Der dunkle Schatten der Vergangenheit, die Moral der Macht und ein eiskalter Jäger in der Dresdner Nacht

Andreas M. Sturms neuer Dresden-Krimi heißt nicht nur „Trauma“ und ist damit bedrohlicher benannt als die drei vorhergehenden Krimis um Kriminalkommissarin Karin Wolf, in denen es gerade für die Ermittlerin immer wieder heikel und brandgefährlich wurde. Diesmal hat ein Opfer, um das sie sich kümmern muss, tatsächlich ein Trauma erlitten, kann sich nicht mehr an seinen Namen und sein Leben erinnern.
Anzeige

Oder besser: ihr Leben. Denn anders als in vielen deutschen Krimis spielen bei Sturm Frauen die Hauptrollen. Und zwar nicht die üblichen vom blonden Luder über das Biest bis zur netten Sekretärin, sondern die richtigen Hauptrollen. Die Ermittlerinnen Karin Wolf und Sandra König sind sowieso die serienprägenden Hauptfiguren. Aber in diesem Fall ist auch das traumatisierte Opfer eine Frau. Und eine knallharte Bundestagsabgeordnete darf auch in die Rolle einer richtig Bösen schlüpfen, wie man das wohl zuletzt bei Raymond Chandler erlebt hat.

Nur dass der gebürtige Dresdner Sturm eher nicht auf den großen amerikanischen Meister literarisch Bezug nimmt, sondern auf einen großen russischen Meister: Fjodor Dostojewski. Denn seine Täter sind keine billigen Ganoven, keine eiskalten Mafiosi (auch wenn sie sich manchmal so benehmen) oder smarten Geschäftsleute mit beschmutzten Westen. Seine Helden sind zerrissene Helden. Übrigens die Ermittler rund um Karin Wolf genauso wie ihre alptraumhaften Gegenspieler, etwas, was auch schon im 2012 erschienenen Band „Vollstreckung“ thematisiert wurde. Was die Geschichte ja nicht ganz einfach macht, wenn auf einmal Fragen die Ermittlung durcheinanderwirbeln wie die: Können auch Polizisten korrupt sein und mit den Herren der Unterwelt paktieren? Können sie erpressbar sein? Können sie gar selbst zu Tätern werden? Wie gehen sie mit den traumatischen Erfahrungen ihres Arbeitsalltags um? Wie halten sie den Spagat aus, immer im Namen des Gesetzes agieren zu müssen, aber doch nur Menschen aus Fleisch und Blut zu sein?

So beginnt denn auch dieser Fall. Und Sturm lässt seine Leser nicht im Unklaren darüber, dass jede einzelne Gestalt aus dem Ermittlerteam seinen Packen an seelischer Zerrissenheit und schlecht verheilten Wunden zu tragen hat.

Und sie bekommen es auch noch mit einem Täter zu tun, der direkt aus dem Abgrund von „Schuld und Sühne“ getaucht zu sein scheint, einer, der mit der Philosophie des absoluten Einzelgängers, der sich alles erlauben darf, auf die Menschenjagd geht.

Dass er dafür angeheuert wurde, erfährt der Leser erst später im Buch. Was die Abgründe in dieser Figur nicht wirklich besser erleuchtet, denn um zum blutberauschten Jäger zu werden, muss ein Mensch so einige Wandlungen hinter sich gebracht haben. Was so fern ja nicht liegt in unserer Welt, in der Menschen immer wieder darauf gedrillt werden, ihre Moral auszuschalten, wenn sie im Dienst „einer Sache“ unterwegs sind.

Und oft ist „die Sache“ nur vage zu fassen. Oft beißt sich das mit den Auftraggebern und ihren Absichten. Auch in diesem Fall, in dem die Spuren bis in die Spätzeit der DDR zurückzureichen scheinen, in die dunkle Welt der Stasi und ihres blindwütigen Vorgehens (auch da: „die Sache“) gegen alle Menschen, die vom Normierten und Gewünschten abwichen. In diesem Fall junge Leute aus der Wave-Gothic-Szene. Karin Wolf kann anfangs nur vermuten, wer hier woran die Schuld tragen könnte. Am Ende weist die Spur bis in den Sächsischen Landtag. Da geht es Sturm ganz ähnlich wie seinem fhl-Kollegen Stefan B. Meyer: Einem Teil der politischen Karrieristen trauen sie alles Mögliche zu. Denn Macht ist nicht nur verlockend – sie korrumpiert auch immer wieder. Und mancher greift zu den abgründigsten Mitteln, um seinen Posten, seinen Einfluss und seine Macht zu verteidigen.

Und dazu gehört am Ende auch die Möglichkeit, Polizisten und Staatsanwälten die Arbeit unmöglich zu machen. Man ahnt schon, woher dieses Unbehagen kommt, das Sturm als permanente Verunsicherung mit einbaut in seine Bücher. Das Gegengewicht sind immer wieder Kollegen, Vorgesetzte, aber auch Zeugen, die sich mitten in dramatischen Situationen als standhaft und vertrauenswürdig erweisen, sodass die Szenerie, die Sturm aufbaut, auch immer einem Nachspiel der medial wahrgenommenen Gegenwart gleicht: Hier die von bitteren Erfahrungen gezeichneten Ermittlerinnen und ihre Kollegen, die sich immer wieder neu aufopfern und in die Schusslinie werfen, wenn es hart auf hart kommt. Und auf der Gegenseite eiskalte, emotionslose Egoisten, denen nur ihr eigenes bisschen Macht, Geld oder Geltungsdrang wichtig sind. Immerhin ja alles Eigenschaften, die in unserer Ego-Gesellschaft Tag für Tag bejubelt werden – meist genau so lange, bis ein Gericht feststellt, dass der umjubelte Selfmade-Mann doch nichts anderes war als ein Krimineller im Rampenlicht.

Vielleicht ist das auch eine mögliche Antwort auf die Frage, die wir an dieser Stelle schon mehrmals gestellt haben: Warum feiert ausgerechnet der Krimi derzeit so einen Aufschwung in Buchläden und Bestseller-Listen? Kann es sein, dass ein Teil unserer Gesellschaft zutiefst erfüllt ist von der Sehnsucht nach wirklichen und moralisch integren Helden und die Nase voll hat von den gefeierten Absahnern unserer Gegenwart? Dieses Gefühl, dass gar nichts in Ordnung ist und das Ganoventum heute die scheinbaren „Werte“ vorgibt, von denen immer so viel geredet wird. Aber wer wirklich nach moralischen Maßstäben lebt, wird das Gefühl nicht los, immer knapp am Abgrund zu wandeln – ein falscher Schritt (so empfindet es ja auch die erfolgreiche Karin Wolf), und die Karriere ist im Eimer, das soziale Nichts die Folge.

Da braucht man dann Kolleginnen und Kollegen, die wie selbstverständlich zur Seite stehen, als die Gefahr immer näher kommt. Denn dieser Mörder kennt keine Skrupel. Für den sind Menschen nur noch Zielobjekte, die er mit kalter Präzision sterben lässt. Ein Profi, der sein Mordhandwerk beherrscht – und der trotzdem Fehler macht, weil er sich überschätzt. Was den Leser nicht aus der Spannung entlässt, denn auch wenn das Buch mit einer großen Tüte Sentiment beginnt und man auf den ersten Dutzend Seiten nicht recht glauben mag, dass die gebeutelten Mitglieder der Mordkommission diesen Fall mit heiler Haut und ohne psychischen Absturz überleben, entfalten die im Grunde sogar drei ineinander geschachtelten Fälle einen Sog, der weder das Ermittlerpersonal noch den Leser zur Ruhe kommen lassen.

Am Ende bleibt freilich wieder die Frage offen, die über weiten Passagen des Buches schwebt: Kommt der eigentliche Anstifter auch diesmal ungeschoren davon? Eine Frage, die auf durchaus bedrohliche Weise am Ende offen bleibt. Womit Sturm ja schon einmal das Warten auf den fünften Band seiner Dresden-Krimis eröffnet hat. Der sich mit ziemlicher Sicherheit um dieselben dostojewskischen Fragen drehen wird, wo in unserer Welt eigentlich die Grenzen zwischen Verbrechen und Moral verlaufen und wo sich der Glaube ans große Ich verwandelt in die wilde Lust am Zerstören und Töten.

Da wird die Arbeit von Polizisten und Polizistinnen nicht einfacher. Und Autoren wie Andreas M. Sturm können sich fast wie beiläufig den moralischen Fragen der Gegenwart widmen, wo durchaus immer offener die Frage gestellt wird, ob wir uns moralische Skrupel „überhaupt noch leisten dürfen“, wo doch „der Markt“ ganz andere Spielregeln hat und jedes Menschenleben dort taxiert wird auf Heller und Pfennig? So gesehen stellt ausgerechnet das Böse im Krimi die Frage aller Fragen. Nur die Antworten sind nicht immer ganz einfach und auch nicht immer leicht zu verdauen.

Andreas M. Sturm: Trauma, fhl Verlag, Leipzig 2016, 13 Euro.

In eigener Sache

Jetzt bis 13. Mai (23:59 Uhr) für 49,50 Euro im Jahr die L-IZ.de & die LEIPZIGER ZEITUNG zusammen abonnieren, Prämien, wie zB. T-Shirts von den „Hooligans Gegen Satzbau“, Schwarwels neues Karikaturenbuch & den Film „Leipzig von oben“ oder den Krimi „Trauma“ aus dem fhl Verlag abstauben. Einige Argumente, um Unterstützer von lokalem Journalismus zu werden, gibt es hier.

Überzeugt? Dann hier lang zu einem Abo …

RezensionenDresdenKrimiMoral
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Kürzungspläne des sächsischen Finanzministers zielen zuallererst auf die Niedriglöhner-Stadt Leipzig
Soziale Mindestsicherung in Sachsen. Karte: Freistaat Sachsen / Statistisches Landesamt

Karte: Freistaat Sachsen / Statistisches Landesamt

Für alle LeserAm 20. Oktober feierten auch Sachsens Statistiker den Weltstatistikertag auf ihre Weise. Sie veröffentlichten ein Sonderheft mit dem schönen Titel „Sachsen in Karten“. Denn im Geografie-Unterricht dereinst in der Schule waren die angehenden Statistiker/-innen jene Kinder, die beim Aufschlagen der bunten Karten im Lehrbuch glänzende Augen bekamen. Denn Karten können eine Wirklichkeit zeigen, gegen die das politische Geplänkel regelrecht albern wirkt.
Zur „Grassimesse“ gibt es jetzt erstmals einen Stadtplan der Leipziger Handwerkskunst
Instrumentenbauer Matthias Vogt. Foto: Freundeskreis des GRASSI Museums für Angewandte Kunst Leipzig e.V. / Nick Putzmann

Foto: Freundeskreis des GRASSI Museums für Angewandte Kunst Leipzig e.V. / Nick Putzmann

Für alle LeserVom 23. bis 25. Oktober kann man wieder die „Grassimesse“ 2020 im GRASSI Museum für Angewandte Kunst erleben. Ein jährliches Ereignis, bei dem man sehen kann, dass Handwerk auch Kunst ist und vor allem: wie viele Kunst-Handwerker in Leipzig tätig sind. Und pünktlich zur Messe gibt es jetzt erstmals einen Stadtplan, auf dem Leipzigs Kreativ-Handwerker zu finden sind – als Faltvariante und online zum Anklicken.
Premiere am 29. Oktober in der Kinobar Prager Frühling: Drifter-Drama „FLUTEN“ von Georg Pelzer
Filmstill aus Georg Pelzers Film "FLUTEN". Foto: FLUTEN

Foto: FLUTEN

Für alle LeserAm 29. Oktober ist Kinopremiere für den ungewöhnlichen Film eines jungen Leipziger Regisseurs in der Kinobar Prager Frühling: „FLUTEN“ heißt er und ist improvisiertes Drama. Eines, das von einem Drama erzählt, das viele junge Menschen in diesem Corona-Jahr ebenfalls erlebt haben: Der gerade erst so glücklich erworbene Arbeitsplatz wird gekündigt. Es fühlt sich wie eine Niederlage an. Alle schlechten Selbstwertgefühle kommen auf einmal hoch. Und wie sagt man das den Menschen, deren Achtung man nicht verlieren will?
In dieser Woche beginnen die Bauarbeiten zur Öffnung des Deichs am Ratsholz
Stopp: Baustelle am Ratsholzdeich. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Bauzäune stehen, Stoppschilder untersagen das Betreten der Baustelle. In dieser Woche beginnt ein Projekt am Ratsholzdeich im Leipziger Süden, das zukunftsweisend ist. Zum ersten Mal wird ein Deich geöffnet, damit künftig auch kleinere Hochwasser ins Ratsholz im südlichen Leipziger Auenwald gelangen können. Im April hatte die Landesdirektion Sachsen das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Die Landestalsperrenverwaltung hat Baurecht und kann jetzt loslegen.
Erster Schreck überwunden: Leipziger Wirtschaft löst sich langsam aus der Corona-Schockstarre
Entwicklung der Stimmungslage im Kammerbezirk Leipzig. Grafik: IHK zu Leipzig

Grafik: IHK zu Leipzig

Für alle LeserNatürlich kann auch Leipzig die Corona-Panemie wirtschaftlich bewältigen. China schafft es ja auch. Nicht alle Branchen sind gleichermaßen betroffen. Und die Unternehmer in Leipzig sind nach dem Schreckmoment im Frühjahr mittlerweile deutlich zuversichtlicher, dass die Wirtschaft wieder auf die Beine kommt. Denn auch mit Auflagen funktioniert Wirtschaft – nur nicht in allen Branchen.
Prozess gegen „Das Wunder von Mals“: Auch dem Geschäftsführer des Oekom Verlags droht wegen „übler Nachrede“ eine Anklage
Alexander Schiebel. Foto: Jörg Farys, Oekom Verlag

Foto: Jörg Farys, Oekom Verlag

Für alle LeserDer Oekom Verlag hatte 2017 schon den richtigen Riecher, als er Alexander Schiebels Buch „Das Wunder von Mals“ mit dem Untertitel versah: „Wie ein Dorf der Agrarindustrie die Stirn bietet“. Auch wenn es jetzt ein Südtiroler Landesrat und 1.600 Südtiroler Obstbauern zu sein scheinen, die neben Alexander Schiebel auch Karl Bär, Agrarreferent im Umweltinstitut München, vor Gericht gezerrt haben. Nun wollen sie auch noch Oekom-Verleger Jacob Radloff anklagen lassen. Deutlicher kann die ach so stille Agarindustrie gar nicht zeigen, wie sehr ihr dieser Münchner Verlag ein Dorn im Auge ist.
Lesung: Mächtige Gefühle – Ute Frevert im Gespräch mit Jana Simon
Lesen schafft die Grundlage für komplexes Denken. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Am Samstag, 24. Oktober, geht es um „Mächtige Gefühle“. Die Autorin Ute Frevert stellt in Lesung und im Gespräch mit Jana Simon ihr neues Buch über die Gefühlswelt der Deutschen im 20. Jahrhundert vor.
Dienstag, der 20. Oktober 2020: Zwischen Corona-Welle und erneuten Warnstreiks
Heute dürfen nur 999 Zuschauer/-innen in die RB-Arena. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Zahl der Corona-Fälle steigt weiterhin deutlich, aber immerhin nicht mehr ganz so stark wie noch am Wochenende. Für die Schulen in Sachsen soll es vorerst im Regelbetrieb weitergehen. Außerdem: Verdi fordert mehr Geld für die Beschäftigten von Bund und Kommunen – weshalb am Mittwoch unter anderem einige Kitas nicht öffnen werden. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 20. Oktober 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
„Mehr Ausdruck fehlender Wertschätzung geht nicht!“: Erneut großflächige Streiks im öffentlichen Dienst
Auch für Mittwoch, den 21.Oktober, ruft die Gewerkschaft ver.di zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf. Foto:L-IZ

Foto:L-IZ

Für alle LeserDie Gewerkschaft ver.di ruft am Mittwoch, den 21. Oktober, erneut zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf. Einen Tag vor der dritten Tarifverhandlungsrunde zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und Gewerkschaften, die am Donnerstag und Freitag in Potsdam stattfinden soll, sind Beschäftigte in Kitas, Sparkassen, bei der Stadtreinigung, in der Stadtverwaltung, in Musikschulen und Co. angehalten, ihre Arbeit niederzulegen.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #49
Ab ins Säckchen ... Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserWahlkämpfe sind Zahlkämpfe. In den USA ganz besonders. Geschätzte 10,9 Milliarden Dollar werden dieses Mal für die Stimmenmache ausgegeben. Das entspricht dem Bruttosozialprodukt von Äquatorialguinea. Was irgendwie passt, schließlich bedeutet Äquator Gleichmacher. Wobei ich gleich mal noch ein anderes Thema aufmachen muss. Die oft vertretene Ansicht, die Wahlkämpfe würde immer teurer werden, stimmt nämlich nur bedingt.
Mobilfunkausbau der Telekom in Leipzig: Fast 100 Prozent Versorgung mit 4G und 5G im Leipziger Stadtgebiet
Mehr Bandbreite für den Mobilfunk. Foto: Telekom

Foto: Telekom

Für alle LeserEiner der Gründe, warum viele Unternehmen ihren Firmensitz in eine Großstadt verlegen, ist nun einmal auch ein harter Fakt: die Verfügbarkeit einer sicheren und leistungsfähigen Funkverbindung. Und was das betrifft, sticht Leipzig nun einmal auch im eher strukturschwachen deutschen Osten heraus. In den vergangenen Monaten hat auch die Telekom ihre Mobilfunk-Versorgung in Leipzig weiter ausgebaut.
Liebe Leser: Ausstellung wird am 3. November im Literaturhaus eröffnet
Literaturhaus / Haus des Buches in der Prager Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Buch in seiner analogen Form – es ist im Jahr 20 des dritten Jahrtausends nicht überholt. In Zeiten von Digitalisierung und virtuellen Welten setzt der Leipziger Bibliophilen-Abend unverdrossen auf das gedruckte Buch: als Quelle des Wissens, aber auch als ein Kulturgut. Der Fokus liegt auf Inhalt und Form gleichermaßen. 1904 in Leipzig gegründet und 1933 aufgelöst, startete der Verein im Januar 1991 erneut durch. Deshalb ist Anfang 2021 ein Jubiläum zu feiern.
Corona-Hilfe: Wie setzt Leipzig die Unterstützung der Obdachlosen in der kalten Jahreszeit fort?
Wohnadresse: Parkhäuschen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie geht Leipzig mit seinen Bürgern um, die aus den verschiedensten Gründen obdachlos geworden sind? Und die seit Ausbruch der Corona-Pandemie unter verschärften Bedingungen leben. Denn wo ist ihr Zuhause, wo sie bleiben können? Leipzig hat zwar auch in ihrem Sinn Hilfsmaßnahmen beschlossen. Aber ausgerechnet jetzt vorm Winter sind sie ausgelaufen.
BWE kritisiert Staatsminister: Sachsens Regionalministerium wird zum Bremsklotz der Energiewende
Strommasten und Windräder westlich vom BMW Werk Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs wird noch scheppern in der schwarz-grün-roten Koalition in Sachsen. Denn sie ist mit einem Baufehler gestartet, der schon ein Jahr nach Start der Koalition zeigt, dass damit alle Modernisierungsversuche aus den kleineren Parteien abgeblockt werden können. Die Gründung eines Ministeriums für Regionalentwicklung war ein genialer Schachzug der CDU, könnte man sagen. Wenn es für Sachsens Klimazukunft nicht eine ausgemachte Katastrophe wäre. Das thematisiert einmal mehr der zunehmend frustrierte Landesverband WindEnergie.
Hase und Igel in der Luft: Die Stadt Leipzig hat keinen Einfluss auf die Polizeihubschraubereinsätze überm Stadtgebiet
Polizeihubschrauber im Einsatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVielleicht ist es ja dank Corona etwas leiser geworden über der Stadt. Der EU-China-Gipfel wurde abgesagt, größere Demonstrationen gibt es nicht mehr und auch Fußballspiele finden mit kleinstem Publikum statt. Also müssen auch nicht ständig Polizeihubschrauber überm Stadtgebiet fliegen. Aber auch vor dem Shutdown im März war es nicht zu begreifen, warum gerade in den Nachtstunden schweres Gerät über Leipzig dröhnen musste. Kann die Stadt das nicht koordinieren? Eine mehr als hilflose Antwort auf eine Stadtratsanfrage.