Der stumme Bruder: Ein Mord in idyllischer Landschaft und der lange Atem einer verschwiegenen Geschichte

Für alle LeserMan möchte am Ende nicht in der Haut von Kriminalkommissar Michael Herzberg stecken. Und eigentlich auch nicht in der seiner Kollegin Desiree Weigand. Mit vollem körperlichen Einsatz haben die beiden zu verhindern versucht, dass sich zwei Menschen das Leben nehmen. Und dann liegen sie selbst im Krankenhaus. War es das wert? Ist es das wert? Eine Frage, die gerade Herzberg in diesem Fall von Anfang an beschäftigt, denn nach der Aufklärung seines letzten Falles (nachzulesen in „Das Ende des Schweigens“) haben ihn die Kollegen abserviert.

Denn dass er bei der Lösung dieses Falles einen Kollegen als Täter bloßstellte, werteten etliche Vorgesetzte bei der Neubrandenburger Polizei als Verrat, als Verstoß gegen den Korpsgeist. Was man als Leser nicht unbedingt verstehen muss. Aber kann. Denn diese Denkhaltung kennt man ja auch ein bisschen aus Sachsen (und die Hessen von ihrer Polizei und die Berliner von ihrer). Leider verstehen viele Beamte den Korpsgeist, der im täglichen harten Einsatz oft lebenswichtig ist, leider auch als ausreichenden Grund, Kollegen, die die Grenzen von Gesetz und Verantwortung überschritten haben, trotzdem zu schützen, Strafverfolgung zu verhindern und die Aufklärer in den eigenen Reihen kaltzustellen.

Eigentlich ist es kein Wunder, dass Claudia Rikl dieses Thema mitschwingen lässt. Es ist nicht nur ein stilistisches Mittel, um die Aufklärung des Falles zu erschweren. Und vielleicht ist es auch ganz gut, wenn sie ihre Krimis in Neubrandenburg spielen lässt und nicht in Leipzig, wo die studierte Juristin und Literaturwissenschaftlerin lebt und arbeitet und nun mit „Der stumme Bruder“ ihren zweiten mitreißenden Krimi geschrieben hat, auch das wieder einer, der in die ruppigen Nach„wende“jahre entführt, die Zeit der Glücksritter, Raffkes und Karrieristen, der zerbrochenen Karrieren und der Sprachlosigkeit. Was ja insbesondere Herzberg betrifft, der in DDR-Zeiten in die Mühlen der Staatsjustiz geraten ist und in Bautzen II erlebt hat, wie Menschen zerbrochen werden.

Das belastet ihn auch noch Jahre danach, es macht ihn aber auch unerbittlich all jenen gegenüber, die ihre Macht dazu missbrauchen, andere Menschen zu quälen, zu schikanieren oder schlicht in Angst zu versetzen. Auch dazu passt die schöne mecklenburgische Flüsse- und Seenlandschaft, in der auch das Dorf Lichtenfels liegt, das für Herzberg nur deshalb eine Rolle spielt, weil Unbekannte die geplante Flüchtlingsunterkunft verwüstet haben.

Er ist zum Staatsschutz abgestellt, erfährt auch ziemlich bald unverblümt, dass er dort „zur Bewährung“ ist. Und die Kollegen, die er da bekommt, sind ein besonders schräges Kaliber, Typen, denen er irgendwann wohl zu Recht nicht mehr über den Weg traut, spätestens als er merkt, dass die Aufklärungsarbeit dieser Staatsschützer, wenn es um die rechtsextremen Strukturen im Land geht, etwas seltsam ist. Als gäbe es geheime Absprachen und Deals, die dazu führen, dass gerade die Strippenzieher in den rechten Netzwerken tabu sind.

Und die Geschichte läuft längst darauf hinaus, dass er es sich auch mit diesen neuen Kollegen verscherzt. Ganz zu schweigen davon, dass ihn seine Ehefrau im letzten Buch quasi aus der Wohnung getrieben hat und er nun im Auto schläft, quasi ein obdachloser Polizist ist, freilich einer, der endlich die Liebe seines Lebens gefunden hat. Auch wenn selbst diese neue Liebe für neue Verwirrungen und kleine Katastrophen sorgt.

Katastrophen, die für sich selbst einen eigenen Roman verdient hätten. Und andere Autorinnen hätten bestimmt einen eigenen Roman draus gemacht. Aber Claudia Rikl liebt das Dichtgepackte, die Geschichte, die aus vielen Quellen angetrieben immer weiterdrängt, den Leser kaum zu Atem kommen lässt und die Idylle, die die Ermittler in Lichtenfeld vorfinden, schnell zerbröseln lässt.

Dass da etwas vertuscht werden soll, hat natürlich Herzberg als Erster gemerkt: Sein wichtigster Zeuge wird zwei Tage nach einem abgesagten Termin schon beerdigt. Und wäre er nicht mitten in die Trauerfeier gestürmt, wäre auch nicht zutage gekommen, dass der Tote so ganz freiwillig nicht abgetreten ist. Und das ist nur der Anfang der Geschichte, denn fortan haben Desiree Weigand und Michael Herzberg alle Hände voll zu tun, in diesem Dorf des Schweigens ein paar Hinweise und Spuren zu finden, die ihnen erklären, warum der alte Mann sterben musste.

Und dabei werden sie nicht nur von den Dörflern an der langen Leine gehalten, auch ihre eigenen Kollegen pfuschen immer wieder dazwischen. Manchmal recht rücksichtslos. Man merkt schon, mit welcher Kälte sie ihren Kollegen Herzberg ausgrenzen wollen, am liebsten ganz abschieben, wenn das nur ginge. Da ist der Bursche logischerweise oft genug an dem Punkt, völlig aus der Haut zu fahren.

Aber es sind dann doch eher die anderen, die ihre Contenance verlieren und tatsächlich – wie gewollt – beginnen Fehler zu machen. Auch wenn einige dieser Mordverdächtigen tatsächlich keine Mörder sind, wenn auch recht verbiesterte oder überforderte Menschen. Das war schon im ersten Krimi von Claudia Rikl so lesbar: Sie mag diese Menschen, wie sie sind. Fehlerhaft, egoistisch, auch mal unfähig zu Vertrauen, Kollegialität oder Kommunikation. So, wie die Menschen eben sind, nicht nur in der nordostdeutschen Provinz.

Mal sind es gescheiterte Ehen, deren Wunden nicht heilen wollen, mal ist es der Druck der frisch aufpolierten Nazipartei, die sich im Land als neue „Ordnungsmacht“ geriert, mal ist es aber auch ein gescheitertes Geschäft, sind es die Nachwirkung alter Mauscheleien, die den Spielern auf die Füße fallen. Und mit der Nach„wende“zeit hat Claudia Rikl ganz bestimmt ein emotionales Feld aufgemacht, in dem es von solchen Dingen regelrecht wimmelt. Die 1990er Jahre sind zwar längst wieder Geschichte, aber sie prägen unsere Gegenwart – wahrscheinlich noch viel stärker als die immer fernere DDR oder gar die Nachkriegszeit, aus der einige der Schicksale herrühren, die sich im Lauf der Ermittlungen immer mehr als ernst zu nehmendes Motiv für den Mord herausschälen.

Nur fehlt das wichtige Puzzle-Teil, das erklären kann, warum jemand so lange nach dem Krieg noch zum Täter werden sollte. Und dazu kommt dann auch noch die Zerrissenheit des Dorfes, das schon seit 1946 geteilt ist zwischen Hiesige und Zugewanderte, Akzeptierte und Nur-so-Geduldete. Was erst recht kompliziert wird, wenn die einstigen Aussiedler in der DDR-Zeit auf wichtigen Positionen saßen, sich eigentlich gesellschaftlich etabliert hatten und dann doch wieder abserviert wurden. Man ahnt so ein bisschen, dass alle die Nazi-Erzählungen über Mecklenburg doch ein bisschen komplexer und vielschichtiger sein müssen, als man sie meist in den Schlagzeilen liest. Und dass gerade das Schweigen und Abservieren unsere Gesellschaft zerreißt und mit Zunder anfüllt, den die jeweils Interessierten jederzeit entzünden können.

Was Rikl schreibt, ist ein bisschen mehr als nur ein unaufhaltsam zum dramatischen Finale drängender Kriminalroman. Ihre Charaktere sind geradezu verwurzelt in unserer Geschichte, leiden darunter, versuchen ihre Integrität irgendwie zu bewahren, manchmal auch, indem sie uralte Rollenbilder verteidigen. Man kann ihnen nicht wirklich gram sein. Jeder hat für sich gewiss recht. Die Wirklichkeit setzt sich aus lauter widersprüchlichen Facetten zusammen und die Geschichten von den „Siegern der Geschichte“ sind immer falsch, egal, wer sie erzählt. Niemand wüsste das besser als dieser hin- und hergerissene Herzberg, der auch die Täter zu begreifen versucht und am Ende – mal wieder – in einer völlig unmöglichen Situation landet, aus der er diesmal mit wirklich heftigen Blessuren hervorgeht.

Was lässt sich bündig sagen? Es ist kein Buch für Leute, die irgendetwas in der jüngeren Geschichte verklären, keine der drei jüngeren Geschichtsepochen. Und auch kein Buch für Leute, die ruhige Schlaflektüre suchen. Denn wer mit Herzberg und Weigand mitfiebert, der bekommt die Emotionen als saftige Dusche – auch eine Menge echter Empörung und richtiger Wut, übrigens auch in Frauenfragen, wo wir doch heute mal wieder Frauentag haben. Gerade Desiree merkt, wie schwer es ist, übergriffigen Männern die Grenzen klarzumachen.

Wer der stumme Bruder ist, erfährt man erst zum Schluss. Aber das Thema des (Ver-)Schweigens klingt im ganzen Buch an. Und man ahnt, dass das selbst die Autorin beschäftigt, so dicht beschreibt sie diese wattige Atmosphäre, die eben nicht nur mit Nachkriegszeit und DDR zu tun hat, sondern auch mit den Vertuschungen unserer näheren Gegenwart. Da wirken dann beharrliche Ermittler wie Herzberg wie Therapeuten, bringen die erstarrten Verhältnisse in Bewegung und bringen Verletzungen zutage, die sonst unter der Decke weiter vor sich hingeköchelt hätten. Mit Folgen, die sich nur Leute nicht ausmalen können, die glauben, man müsste nur alles unter den Teppich kehren, dann wäre wieder alles schön im Land.

Claudia Rikl Der stumme Bruder, Kindler, Reinbek bei Hamburg 2019, 14,99 Euro.

„Das Ende des Schweigens“ – Der lange Schatten der NVA und ein Neubrandenburger Kommissar voll auf Adrenalin

RezensionenKrimiMecklenburg-Vorpommern
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