Morteratsch: Zwei Tote, ein Gletscher und die Pfeife von Maigret

Für alle LeserEs ist nicht sein erster Krimi, den Urs W. Käser jetzt im Leipziger Einbuch Verlag vorgelegt hat. Mit „Hoffmanns Tode“, „Mosers Ende“ und „Gornerschlucht“ hat der 1955 geborene Schweizer Autor schon drei Kriminalromane aus der Schweizer Bergwelt veröffentlicht. In seinem vierten Krimi geht es nach Pontresina, einem Dorf unterhalb des Piz Morteratsch. Und dessen Gletscher spielt in diesem Krimi eine nicht unwesentliche Rolle.

Denn der Morteratschgletscher gibt nach 33 Jahren die Leiche eines Verunglückten frei. Und auf einmal geht das große Rätselraten wieder los: Was ist damals passiert? Hat da jemand einfach seinen Konkurrenten um die Liebe der Dorfschönen Seraina beiseitegeschafft? Und dann gar bei der Suchaktion verhindert, dass an der richtigen Stelle gesucht wurde?

Damals konnte ihm das nicht nachgewiesen werden. Nun auf einmal aber deuten alle Indizien darauf hin, dass der Mann vielleicht doch die Last eines Toten auf sein Gewissen geladen hat. Da bekommen also die beiden Pontresiner Polizisten Claudia Costa und ihr Chef Curdin Morell alle Hände voll zu tun, gibt es neue Untersuchungen auch am Gletscher und ein junger Geologe bringt die Gefühle der Polizistin Claudia heftig durcheinander.

Doch noch während die Beteiligten irgendwie zu verdauen versuchen, dass der alte Fall nun wieder aktuell ist und damit alte Beziehungsdramen aktuell werden, platzt ein neuer Todesfall ins friedliche Leben des Urlaubsortes. Ein Fall, der nun auch noch Kriminalkommissar Silvio Fontana nach Pontresina bringt, der jetzt mit recht eigenwilligen Methoden versucht, den Täter (oder die Täterin) zu erwischen.

Mit seiner tabaklosen Pfeife im Mundwinkel versucht der Mann gar, sich ein wenig den Habitus des legendären Kommissar Maigret zuzulegen. Und zuweilen geht er auch ein wenig so vor, nennt es auch Bauchgefühl, obwohl ihm diesmal durchaus moderne Untersuchungsmethoden bis hin zum genetischen Spurenabgleich zur Verfügung stehen. Letzterer bringt dann auch endlich den belastbaren Fingerzeig auf den tatsächlichen Täter, nachdem vorher zahlreiche Verdächtige im Fokus waren.

Nur dass die Verdächtigen in diesem wohlhabenden Örtchen nicht wirklich viel mit den Gestalten in den Maigret-Romanen zu tun haben. Ganz so, als wäre das alte Grundthema Simenons verschwunden. Was es nicht ist. Aber das bemerken ja selbst die Kommentatoren der großen Zeitungen nicht mehr. Wie zwangsläufig die Helden und Heldinnen bei Simenon in der Täterfalle sitzen, erschließt sich ja oft erst, wenn der seinen Kommissar Maigret am Ende der Ermittlungen auch noch die Motive der Ertappten aufdröseln lässt.

Denn er löst seine Fälle ja nicht mit modernen Polizeimethoden, sondern so, dass er versucht, die Täter als Getriebene zu begreifen, als Menschen in ihrer sozialen und persönlichen Not. Bei ihm sind die Täter keine finsteren Monster, sondern ganz normale Menschen, die irgendwann nicht mehr anders konnten, als sich schuldig zu machen.

So wurden die Maigret-Romane eben deutlich mehr als die üblichen Krimis, in denen sich alles nur darum dreht: Wer war’s?

Das weiß Kommissar Maigret meistens schon recht früh. Er kriecht regelrecht hinein in die Lebenswelt seiner Zeugen, geht den Ereignissen am Tattag akribisch nach, zieht sich also im Grunde das Leben der Protagonisten an wie eine zweite Haut. Und deshalb versteht er sie auch, begreift ihre Motive und sieht die Zwangsläufigkeit ihres Tuns. Was er auch deshalb kann, weil er selbst aus kleinen Verhältnissen stammt.

Jeder Maigret-Roman entführt in diese Welt der kleinen Leute. Bis ins Detail stimmt das Interieur. Und schon nach wenigen Seiten ist der Leser selbst im Sog dieser Atmosphäre, tappt mit dem wortkargen Kommissar durch ungemütliche Straßen, armselige Bars, in triste Wohnungen und in Einöden, in denen man schnell spürt, wie schwer Ausweglosigkeit auf Menschen lasten kann, die nicht viele Möglichkeiten haben, einem tristen Dasein zu entkommen.

Es ist nun einmal so: Wer als Autor mit solchen Anspielungen spielt, muss sich den Vergleich gefallen lassen. Und vielleicht sind die letztlich doch wohlhabenden und gut versorgten Bewohner von Pontresina nicht wirklich das Personal, das in einer Maigret-Geschichte spielen könnte. Und auch der Täter, der am Ende auch noch ein Geständnis schreibt, gehört nicht dazu, auch wenn sich nun zeigt, wie sehr er zeitlebens unter seinem Misserfolg bei den Frauen gelitten hat.

Ein durchaus modernes Thema, das auch seine erschreckenden Seiten hat, wenn man an die vielen Amokläufe sogenannter Incels in letzter Zeit denkt, die ihr als aufgezwungen empfundenes Zölibat mit Allmachtsphantasien zu kompensieren versuchen und dann wehrlose Menschen erschießen.

Auch diesem Thema hat sich Simenon genähert – anders freilich, als es Urs W. Käser tut. Auch diese von Beziehungen und Frauen enttäuschten Menschen versucht ja sein Kommissar Maigret zu verstehen. Auch wenn er ihnen sein Unverständnis meist sehr deutlich ins Gesicht sagt.

Denn er hat zwar viel Verständnis, wenn Menschen aus tiefster seelischer Not heraus zu Verbrechern werden. Aber er hat kein Verständnis dafür, dass Menschen sich in Infantilität verstecken und ihre Unfähigkeit, ihr Leben tatsächlich in die eigene Hand zu nehmen, damit entschuldigen, dass andere dafür verantwortlich sein sollen.

In gewisser Weise hat Käsers Geschichte die Ansätze, tatsächlich zu so einer Story im Maigret-Stil zu werden. Es gibt genug Tatverdächtige, die in diversen Beziehungsnöten stecken. Aber dazu müsste man wohl auch die brummige Art des Kommissars übernehmen, der sich von den schönen Hüllen bürgerlicher Arriviertheit nicht blenden lässt und die Ach-so-Anständigen mit skeptischem Nachfragen immer mehr in Erklärungsnot bringt.

Und Kandidaten für den absoluten Bösewicht gibt es ja genug, bis hin zum Baurat der Gemeinde, der sich sogar dafür hat bestechen lassen, dass er ein neues Baugebiet in einem von Hangrutschungen bedrohten Gebiet hat aufziehen lassen.

Doch der war’s nicht. Es ist fast ein bisschen wie bei Agatha Christie: Just der, den man nicht mal im Verdacht hatte, war’s.

Was für einen Maigret auch wieder ein Thema gewesen wäre: Wie kann einer so leben und seine Gefühle ein Leben lang in sich einsperren, ohne einmal zu explodieren?

Das verrät das Geständnis dann leider auch nicht. Was schade ist. Unsere oberflächliche Fernseh-Scheinwelt hat es eigentlich längst nötig, wieder von einem wie Maigret gründlich demontiert zu werden.

Urs W. Käser „Morteratsch“, Einbuch Buch- und Literaturverlag, Leipzig 2019, 14,40 Euro.

Der Leipziger OBM-Wahlkampf in Interviews, Analyse und mit Erfurter Begleitmusik

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