Artikel zum Schlagwort Moral

Was postfaktisch, Emotionsgerede und Allmachtswahn miteinander zu tun haben

„Für die Vernunft“ – Ein ganz und gar christliches Plädoyer für Aufklärung, Vernunft und die Kunst des Lassens

Foto: Ralf Julke

Es ist gar nicht so leicht für einen Theologen wie Ulrich H. J. Körtner, noch ein Plätzchen zu finden für die Theologie und die Religion in einer zunehmend säkularen Welt, in der die Diskussionen überschäumen und ethische Grenzen niedergetrampelt werden, weil ganze Fähnlein enervierter Diskussionsteilnehmer Vernunft und Fakten für überflüssig halten. Ein postfaktisches Zeitalter? Das ist auch nicht wirklich neu, stellt Körtner fest. Weiterlesen

Fünf nachdenkliche Gespräche über Gott, die Welt und die Moral und ein Nachschlag für Wissensdurstige

Der erstaunlich aktuelle Herr Luther, seine Bibel und die Religion im Hadern der Zeit

Foto: Ralf Julke

Es kommt immer näher, dieses Reformations-Jubiläums-Jahr 2017, in dem mehr steckt als nur so ein 500. Jahrestag des Thesenanschlags vom 31. Oktober 1517. Die in Leipzig heimische Evangelische Verlagsbuchhandlung hat dazu ja in letzter Zeit schon einige erstaunlich facettenreiche Titel vorgelegt. Hier hat sie sich jetzt mal in eine Koproduktion mit dem Berliner Aufbau Verlag gestürzt. Weiterlesen

Starthilfe zum Selberdenken

Ein philosophischer Essay über den schöpferischen Moment der Erkenntnis und die Gretchenfrage der modernen Technologien

Foto: Ralf Julke

Das Buch ist eine kleine Überraschung. Und es ist eigentlich auch keine EAGLE-Starthilfe, wie es die anderen Starthilfen aus dem Leipziger Verlag sind: Einstiegshelfer in wichtige Grundlagenfächer. Auch nicht in die angewandte Mathematik, auch wenn es so draufsteht. Tatsächlich ist es eine Starthilfe ganz anderer Art: eine philosophische, die dafür plädiert, auch in heutigen Zeiten wieder den eigenen Kopf zum Denken zu nutzen. Weiterlesen

Protestantische Führungskräfte mal zum Eigentlichen befragt

Kann man mit moralischen Ansprüchen überhaupt erfolgreich wirtschaften?

Foto: Ralf Julke

Nicht nur Ökonomen, ehemalige Bankmitarbeiter und Journalisten haben da 2009 so einen Aha-Moment gehabt, als sich die Regierungen der westlichen Welt in Feuerwehrtrupps verwandelten und mit dem Geld der Steuerzahler riesige Bankimperien vor dem Kollaps retteten. Da lief etwas schief in der Bankenwelt. Und das schien eine Menge mit moralischen Standards zu tun zu haben. Auch christliche Unternehmer kamen da ins Grübeln. Weiterlesen

Nicht alles, was rechtens ist, ist auch richtig

Gastkommentar von Christian Wolff: Hoeneß, Hinz und der Kampf um die Demokratie

Moral? - Ach egal. Foto: L-IZ.de

Nun will Uli Hoeneß seine Drohung vom April 2014 „Das war’s noch nicht.“ wahr machen: Er kandidiert auf der nächsten Mitgliederversammlung des FC Bayern München für den Präsidentenposten und wird voraussichtlich keinen Gegenkandidaten haben. Es ist zu ahnen, wie diese Wahl inszeniert werden wird: wie die Rückkehr des Gladiators, der seine Strafe wie eine Krebserkrankung besiegt hat. Da gerät die schwere Schuld der Steuerhinterziehung zu einer Art Schicksalsschlag, der über Hoeneß hereingebrochen ist. Weiterlesen

Ein Philosoph denkt nach über Sprache, Solidarität und eine Moral im Ausverkauf

Wie das Versagen der alten politischen Eliten erst den Boden bereitet hat für die Ent-Solidarisierung und Radikalisierung Europas

Foto: Ralf Julke

Was ist nur los mit diesem Europa? Wie konnte es so ins Rutschen kommen und zum Tummelplatz der Chauvinisten, Nationalisten und Populisten werden, die am liebsten alles wieder abreißen würden, was in den letzten 70 Jahren mühsam aufgebaut wurde? Populisten? War da nicht was? Kann es sein, dass der aufschwellende Hass so ganz neu nicht ist? - Der Sprachphilosoph Paul Sailer-Wlasits hat das Thema mal genauer beschaut. Weiterlesen

Der vierte Wolf-Krimi von Andreas M. Sturm

Der dunkle Schatten der Vergangenheit, die Moral der Macht und ein eiskalter Jäger in der Dresdner Nacht

Foto: Ralf Julke

Andreas M. Sturms neuer Dresden-Krimi heißt nicht nur „Trauma“ und ist damit bedrohlicher benannt als die drei vorhergehenden Krimis um Kriminalkommissarin Karin Wolf, in denen es gerade für die Ermittlerin immer wieder heikel und brandgefährlich wurde. Diesmal hat ein Opfer, um das sie sich kümmern muss, tatsächlich ein Trauma erlitten, kann sich nicht mehr an seinen Namen und sein Leben erinnern. Weiterlesen

Ein Thriller wie ein Menetekel

Wie bleibt man Millionär? Oder: Wie kaputt ist eigentlich unsere von Gier besessene Gesellschaft schon?

Foto: Ralf Julke

Meist sind es nicht die üblichen Preisträger, die die eigentlichen Aufreger-Bücher aus Leipzig schreiben. Es sind Typen wie dieser nimmermüde Autor und Verleger Tino Hemmann, der eben nicht nur den Engelsdorfer Verlag betreibt, sondern in einem atemberaubenden Tempo auch Bücher vorlegt, die mit dem Label „Thriller“ eigentlich unter Wert bezeichnet sind. Um thrill geht es auch in diesem Buch nur am Rand. Weiterlesen

Noch eine lange Rezension zu einem Buch: "... wenn Gott Geschichte macht", Teil 2

Wenn der Mensch Gott spielt, beginnen die Gräueltaten

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Am plastischsten erzählt im Sammelband "... wenn Gott Geschichte macht" im Grunde Peter Voß in seinem Beitrag "Gott widersteht den Hoffärtigen!" davon, wie Geschichte wirkt - und das mit einer Personage von Leuten, die 40 (wahlweise 70) Jahre lang fest davon überzeugt waren, den Lauf der Geschichte bestimmen zu können, weil sie sowieso die Gesetzmäßigkeiten und die Zukunft auf ihrer Seite hatten. Weiterlesen

Noch eine lange Rezension zu einem Buch: "... wenn Gott Geschichte macht", Teil 1

Blutige Revolutionen sind kein Gesetz, nur ein schlechtes Vorbild

Foto: Ralf Julke

Ein provokanter Titel? Geschichte nichts als ein Werk Gottes? Oder gar als großer Heilsplan, in dem Menschen nur die Spielfiguren sind? - Nicht ganz. Auch wenn die Autoren dieses Buches durchaus der Meinung sind, dass es ohne Gottes Wirken nicht geht. Und die Französische Revolution mögen sie auch irgendwie nicht. Oder nur einen Teil davon? - Es darf gestritten werden. Weiterlesen