Wer hat die Schwarze Madonna geklaut und wer zündelt des nachts im Kloster Wiesenthal?

Für alle LeserVerlosungMit Katzen hat Heike Wendler ihr Thema gefunden. Dutzende Kurzgeschichten hat sie schon mit Katzen als Helden und Heldinnen geschrieben, viele davon im kirchlichen Milieu spielend – in der Kirche selbst, in Pfarrhäusern oder – wie in diesem neuen Band – im Kloster. Wo die Mönche nicht weiterwissen, merkt die Klosterkatze Lily frühzeitig, dass irgendetwas nicht stimmt. Nur: Sie kann ja nicht sprechen.

Zumindest nicht mit Menschen. Nur mit dem als kleiner Welpe in der ersten der beiden Geschichten auftauchenden Mops Hugo, der sich selbst lieber Drops nennt, hat sie einen Vertrauten. Eigentlich müssten sie ja wie Hund und Katz sein. Aber das bringt die stolze Lily dann doch nicht fertig, auch wenn sie nie ihre etwas elitäre Katzenhaltung, doch besser denken und kombinieren zu können als der knuffige Hund, ablegen kann. Sie erzählt ja im Grunde beide Geschichten aus ihrer Perspektive. Beides sind Kriminalgeschichten. Die bösen Buben machen ja heutzutage vor gar nichts mehr Halt.

Im ersten Fall verschwindet die kostbare Schwarze Madonna, deretwegen die Menschen in das Kloster im Bayerischen Wald pilgern. Aber Abt Ansgar möchte die Polizei nicht im Kloster haben, denn wenn erst einmal die Polizei da ist, kommen bald auch die Reporter. Dann ist es vorbei – mit dem guten Ruf und mit der beschaulichen Stille. Weshalb erst einmal gar nichts geschieht.

Nur Lily und Drops beobachten seltsame Dinge. Denn das Gartenhäuschen und der Garten mit dem komischen Schneckenzwerg sind ja ihr Revier. Auch wenn auch die kluge Lily nicht gleich einordnen kann, was einige der seltsamen Vorgänge bedeuten. Deswegen dauert es auch mit der eifrigen Hilfe von Hugo alias Drops eine geraume Weile, bis so langsam ein beißender Geruch zur Spur wird.

Und was zu ahnen war, wird zur Gewissheit: Einer der Mönche benimmt sich außergewöhnlich. Und als Lily ihm auf einem nächtlichen Streifzug gar bis in sein Versteck in den Keller folgt, wird es richtig dramatisch, wird Lily eingesperrt. Die Not ist groß, der Verdächtige wird panisch.

Und wäre da nicht der eifrige Mops, würde die Geschichte wohl schlimm ausgehen. Doch in diesen Kloster-Krimis geht nichts schlimm aus. Auch wenn es in beiden Kurzkrimis um menschliche Abgründe und Verfehlungen geht und irrationales Handeln, ohne das ja kein Kriminalfall denkbar ist. Wer könnte das besser erkennen als eine kluge Katze, die ja selbst merkt, ob ein Mensch katzenfreundlich ist oder emotional voll daneben?

Der Aspekt kommt ja bei Kloster-Krimis noch dazu. Viele Menschen pilgern ja in Klöster heutzutage auch, um dort eine Auszeit von einer nun wirklich verrückt gewordenen Welt zu nehmen. Einer von ihnen scheint in dieser ersten Geschichte dann auch noch zu sterben, friedlich im Bett. Aber auch hier waren zwei Katzenaugen wachsam.

Am Ende ist die Lösung des Falls fast eine Beichte, merkt man, wie sehr in seelischer Not der Täter steckt.

Und im zweiten Fall ist es nicht anders, auch wenn es diesmal lauter kleine Brände sind, die die Mönche im Kloster Wiesenthal beunruhigen.

Auch diesmal will Abt Ansgar keine Polizei im Kloster sehen, nimmt die Brandstiftungen aber dennoch zum Anlass, seinen Schulfreund einzuladen, der als Privatdetektiv die Erkundigungen undercover aufnimmt und bald merkt, dass Lily und Drops ein paar pfiffige Tierchen sind, auf die man einen Blick haben muss. Ein echter Tierfreund also.

Auch wenn sich die Sache hinzieht über Monate, während die Elektriker im ganzen Kloster zugange sind, die Osterfeiertage nahen und am Ende selbst der viel besuchte Klosterladen von Isolde, der Besitzerin von Hugo alias Drops, zum Ort eines Anschlags wird. Menschenleben sind in Gefahr. Der Täter scheint kein Halten mehr zu kennen. Und diesmal ist es ein Erpressungsversuch mit nächtlicher Übergabeszene im Wald, der die Geschichte zum Höhepunkt treibt und diesmal Drops fast das Leben kostet. Die beiden Tiere kennen nichts, wenn es um das Fangen von Ganoven geht.

Wobei die Ganoven eigentlich keine so richtigen Ganoven sind, eher einsame Würstchen, die sogar erleichtert scheinen, wenn sie zu mitternächtlicher Stunde dem Abt alles erzählen können, auch die ganze Vorgeschichte, warum es sie zu diesen Taten getrieben hat.

Und dass Heike Wendler durchaus auch mit ihren Katzenkrimis eine Botschaft verfolgt, wird nicht nur mit diesen Beinahe-Beichten der Ertappten vor dem gutherzigen Abt Ansgar deutlich, sondern auch an einer Stelle im ersten Krimi um die Schwarze Madonna, wo sie einen der sonst immer so freundlichen Mönche richtig wütend werden lässt – die Skandale rund um die katholische Kirche in den letzten Jahren haben Bruder Bertram, den Cellerar des Klosters, sichtlich mitgenommen.

Als Cellerar ist er für die ganze Wirtschaftsführung im Kloster zuständig. Ein Drohbrief hat ihn jetzt besonders erregt und er befürchtet schon einen großen Medienskandal rund um das Kloster Wiesenthal. Dazu braucht es ja nicht viel: „Und im Kleinen fängt es vielleicht genauso an. Mit einem lächerlichen Brief, den keiner so recht ernst genommen hat. Bis dann irgendwelche abstrusen Geschichten durchs Internet geistern. Wir leben im 21. Jahrhundert, da muss keiner mehr was beweisen, nur noch behaupten und es gibt genügend Leute, die das gern glauben. Die Wahrheit interessiert doch keinen mehr …“

Man versteht also die Vorsicht des Abtes, den Diebstahl lieber nicht publik werden zu lassen. Auch wenn sich diese Mönche tatsächlich nichts vorzuwerfen haben. Aber das macht es ja nicht leichter, die Vorfälle im Kloster aufzuklären. Die Geduld des Abtes reicht da alleine nicht. Aber sie haben ja die Katze Lily, die unermüdlich beobachtet, was in ihrem Revier vor sich geht. Und da Drops ein bisschen schwerfällig im Begreifen ist, gibt es auch noch lauter recht burschikose Dialoge zwischen den beiden Tieren.

Und natürlich einen unübersehbaren Gesinnungswandel bei Lily, die ja eigentlich mit diesem schnaufenden Hund nichts anfangen kann. Aber sie hat wohl das Herz der Autorin und kann der Drolligkeit des Mopses bald nicht mehr widerstehen. Und ganz so doof ist er ja nicht, wie es aussieht. Und wagemutig sowieso, sodass wir am Ende zwei ertappte Spitzbuben haben, die eigentlich nur arme Würstchen sind. Wie das oft so ist bei Leuten, die irgendwann die falsche Abzweigung zur Lösung ihrer persönlichen Probleme genommen haben.

Für Leserclubmitglieder gibt es fünf Exemplare zu gewinnen. Ein Kommentar mit einer kurzen Meldung „Ja, ich will“ unter dem Artikel genügt, um an der Verlosung teilzunehmen. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen, die Auswahl der Gewinner erfolgt nach dem Ende der Verlosung am 10. August 2018, 12 Uhr. Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt, die Bücher anschließend durch den Verlag per Post versandt.

+++Die Verlosung ist beendet!!+++

Heike Wendler „Das Geheimnis der schwarzen Madonna. Klosterkatze Lily ermittelt“, St. Benno Verlag, Leipzig 2018, 9,95 Euro.

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