationaleren Töne sang. Was zu seiner Zeit ja noch verständlich war, denn ein einig Vaterland war einfach nicht zu bekommen. Erst 1871, aber dann mit nationalem Pathos und als gnädiges Geschenk des Herrn von Bismarck.

Damit der Lümmel künftig eine Fahne und einen Verein hatte, für den er sich prügeln konnte. Der olle Herrmann wurde dementsprechend oft missbraucht und benutzt. Bis alles in Scherben lag. Heute steht er für Frieden und Völkerverständigung im Wald.

Steffi Böttger Detmold an einem Tag, Lehmstedt Verlag 2018, 5 Euro.

Die neue Leipziger Zeitung Nr. 59 ist da: Zwischen Überalterung und verschärftem Polizeigesetz: Der Ostdeutsche, das völlig unbegreifliche Wesen

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Foto: Ralf Julke

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