Artikel zum Schlagwort Krimi

Alex Pohls zweiter Leipzig-Krimi

Heißes Pflaster: Dramatische Ereignisse in Connewitz, ein dubioser Bauunternehmer und der seltsame Tod eines Amtsleiters am Zwenkauer See

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEin dicker fetter Aufkleber machte darauf aufmerksam: Das Buch erscheint erst am 9. März. Vorher schreibt man dann normalerweise keine Rezension. Aber in diesem Fall hatte es noch einen zweiten Grund: Die Handlung setzt am 10. März ein. Einem nicht ganz beliebigen 10. März in Leipzig, einem Leipzig, das Alex Pohl in diesem zweiten Leipzig-Krimi mit Hanna Seiler und Milo Novic stark verfremdet hat. Aus gutem Grund. Weiterlesen

Der jüngste Krimi frisch vom Weingut

Die Präparatorin: Ausgestopfte Tiere, verdrängte Erinnerungen und der lange Schatten der Vergangenheit

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas hat dieser Mann eigentlich in Leipzig studiert? Kriminologie? Nein: Geschichte. Und dann hat er das Familienweingut in Essenheim bei Mainz übernommen und wurde zum wohl ersten erfolgreichen Winzer, der auch noch wirklich starke Kriminalromane schreibt. Und zwar nicht nur einen oder zwei. Zwölf sind es inzwischen. In den letzten drei ließ er sogar einen Winzer zum Ermittler werden. Und seine Präparatorin Felicitas Booth im neuen Buch hat eigentlich keine Neigung zum Detektivspiel. Weiterlesen

Ein paar Tipps für Leipzig liest 2020

Kein Lesefest ohne Krimis

Foto: Penguin Verlag, Michael Bader

Für alle LeserKriminalromane sind schon längst mehr als nur Knobelbücher, mit denen die Leser herausfinden können, wer nun der Täter war. Sie spiegeln die Abgründe unserer Gegenwart. Und die unserer Vergangenheit. Und ein Kriminalroman, der das Leipzig des Jahres 1920 auferstehen lässt, wird natürlich auch im Leseprogramm von „Leipzig liest“ zu finden sein: „Der rote Judas“, der am 28. Januar im Wunderlich Verlag erschien. In ihm verbindet Thomas Ziebula geschickt Zeitgeschichte mit einem packenden Kriminalfall. Weiterlesen

Ein kleiner Krimi aus der Schweizer Bergwelt

Morteratsch: Zwei Tote, ein Gletscher und die Pfeife von Maigret

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist nicht sein erster Krimi, den Urs W. Käser jetzt im Leipziger Einbuch Verlag vorgelegt hat. Mit „Hoffmanns Tode“, „Mosers Ende“ und „Gornerschlucht“ hat der 1955 geborene Schweizer Autor schon drei Kriminalromane aus der Schweizer Bergwelt veröffentlicht. In seinem vierten Krimi geht es nach Pontresina, einem Dorf unterhalb des Piz Morteratsch. Und dessen Gletscher spielt in diesem Krimi eine nicht unwesentliche Rolle. Weiterlesen

Schuld und Sühne und der lange Schatten der NS-Zeit

Echo des Schweigens: Der tiefe Zwiespalt des Strafverteidigers Hannes Jansen im Fall Abba Okeke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm Januar jährte sich der bis heute ungeklärte Tod von Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeiarrestzelle zum 15. Mal, ein Fall, der auch Juristen bewegt. Erst recht, nachdem ein neues Brandgutachten 2014 zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens geführt hatte. Und eigentlich wollte der Göttinger Schriftsteller und Rechtsanwalt Markus Thiele den Fall Oury Jalloh als Kriminalroman aufarbeiten. Aber dann kam ihm diese komische Sache mit Schuld und Sühne in die Quere. Weiterlesen

Auf Ermittlung im Leipzig des Jahres 1898

Völkerschau: Der erste Krimi um den Leipziger Kriminalkommissar Kreiser

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNa ja – die Gegenwart ist etwas kompliziert geworden, uneindeutiger, möchte man fast meinen. Immer öfter kollidieren die heutigen Fernseh-Krimis mit der Verwirrung ihrer Drehbuchautoren. Logisch, dass dann begabte Filmemacher genauso lieber in das historische Format flüchten (man denke nur an „Babylon Berlin“) wie Krimi-Autoren. In ein Leipzig des Jahres 1898 zum Beispiel, in dem Gregor Müller seinen Kriminalkommissar Joseph Kreiser seinen ersten Mord aufklären lässt. Weiterlesen

Die Albträume des Krieges und die blutigen Abgründe der jungen Weimarer Republik

Der rote Judas: Ein mitreißender Kriminalroman aus dem Leipzig des Jahres 1920

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Dienstag, 28. Januar, erscheint bei Wunderlich ein Krimi, der nicht nur Leipziger Krimi-Freunden schlaflose Nächte bereiten dürfte, sondern auch Kennern der Geschichte und all jenen, die mit Sorge darauf schauen, wie derzeit enthemmte Nationalisten wieder versuchen, die Demokratie zu zerstören. Und dabei hat Thomas Ziebula Leipzig ganz und gar nicht zufällig ausgewählt als Schauplatz seines Kriminalromans. Weiterlesen

Ein hochpolitischer Krimi im gar nicht so heimeligen Sachsen

Janus Fratze: Erich Honeggers neues Gesicht und die finsteren Schatten einer unbewältigten Vergangenheit

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Titel, den der österreichische Journalist und Krimi-Autor Günther Zäuner seinem Buch gegeben hat, verlockt den Leser natürlich dazu, zu meinen, jetzt einen Thriller oder gar einen Horrorroman in die Hand zu bekommen. Aber Zäuners Spezialität ist eigentlich der politische Krimi. Und hochpolitisch wird es auch in diesem Fall, der den Historiker Erich Honegger nach Zwickau in Sachsen entführt und mitten hineinbringt in jene ostdeutschen Vorgänge, bei denen man sich zu Recht fragt: Wer zieht da eigentlich die Strippen? Weiterlesen

Und wenn das Böse nicht gestorben ist ...

Märchenmorde: Wenn 16 alte Märchen sich als Parabeln auf eine grausame Gegenwart entpuppen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAch ja, na gut, jetzt wird endlich mal aufgeräumt mit den ganzen kriminellen Machenschaften in unseren Märchen, den Räubern im Wald, dem Kinderentführer Rumpelstilzchen und dem Froschprinzen, diesem nasskalten Stalker. Denkt man zumindest, wenn man den Titel liest: „Märchenmorde“. Aber die Autorinnen und Autoren, die Andreas M. Sturm für diese Anthologie aus der Edition Krimi versammelt hat, wollten die Leser nicht so billig abspeisen. Weiterlesen

Wenn Panikmacher die Stimmung anheizen

Leipzig kann sehr tödlich sein: Ein Thriller im Schatten des sächsischen Landtagswahlkampfes

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 1. September sind Landtagswahlen in Sachsen und die PAPD wird die Wahlen natürlich nicht gewinnen. Das tut sie auch in Jan Gillsborgs Thriller „Leipzig kann sehr tödlich sein“ nicht. Aber sie steht kurz davor, nachdem eine ganze Kette von Attentaten und Überfällen die Messestadt erschüttert haben. Und Gillsborgs Held, der beim Großen Magazin in Berlin angestellte Reiseredakteur Thomas Webb, gerät mitten hinein. Weiterlesen

Ein neuer Peuckmann-Krimi bei Lychatz

Im Kerker: Ex-Kommissar Bernhard Völkel lernt jetzt auch die Welt der Flüchtlinge aus Syrien kennen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserHeinrich Peuckmann ist ein Vielschreiber. Er kann nicht anders. Was die Zeit über uns ausschüttet, verwandelt sich bei ihm in Geschichten. Gern auch Krimis. Seit 2018 ist der Autor aus Kamen mit seinen Krimis im Lychatz Verlag zu finden. Und sein neuester Krimi, in dem er seinen nunmehr pensionierten Kommissar Bernhard Völkel agieren lässt, entführt den Leser nicht nur in den Ruhrpott, sondern auch in eine Gegenwart, in der man dem äußeren Schein nicht trauen darf. Auch nicht guten Herzens. Weiterlesen

Claudia Rikls zweiter Kriminalroman

Der stumme Bruder: Ein Mord in idyllischer Landschaft und der lange Atem einer verschwiegenen Geschichte

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan möchte am Ende nicht in der Haut von Kriminalkommissar Michael Herzberg stecken. Und eigentlich auch nicht in der seiner Kollegin Desiree Weigand. Mit vollem körperlichen Einsatz haben die beiden zu verhindern versucht, dass sich zwei Menschen das Leben nehmen. Und dann liegen sie selbst im Krankenhaus. War es das wert? Ist es das wert? Eine Frage, die gerade Herzberg in diesem Fall von Anfang an beschäftigt, denn nach der Aufklärung seines letzten Falles (nachzulesen in „Das Ende des Schweigens“) haben ihn die Kollegen abserviert. Weiterlesen

Die Weihnachtsidylle in Leipzig trügt

Eisige Tage: Alex Pohl veröffentlicht seinen ersten Krimi unter Klarnamen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAlex Pohl ist eine Entdeckung. Eine späte Entdeckung, nicht nur für Leipziger Krimi-Leser. Denn Pohl lebt in Leipzig und ist schon lange einer der Erfolgreichen unter den deutschen Thriller-Autoren. Doch die Thriller hat er bisher immer unter seinem Pseudonym L. C. Frey veröffentlicht. Nun geht er erstmals unter seinem Klarnamen an die Öffentlichkeit und schockt die Leipziger Eltern mit einem Thema, das so unrealistisch nicht ist: „Eisige Tage“. Weiterlesen

Der zweite Musiker-Krimi von Sebastian Knauer

Mörderisches Mozart-Kind oder Der tödliche Größenwahn des smarten Herrn Briggs

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan muss die Verbrecher nicht verstehen. Auch nicht die, die Sebastian Knauer in seinen Musik-Krimis agieren lässt. Mal werden sie wegen geheimnisvoller Bach-Kompositionen übergriffig, nun muss auch noch Mozart herhalten. Und wüsste man nicht, dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich von ihren Leidenschaften tatsächlich so weit treiben lassen, dass sie zum Mörder werden, man würde diesen Steven Briggs nicht allzu ernst nehmen. Wie im normalen Leben halt. Weiterlesen

Der zweite Inselkrimi von Möwewind

Eine dramatische Mordserie und die vergessenen Schatten einer verklärten Schulzeit

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWer Möwewind auf der Karte sucht, wird es nicht finden. Ein wenig erinnert die Insel, die das Autoren-Duo Andrea Timm und Christhard Lück erfunden hat, an Sylt, ein bisschen an Hiddensee. Zwei Polizisten reichen in der Regel aus, um die Straftaten auf der Insel im Zaum zu halten. Zumindest galt das bis 2016. Da bekamen es die Kommissare Rosenbroek und Leessen mit einem ermordeten Pfarrer zu tun, nachzulesen in „Der Mond ist aufgegangen“. Weiterlesen

Ein toter Staatssekretär, ein Mord in Düsseldorf und eine Journalistin auf der Jagd nach den Tätern

Horst Eckerts politischer Krimi „Der Preis des Todes“

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„In diesem Genre gibt es aktuell keinen, der Horst Eckert das Wasser reichen könnte“, zitiert der Verlag die „Westfälischen Nachrichten“. Aber wer im Krimi-Meer zu Hause ist, der weiß, dass hier die Einschränkung „in Deutschland“ dazugehört. Denn die Vorbilder dessen, was Eckert hier wieder als einen echten politischen Krimi vorgelegt hat, sind ja alle in Schweden zu Hause – heißen dort Mankell oder Marklund. Kurz mal geblättert: Stimmt. Auch Liza Marklund ist im Hause Rowohlt zu finden. Weiterlesen

Zwei Katzenkrimis von Heike Wendler + Buchverlosung für Leserclubmitglieder

Wer hat die Schwarze Madonna geklaut und wer zündelt des nachts im Kloster Wiesenthal?

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVerlosungMit Katzen hat Heike Wendler ihr Thema gefunden. Dutzende Kurzgeschichten hat sie schon mit Katzen als Helden und Heldinnen geschrieben, viele davon im kirchlichen Milieu spielend – in der Kirche selbst, in Pfarrhäusern oder – wie in diesem neuen Band – im Kloster. Wo die Mönche nicht weiterwissen, merkt die Klosterkatze Lily frühzeitig, dass irgendetwas nicht stimmt. Nur: Sie kann ja nicht sprechen. Weiterlesen

Ein neuer Krimi aus Leipzig

Erpressung, Mord und eine durch nichts zu bremsende Stiefmutter: Traude Engelmanns „Die Falschmünzerin“

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserKrimis zu schreiben ist nicht einfach. Auch dann nicht, wenn man sich eine gewitzte Heldin erschaffen hat wie die vielbegabte Gisela Schikaneder, die jetzt Schikaneder-Zorn heißt und dem Hauptkommissar Waldemar Schräg immer wieder ins Gehege kommt. Diesmal aus einem naheliegenden Grund, denn diesmal hat es eine Mordsbande ausgerechnet auf ihre Familie abgesehen. Und das auch noch in Leipzig. Weiterlesen

Andreas M. Sturms fünfter Krimi aus dem Dresdner Schattenreich

Todesangst: Tote Jungen in Dresden, ein Profikiller und ein paar schrecklich lieblose Familien

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserUm die Leipziger Krimi-Szene ist es etwas still geworden in letzter Zeit. Aber Andreas M. Sturm in Dresden macht unbeirrt weiter. Jetzt hat er seinen fünften Roman um das Ermittlerinnen-Duo Karin Wolf und Sandra König vorgelegt, die seit 2012 in einer Stadt unterwegs sind, in der augenscheinlich niemand mehr so recht daran glaubt, dass es in Staat und Justiz mit rechten Dingen zugeht. Denn seine übelsten Bösewichter kommen aus den hohen Etagen des Staates. Weiterlesen

Ein Krimi aus herzoglichen Zeiten

Der tragische Tod eines Tabakhändlers im beschaulichen Städtchen Wörlitz

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Ende rollt ein Kopf und es sieht ganz so aus, als hätte es da im kleinen Herzogtum Anhalt einen jener Justizirrtümer gegeben, die besonders tragisch sind, weil sie einen Menschen das Leben kosten, der möglicherweise mit der blutigen Tat nichts zu tun hat. Der Kopf rollt am 15. August 1885 im Hof der Strafanstalt Coswig. Neun Monate nach den Ereignissen, die Antje Penk in diesem Buch erzählt. Weiterlesen